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Absolventin der Uni Potsdam wird erste jüdische Kantorin in Niedersachsen - Das Abraham Geiger Kolleg feiert die Amtseinführung von Kantorin Svetlana Kundish

Svetlana Kundish mit einer Tora-Rolle in der Braunschweiger Synagoge. Foto: AGK / Tobias Barniske

Svetlana Kundish mit einer Tora-Rolle in der Braunschweiger Synagoge. Foto: AGK / Tobias Barniske

Das Potsdamer Abraham Geiger Kolleg, An-Institut der Universität Potsdam, feiert am 14. Juni in der Synagoge Pestalozzistraße der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ein ganz besonderes Ereignis: Erstmals findet dort die Investitur einer Kantorin statt. Svetlana Kundish, die an diesem Tag in ihr Amt eingeführt wird, wirkt künftig als Kantorin der Jüdischen Gemeinde Braunschweig. Sie ist damit die erste Frau in diesem Amt in Niedersachsen.

Wir erwarten zu diesem Anlass zahlreiche Ehrengäste aus dem In- und Ausland und freuen uns, den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer (Köln), die Vorsitzende der European Union for Progressive Judaism, Sonja Güntner (London), und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, als Festredner begrüßen zu dürfen. Staatssekretärin Dr. Ulrike Gutheil überbringt die guten Wünsche des Landes Brandenburg, Staatssekretär Gerry Woop die des Landes Berlin.

Svetlana Kundish wurde 1982 in der Ukraine geboren. Zusammen mit ihrer Familie übersiedelte sie 1995 nach Israel. Sie studierte Gesang und Klavier und später Musikwissenschaft in Tel Aviv, setzte ihre Gesangsausbildung in Wien fort und hat nun ihre Ausbildung im Kantorenprogramm des Abraham Geiger Kollegs absolviert und ihren Bachelorabschluss in Jüdischer Theologie an der Universität Potsdam gemacht. Svetlana Kundish ist im Rahmen von Solokonzerten bereits in vielen europäischen Ländern mit klassischem Repertoire und jüdischen Liedern aufgetreten. 

„Für mich schließt sich ein Kreis“, sagt Svetlana Kundish. „So wie einst mein Urgroßvater stehe heute auch ich vor dem Tora-Schrein von Synagogen und leite Gottesdienste. Und so wie meine Großeltern singe ich jiddische Lieder.“

14. Juni 2018, 17 Uhr, Synagoge Pestalozzistraße der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Pestalozzistraße 14, 10625 Berlin

Text: Hartmut Bomhoff
Online gestellt: Alina Grünky
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de