BSc Patholinguistik: Informationen für Studierende

Studienablauf

Der Studiengang BSc Patholinguistik umfasst 7 Semester und hat einen Umfang von 210 Leistungspunkten.
Im 5. Semester findet ein Praktikumssemester in externen Einrichtungen statt.

Der Ablauf des Studiums wird durch die Studienordnunggeregelt. Diese enthält Informationen darüber, wie das Studium aufgebaut ist.

Das Studium unterteilt sich in insgesamt 21 thematische Module. In der Modulbeschreibungwerden die genauen Inhalte der Module erläutert. Außerdem gibt die Modulbeschreibung vor, welche Form von Lehrveranstaltung stattfindet (z.B. Vorlesung, Seminar, Praktikum), wie hoch der durchschnittliche Arbeitsaufwand ist (Anwesenheitszeit und Selbststudium) und welche Prüfungsform absolviert wird (z. B. Klausur, Hausarbeit, Referat).

In der Prüfungsordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge (BAMA-O) wird der Ablauf von Prüfungen geregelt.
Die für den BSc Patholinguistik relevante Prüfungsordnung kann hier eingesehen werden.

Insgesamt hat der Bachelorstudiengang Patholinguistik einen Umfang von 210 Leistungspunkten und umfasst die in der nachstehenden Übersicht dargestellten Inhalte.

 

Module mit Leistungspunkten (LP)

Basismodule   |   67 LP  |  LIN-BS-101 bis LIN-BS-109
• Sprachwissenschaft
• Störungsspezifische Kompetenzen (Erworbene und Entwicklungsbedingte Sprachstörungen, Redeflussstörungen, Sprech- und Schluckstörungen)
• Diagnostik und Therapie (Erworbene und Entwicklungsbedingte Sprachstörungen)

Vertiefungsmodule   |   44 LP  |  LIN-BS-201 bis LIN-BS-205
• Medizin
• Psychologie
• Pädagogik und Soziologie
• Sprachtherapeutische Forschungsmethoden

Praxismodule   |   36 LP  |  LIN-BS-301 und LIN-BS-302
• Handlungskompetenzen: Erworbene Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
• Handlungskompetenzen: Entwicklungsbedingte Sprach- und Redeflussstörungen

 Aufbaumodule   |  24 LP  |  LIN-BS-401 und LIN-BS-402
• Spezifische Themen: Erworbene Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
• Spezifische Themen: Entwicklungsbedingte Sprachstörungen

Berufsfeldspezifische Kompetenzen   |  30 LP  |  LIN-BS-500 bis LIN-BS-502
• Planungs- und Reflexionskompetenzen
• Therapiedidaktik / Therapeutenverhalten
• Konzeption, Dokumentation, Evaluation von Sprachtherapie
• Berufsrecht und Qualitätsmanagement

Bachelorarbeit  |  9 LP

Die detaillierte Beschreibung der Module findet sich im Modulkatalog.
Einen exemplarischen Studienverlaufsplan finden Sie in Anhang 2 der Studienordnung.

 

Praktische Ausbildung / Praktika

Die praktische Ausbildung beginnt im 1. und 2. Semester mit Hospitationen und wird im 3. und 4. Semester im sog. "Internen Praktikum" fortgesetzt. Hier behandeln Sie in kleinen Therapieteams unter Supervision einer erfahrenen Sprachtherapeutin ein Kind und einen erwachsenen Patienten.

Im 5. Semester wird (in der Regel) ein externes Praktikum in den Bereichen Erworbene Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen sowie Sprachentwicklungs- und Redeflussstörungen absolviert. Ausführliche Hinweise zum externen Praktikum finden Sie in der Praktikumsordnung und  erhalten Sie am Ende des 2. Semesters, zu Beginn des 3. Semesters sowie am Ende des 4. Semesters von der Praktikumsbeauftragten. Im Moodle Einführung BSc Patholinguistik finden Sie eine Übersicht mit möglichen Praktikumsstellen, alle benötigten Unterlagen sowie zahlreichen weiteren Informationen (u.a. zu Therapiepraktika im Ausland). Das Praktikum kann durch den Nachweis einer erfolgreich abgeschlossenen logopädischen Ausbildung oder dem Nachweis einer gleichwertigen praktischen Tätigkeit ersetzt werden; Informationen dazu finden Sie hier.
Für das externe Praktikum muss ab dem 16.03.2022  ein vollständiger Impfschutz gegen Covid-19 vorliegen. Hier finden Sie das entsprechende Informationsblatt des Deutschen Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie e.V.

