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Erasmus+ Erfahrungsbericht

Man sollte natürlich früh beginnen, sich um die Organisation des Auslandaufenthalts zu kümmern, so wie die damit einhergehenden Dokumente. Aber macht euch nicht verrückt damit, gerade wenn es nach Italien geht.Die Kurswahl bspw. ist wesentlich unübersichtlicher als in Potsdam, sodass das Learning Agreement Before the Mobility lediglich als grobe Richtung genutzt und gesehen werden kann/sollte.Versucht jedoch, jede Infoveranstaltung, die euer ERASMUS-Semester betrifft, zu besuchen, da es immer ein paar neue, nützliche Informationen gibt.

 

 


Studienfach: Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 02/2018

Gastuniversität: Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia

Gastland: Italien

Studium an der Gastuniversität

Eines vorweg: Ihr werdet an der Uni vermutlich weniger lernen als in Potsdam. Als ERASMUS Student liegt euer Fokus vermutlich per se nicht ausschließlich auf dem Studieren, es geht häufig mehr um die Erfahrung, das Land und die Leute. Außerdem habt ihr in vielen Fällen nicht allzu viel Auswahl, was eure Kurswahl angeht. Speziell wenn ihr, wie ich, nicht ausreichend Italienisch sprecht, um den Veranstaltungen folgen zu können. Dann müsst ihr nämlich auf die englischen (meist Masterkurse) zugreifen, welche sich auf ein Minimum beschränken. Allerdings werdet ihr als ERASMUS-Student von den meisten Professoren gut unterstützt, falls ihr bei etwas nicht weiterkommt. Grundsätzlich ist es immer sinnvoller, wenn ihr direkt mit der entsprechenden Person sprecht, anstatt E-Mails zu senden. Dadurch ist es in Italien auch so, dass ihr für vieles noch eine Chance habt, auch wenn ihr z.B. die Deadline verpasst habt, indem ihr einfach mit der zuständigen Person sprecht.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Ich kann euch nur wärmstens empfehlen, euch bei dem sogenannten Erasmus Student Network (ESN) anzumelden. Am besten bereits schon in Potsdam. Das kostet euch einmalig 10 € und dafür werdet ihr direkt informiert, wenn das ESN Modena (http://www.esnmodena.it/) Veranstaltungen plant und könnt an diesen teilnehmen. Die ersten zwei Wochen eines jeden Semesters findet so täglich etwas statt (Städtereisen, Pub Crawls, Bier Pong Turniere, etc.), um die anderen ERASMUS-Studenten sowie auch die Stadt Modena kennenzulernen. Auch die nachfolgenden Wochen sind mit Veranstaltungen und Städtereisen gespickt.
Der Kontakt zu Einheimischen fällt da bereits etwas schwerer, da Gruppen sich bereits über Semester hinweg gebildet haben und die Italiener vergleichsweise schlechtes Englisch sprechen. Jedoch sind sie immer offen und hilfsbereit, wenn man Schwierigkeiten hat.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Vor meinem Auslandsaufenthalt hatte ich einen kurzen Italienischkurs bei einem Privatlehrer absolviert, um zumindest die Grundlagen zu beherrschen. Es ist zwar möglich, den Alltag mit nur geringen Italienischkenntnissen zu bestehen (so wie ich), allerdings kann ich keinem empfehlen, alleine nach Modena zu gehen, ohne auch nur Grundkenntnisse in Italienisch zu besitzen. Im Alltag stößt man mit ausschließlich Englisch sehr schnell an kommunikative Grenzen.
Während meines Auslandsaufenthalts hat sich mein theoretisches Italienisch kaum verändert bzw. sogar verschlechtert. Allerdings lebt eine Sprache von der Praxis, wodurch sich diese durchaus gebessert hat. Es ist nun mal doch etwas anderes, ob man mit seinem Italienischlehrer spricht oder in einer realen Situation Italienisch sprechen muss.

Wohn- und Lebenssituation

Mit den Unterkünften ist es etwas schwieriger. Im Juli begann für mich die Möglichkeit, Wohnungen über die Universität zu finden. Die Uni hat neben den Studentenwohnheimen auch einige „normale“ Wohnungen, die sie vermietet. Dort gibt es ab dem Starttermin regelmäßig neue Inserate. Die meisten ERASMUS Studenten, die ich kennengelernt habe, haben darüber eine Unterkunft gefunden. Wartet man jedoch noch etwas länger, erhält man eine E-Mail, dass man nun auch die Studentenwohnheime buchen kann. Dort ist es allerdings nicht so ganz sicher, ob man das Zimmer in dem Wohnheim bekommt, was man sich wünscht. In den Studentenwohnheimen kommt man jedoch schneller in Kontakt mit Einheimischen.
Einige werden sich vielleicht fragen, ob eine Unterkunft in Reggio Emilia in Frage kommt. Hiervon muss ich jedoch abraten (solange ihr nicht in Reggio Emilia studiert). In Reggio Emilia ist sehr wenig los, die meisten wohnen in Modena. Sämtliche Partys o. Ä. finden in Modena statt, wodurch man häufig mit der Bahn fahren müsste. Diese fährt allerdings nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit und selbst dann gerne mit Verspätung. Ich habe meist nur Beschwerden über Reggio Emilia als Wohnort für ERASMUS Studenten gehört.
Sollte man etwas weiter weg vom Stadtzentrum/seiner Fakultät wohnen, sind die Busse durchaus eine Option. Diese kommen sehr häufig und fahren überall in Modena. Als ERASMUS Student kann man sich auch Monatskarten (26 €/Monat) für diese kaufen (während alle anderen nur Jahresabos abschließen können). Dafür muss man sich in die „Biglietteria Seta Autostazione“ begeben und einen Antrag (auf Italienisch) ausfüllen. Danach wird die Monatskarte sofort auf der Universitätskarte aktiv. Man sollte jedoch wissen, dass die Busse bis spätestens 10 Uhr abends fahren und im Winter gerne hin und wieder streiken. Ein Fahrrad ist nur zu empfehlen!
Diese bekommt man in einem der vielen Fahrradläden gebraucht ab 40 €. In das dazugehörige Schloss sollte man jedoch genauso viel investieren und immer aufpassen, wo und wann man es anschließt, da in Modena häufig Fahrräder geklaut werden.

Ratschläge

Abschließend kann ich jedem nur den Tipp mitgeben, die geographische Lage Modenas auszunutzen. Dadurch, dass Modena ziemlich zentral in Norditalien liegt, lassen sich viele Städte in kurzer Zeit mit dem Zug erreichen. Die Züge sind auch bei weitem nicht so teuer wie in Deutschland, sodass viele Städte für 10€ - 30€ erreichbar sind. Besucht auch unbedingt die kleineren, unbekannteren Städte! Diese fand ich in vielen Fällen sogar noch wesentlich schöner als die teils sehr großen Touristenstädte. Meine Favoriten kleiner (kleinerer) Städte waren: die Cinque Terre (speziell Riomaggiore), Bergamo, Verona und Siena.

Studienfach: Betriebswirtschaftslehre

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 02/2018

Gastuniversität: Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia

Gastland: Italien


Italien

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