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26.10.2016: Die Rosenburg – Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Vergangenheit

Prof. Dr. Manfred Görtemaker (Potsdam)

Forschungskolloquium zur Neueren und Neuesten Geschichte
Mittwoch, 12:00–14:00 Uhr
Am Neuen Palais, Haus 12, 0.14

Während der Nazi-Diktatur war die Justiz Teil des staatlichen Unterdrückungs- und Vernichtungsapparats. Dass nach 1945 viele belastete Juristen ihre Tätigkeit in der jungen Bundesrepublik unbehelligt fortsetzen konnten, ist bekannt. Noch nicht erforscht war bisher die Situation im Bundesjustizministerium.

Wie viele NS-belastete Juristen wirkten auf der „Rosenburg“, der Villa in Bonn-Kessenich, die bis 1973 Sitz des Ministeriums war? Welchen Einfluss hatten sie auf Gesetzgebung und Rechtsprechung der jungen Demokratie? Und welche Konsequenzen hatte ihre Tätigkeit für den Umgang der Bundesrepublik mit den Opfern der Nazi-Diktatur und für die Strafverfolgung der Täter?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat das Bundesjustizministerium 2012 eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission eingesetzt und ihr erstmals Zugang zu allen Akten eröffnet – auch zu den wichtigen Personalakten. Vier Jahre lang haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Leitung des Historikers Manfred Görtemaker und des Juristen Christoph Safferling intensiv geforscht. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

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