Bei allen Fragen zur praktischen Ausbildung steht Ihnen die Praktikumsbeauftragte (Judith Heide, jheide@uni-potsdam.de) zur Verfügung.

 

Informationen und Kontakte

Zentrale Informationsquelle für Studierende des BSc Patholinguistik ist der MoodleEinführung BSc Patholinguistik.
Hier finden Sie u.a. Informationen zum Studieneinstieg, zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen, zum Externen Praktikum, Auslandsaufenthalten, Vesuchpersonenstunden, zur Bachelorarbeit und zum Studienabschluss. Das Passwort für den Moodle-Kurs erhalten Sie bei der Einführungsveranstaltung.
Außerdem fasst die Uni Potsdam unter Studium konkret zahlreiche Informationen zu allen Phasen Ihres Studiums zusammen. Dort finden Sie u.a. Informationen zum Studienstart, zur Studienorganisation, zur Prüfungsorgnisation und zum Studienabschluss.

Falls Sie Fragen haben, die der Moodle Einführung BSc Patholinguistik nicht beantwortet, können Sie sich an folgende Ansprechpartner*innen wenden:

Ansprechpartner*innen im Department Lingustik / BSc Patholinguistik
• Studiengangskoordination und Studienfachberatung - Dr. Nicole Stadie (nstadie@uni-potsdam.de)
• Prüfungsausschuss - Prof Dr. Manfred Stede (Vorsitz; PrAusschuss-Ling@uni-potsdam.de)
• Praktikumsbeauftragte - Judith Heide (jheide@uni-potsdam.de)
• Austauschkoordinatorin - Judith Heide (jheide@uni-potsdam.de)
• Bafög-Beauftragte - Prof. Dr. Isabell Wartenburger (isabell.wartenburger@uni-potsdam.de)
Fachschaftsrat Linguistik
Weitere Kontakte am Department Linguistik

Zentrale Einrichtungen an der Universität Potsdam
Zentrale Studienberatung
Studierendensekretariat
Prüfungsamt
International Office
Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen (Zessko)
Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement (ZIM)
Service für Familien
Psychologische Beratung
Beratung bei Behinderung und chronischer Erkrankung
PULS-Service
PUCK-Servicestelle
Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)
Studentenwerk Potsdam

 

Auslandsaufenthalte

Die Universität Potsdam und der Studiengang Patholinguistik unterstützen Auslandsaufenthalte während des Studiums ausdrücklich. Sie können im Ausland studieren oder auch ein Praktikum absolvieren. Da ausreichende fachliche Grundkenntnisse erforderlich sind, ist ein Auslandsaufenthalt ab dem 3. Semester möglich. Wir empfehlen den Auslandsaufenthalt für das 5. und/oder 6. Semester.  Wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen (d.h. nutzbringenden und genussreichen) Auslandsaufenthalt ist eine sorgfältige Vorbereitung. Diese hängt weitgehend von Ihrer Eigeninitiative ab. Die Zeit für die gesamte Vorbereitung (bis zum Beginn des Auslandsaufenthaltes) sollten Sie auf ca. 12 Monate ansetzen.
Auslandsaufenthalte sind auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen möglich; Infos dazu finden Sie hier. Auch können Kinder mit ins Ausland genommen werden; bitte wenden Sie sich bei Fragen dazu an erasmus-outgoing@uni-potsdam.de.

Wo Sie Ihren Aufenthalt verbringen, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Primär sollten Sie eine Hochschule bzw. eine Einrichtung wählen, die ein passendes Studien- oder Praktikums-Angebot bietet. Weitere Faktoren sind die Art der Finanzierung und die Landessprache. Hilfreich für die Entscheidung ist auch die Überlegung, warum Sie ins Ausland gehen möchten. Ausführliche Hinweise zu diesen grundsätzlichen Vorüberlegungen finden Sie hier.
Nutzen Sie für die Planung und Vorbereitung unbedingt die Angebote des International Office(IO). Aktuelles und Termine für Informationsveranstaltungen finden Sie hier. In den Stories of Exchange berichten Potsdamer Studierende über ihre Auslandserfahrungen. Bitte abonnieren Sie die Mailing-Liste des IO, die Sie über Neuigkeiten zu Auslandsaufenthalten informiert. Über vorbereitende Sprachkurse können Sie sich beim ZESSKO informieren.

