Am Montag, den 6. Juli 2026, fand in der polnischen Botschaft Berlin eine Buchvorstellung statt.
Der Band geht auf eine Kooperation der Juristischen Fakultät der Universität Krakau mit der Juristischen Fakultät und dem MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam zurück.
Wojciech Burek / Katarzyna Sękowska-Kozłowska / Andreas Zimmermann (eds.), The Istanbul Convention in Action. Case Studies from Selected States Parties (Association of Human Rights Institutes Series, vol. 5), 2025
Dieses aktuelle Buch bewertet die Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – auch bekannt als Istanbul-Konvention – im Rahmen der laufenden Debatten über die Gleichstellung der Geschlechter und die Einhaltung von Menschenrechtsverträgen in Europa.
Die Fachautoren bezeichnen die Konvention zwar als „Goldstandard“ bei der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV), betonen jedoch auch die Rolle, die die wissenschaftliche Forschung beim Verständnis und bei der Lösung hartnäckiger Probleme bei der Umsetzung spielen kann. Anhand einer vergleichenden Analyse verschiedener Fallstudien beleuchten die Kapitel die Komplexität rund um die Ratifizierung, Umsetzung und die Auswirkungen des Übereinkommens. Das Buch behandelt zentrale Themen wie häusliche Gewalt, Femizid, Vergewaltigung und Zwangsheirat und veranschaulicht, wie das Übereinkommen in rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen integriert wurde.
Wojciech Burek, Jagiellonen-Universität Krakau/Krakow, war von 2021 bis 2023 als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt- Stiftung am MRZ tätig und richtete in dieser Zeit einen Workshop zum Thema “Implementation of the Istanbul Convention in Poland and Germany” in Posen/Poznan aus, der die Grundlage für den Band bildete.
Während der Buchvorstellung diskutierten Katarzyna Sękowska-Kozłowska, Johanna Niemi und Beate Rudolf über aktuelle Probleme und Herausforderungen, gingen aber auch auf positive Entwicklungen seit Inkrafttreten der Konvention ein.