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Die starren Kontinentalplatten auf unserer Erde bewegen sich sehr langsam auf dem zähen Inneren (dem Erdmantel) des Planeten. Man nennt diese Bewegung Plattentektonik (siehe „Was bedeutet Plattentektonik?“). Dort, wo die Platten aneinandergrenzen, bewegen sie sich aufeinander zu, voneinander weg oder aneinander vorbei, wobei große Spannungen entstehen. Wenn die Erdkruste diesen Spannungen nicht mehr standhalten kann, kommt es zu einem gewaltigen Ruck, um diese zu entladen. Das ganze passiert tief im Innern der Erde. Die Kraft breitet sich jedoch in Sekundenschnelle in Form von Wellen aus (wie die Wellen in einem Teich, wenn wir einen Stein hinein werfen) und die Wellen erreichen dann die Erdoberfläche oder den Meeresboden. So nehmen wir dann das Beben wahr.Deutschland liegt mitten auf einer dieser Platten – der Eurasischen Kontinentalplatte. Wir sind also von den Plattengrenzen, an denen sich die meisten und größten Beben ereignen, ziemlich weit weg. Aber trotzdem gibt es auch bei uns Erdbeben. Wenn der Druck an den Plattenrändern zu stark wird, kann sich dieser auch an Schwachstellen innerhalb der Platten entladen. Alte Plattenränder, die bereits in das Innere der Platte gewandert sind, oder tiefe Risse in der Platte (Gräben) sind solche Schwachstellen. Weil wir so etwas auch in Deutschland haben, kommt es auch bei uns immer wieder zu (meist kleineren) Beben; der Oberrheingraben in Süddeutschland ist ein solcher Graben. Im Süden wandert die Afrikanische Platte langsam gegen die Eurasische. Dadurch sind auch die Alpen entstanden. Und noch heute heben sich die süddeutschen Regionen um einige Millimeter im Jahr.

Also ja, es kann bei uns Erdbeben geben und es gibt sie auch. Mehrere hundert Beben werden jährlich gemessen (sie sind also so schwach, dass wie sie oft gar nicht merken), aber wir haben das Glück, dass sie nur selten zu Zerstörungen und Verletzungen führen. Nur ganz selten gibt es bei uns auch starke Beben, bei denen Häuser zerstört werden. In Norddeutschland gibt es kaum Beben. Die meisten konzentrieren sich auf das Oberrheintal, die Niederrheinische Bucht, die Schwäbische Alb und das Vogtland. Auf der Karte sieht man gut die gefährdeten Bereiche (rot und orange) und die weniger gefährdeten (grün).