Auslandsstudium
Um im Ausland zu studieren, gibt die drei folgenden Möglichkeiten:
Aufenthalte im europäischen Ausland mit ERASMUS+-Förderung
Aufenthalt im europäischen oder außereuropäischen Ausland im Rahmen einer Hochschulpartnerschaft der Universität Potsdam
Individualbewerbungen weltweit

Aufenthalt im europäischen Ausland mit ERASMUS+-Förderung
Wenn Sie einen Aufenthalt an einer anderen europäischen Hochschule planen, bietet es sich an, die ERASMUS+-Förderung zu nutzen. Als ERASMUS+-Stipendiat*in werden Ihnen die Studiengebühren im Gastland erlassen. Außerdem erhalten Sie einen Mobilitätszuschuss, dessen Höhe sich u.a. an den Lebenshaltungskosten im Gastland orientiert. Bitte informieren Sie sich zum grundsätzlichen Ablauf und zu den aktuellen Fördersätzen auf den Seiten des International Office. Der Studiengang Patholinguistik unterhält zurzeit Partnerschaften mit folgenden Universitäten:

LandStadt/UniversitätAnzahl der AustauschplätzeVorlesungszeiten*
BelgienUniversiteit Gent1 (für 1 Semester)Winter: September – Januar
Sommer: Februar - Juli
FinnlandUniversity of Eastern Finland, Joensuu10 (für 1-2 Semester)Winter: September – Dezember
Sommer: Januar – Mai
Finnland 
(schwedisch-sprachig)
Åbo Akademi University, Turku2 (für 1-2 Semester)Winter: September – Dezember
Sommer: Januar – Mai
FrankreichUniversité Francois Rebelais, Tours1 (für 1 Semester)Winter: September – Dezember
Sommer: Januar – Mai
GroßbritannienUniversity of Newcastle upon Tyne

2 (für 1 Semester)
nur noch bis Mai 2023;
derzeit keine Bewerbung möglich

Winter: September – Januar
Sommer: Januar – Mai
ItalienUniversità degli studi di Milano-Bicocca, Mailand1 (für 1 Semester)Winter: Oktober – Januar
Sommer: März – Juni
NiederlandeRijksuniversiteit Groningen10 (für 1 Semester)Winter: September – Februar
Sommer: Februar – Juli
ÖsterreichUniversität Wien2 (für 1 Semester)Winter: Oktober – Januar
Sommer: März – Juni
SchweizHfH Zürich2 (für 1 Semester)Frühling: Februar - Mai
Herbst: September - Dezember
TürkeiAnadolu Üniversitesi, Eskişehir2 (für 1 Semester)Winter: September – Januar
Sommer: Februar – Juni
TürkeiIstanbul Medipol University2 (für 1-2 Semester)Winter: September – Januar
Sommer: Februar – Juni

*Ungefähre Angabe. Die genauen Vorlesungszeiten für das jeweilige Semester recherchieren Sie bitte auf der Homepage der jeweiligen Universität. 

Wenn Sie in einem anderen Land oder an einer anderen Universität studieren möchten, ist dies eventuell über die sog. Restplatz-Börse oder mit einer fachfremden Bewerbung möglich. Informationen dazu finden Sie in den FAQ des International Office. Eine Übersicht über sämtliche ERASMUS+-Partnerhochschulen der Universität Potsdam finden Sie hier.

Die Bewerbung für ein Erasmus+-Stipendium erfolgt ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal des International Office.
Bewerbungsschluss für das jeweils kommende akademische Jahr (Winter- und Sommersemester) ist der 31. Januar. Achtung: Es gibt nur eine Bewerbungsrunde für beide Semester! Das heißt: Bewerbungsschluss für das WiSe 2023/24 und für das SoSe 2024 ist der 31.01.2023.

Im Online-Bewerbungsportal des International Office werden Sie u.a. aufgefordert, die folgenden Unterlagen einzureichen:
1. Tabellarischer Lebenslauf
2. Leistungsübersicht (PULS-Auszug)
3. Begründung der Bewerbung/ Motivationsschreiben (ca. 1 Seite, in deutscher oder englischer Sprache)
4. Nachweis über Sprachkenntnisse in Englisch (z.B. duch das Abiturzeugnis) und ggf. in der Landes-/Unterrichtssprache

