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Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft

Das Fach

Der forschungsorientierte Masterstudiengang Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft, der ab dem WS 2007/08 angeboten wird, ist in Deutschland einzigartig. Er versetzt das, was man früher die „Schwesterkünste“ nannte – Literatur und bildende Kunst – programmatisch in einen produktiven Dialog und entwickelt daraus Fragestellungen, die an der Schnittstelle zwischen den Künsten bzw. quer zu den beiden Einzeldisziplinen Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte liegen. Grundlage ist die enge Kooperation, ja Verzahnung der beiden Fächer.
Die Comparative Arts gehören seit jeher zu den Arbeitsfeldern der AVL. In dem neuen Studiengang emanzipiert sich diese partikulare, vornehmlich aus der Sicht der Literaturwissenschaft betriebene Fragestellung zu einem eigenständigen Fach, das beide disziplinäre Perspektiven konsequent zusammenführt und damit auch die Kunstgeschichte zu einer komparatistischen Disziplin erklärt (was sie implizit ohnehin ist).

Studieninhalte

Einerseits wird systematisch – mit dem Ziel der Theoriebildung – auf die medialen Differenzen und Ähnlichkeiten fokussiert (Bildtheorie, Texttheorie). Andererseits werden historisch vergleichend Epochen und Strömungen europäischer Kunst und Literatur, Prozesse von Rezeption und Wirkung, Motivgleichheiten oder konkrete Bild-Text-Relationen thematisiert.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkte zählen: Strategien und Poetiken der Visualisierung, Erzählen in Texten und Bildern, die Konstitution spezifisch literarischer und bildlicher Räume, die Konstitution und Zirkulation von Wissen, Repräsentationen von Körper und Geschlecht.
Neben dem Dialog zwischen Literatur und bildender Kunst werden im Sinne der AVL auch die westeuropäischen Literaturen seit der Renaissance in ihren unterschiedlichen Bezügen untereinander ins Auge gefaßt, ebenso wie die Bezüge der Bildkünste und Architektur seit dem Mittelalter. Die Kontextualisierung mit weiteren kulturellen Praktiken und Diskursen bildet die Rahmenbedingung der Arbeit.

Stellung an der Universität Potsdam

Der Studiengang steht in engem Zusammenhang mit einem der wichtigsten Profilbereiche der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam, „Visualisierung“, der am Institut für Künste und Medien institutionell verankert ist.

Voraussetzungen

Der Masterstudiengang Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft baut auf dem im Institut für Künste und Medien durchgeführten BA-Studiengang Kulturwissenschaft auf. Bewerben kann sich aber auch, wer das Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Kunstgeschichte, einer Philologie oder eines vergleichbaren Faches abgeschlossen hat.