Bis Ende Februar werden Sie informiert, ob Ihre Bewerbung erfolgreich war. Wenn Sie eine positive Rückmeldung erhalten haben und Sie das Stipendium verbindlich akzeptieren, werden Sie vom International Office an der Partneruniversität nominiert und über die Nominierung informiert. Daraufhin müssen Sie sich bei der Partneruniversität bewerben; Informationen dazu erhalten Sie in der Regel auf den Internetseiten der Partnerhochschule. Von der Partneruniversität erhalten Sie auch weitere Informationen zur Wohnungssuche, über evtl. einzureichende Unterlagen, etc..
Ihre Kurswahl treffen Sie rechtzeitig vor dem Auslandsaufenthalt mit dem Studienabkommen (Learning AgreementBEFORE mobility).  Sollte es später vor Ort zu Änderungen der im Learning Agreement festgehaltenen Kurse kommen, zeigen Sie diese mit dem Learning Agreement DURING the mobility an. Ab 2021 nutzt die Uni Potsdam das Online Learning Agreement (OLA). Einen Leitfaden zur Erstellung des OLA finden Sie hier.

Den Ablaufplan einer Erasmus+-Bewerbung und alle zu erledigenden Schritte können Sie hier einsehen.

Aufenthalt im europäischen oder außereuropäischen Ausland im Rahmen einer Hochschulpartnerschaft der Universität Potsdam
An den Partnerhochschulen der Universität Potsdam stehen jährlich einige Studienplätze mit Erlass der Studiengebühren zur Verfügung. Da sich in der Regel mehrere Bewerber für die Plätze interessieren, entscheidet ein Auswahlgremium über die Nominierung der Kandidaten unserer Universität. Die Gasthochschulen treffen jedoch die endgültige Entscheidung über die Zulassung der von der Uni Potsdam platzierten Studierenden.
Das  Angebot steht grundsätzlich Studierenden aller Fachrichtungen zur Verfügung. Die Bewerbung ist aber frühestens am Ende des ersten Studienjahres möglich; die Leistungsnachweise für das erste Studienjahr müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung vorliegen. Gute akademische Leistungen, gute Sprachkenntnisse und klare Vorstellungen über das Studienvorhaben im Ausland erhöhen Ihre Chancen, nominiert zu werden.
Alle weiteren Informationen, einschließlich Bewerbungsfristen, erhalten Sie auf den Webseiten des International Office.

Individualbewerbungen weltweit
Bei einer individuellen Bewerbung planen und organisieren Sie selbstständig den gesamten Auslandstudienaufenthalt. Dafür sollten Sie genügend Zeit einplanen, möglichst ein ganzes Jahr, damit Sie neben Ihrem hiesigen Studium alles in Ruhe erledigen können. Sie sind frei in der Wahl der Universität. Bei den von Ihnen gewählten Universitäten müssen Sie sich selbst nach den Zulassungsbedingungen erkundigen und diese durch die Vorlage aller verlangten Unterlagen zu den vorgeschriebenen Terminen erfüllen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Praktikum im Ausland
Allgemeine Informationen zu Auslandspraktika finden Sie auf der Website des International Office.
Auch Therapiepraktika im Ausland sind möglich: Ein Praktikum im Ausland wird anerkannt, wenn der Supervisor ein nach Landesrecht anerkannter Sprachtherapeut ist. Die Praktikumsdokumentation muss den Vorgaben der Praktikumsordnung entsprechen. Sofern die Praktikumsdokumentation nicht auf Deutsch oder Englisch erfolgt, muss eine beglaubigte Übersetzung angefertigt werden.

Und nach dem BSc Patholinguistik?

Nach dem berufsqualifizierenden Bachelor-Abschluss im Fach Patholinguistik können Sie direkt in den sprachtherapeutischen Beruf einsteigen oder Ihr Studium in einem Masterstudiengang fortsetzen.

Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung des BSc Patholinguistik stehen für ein Masterstudium vielfältige Möglichkeiten offen, z.B. in den Bereichen Gesundheitsmanagement, (Inklusions-)pädagogik und Kognitionswissenschaften.
An der Universität Potsdam haben Sie die Möglichkeit, in dem internationalen Masterstudiengang IECL - International M.Sc./ Ph.D. Programme for Experimental and Clinical Linguistics Ihr Wissen in der sprachtherapeutischen Forschung und Evidenzbasierung bei Sprach- , Sprech- und Schluckstörungen zu vertiefen und in die Arbeit der zahlreichen Forschungslabore am Department Linguistik einzusteigen. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, im IECL sowie im ebenfalls international ausgerichteten Promototionsstudiengang IDEALAB - International Doctorate for Experimental Approaches to Language And Brain zu promovieren.