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Workshop: E-Assessment ohne Hürden

Individuelle Vorhaben erfolgreich begleiten und den Umgang mit Heterogenität stärken

Im Rahmen der GMW/delfi 2019 findet der Workshop: "E-Assessment ohne Hürden" statt. Einreichungen werden ab sofort  bis zum engegengenommen. 

Zusammenfassung: 

In einem zweiteiligen, methodisch und praxisorientierten Workshop werden sowohl Fragen rund um Heterogenität und Personalisierung, als auch etablierte Vorgehensmodelle zu Beratungs- und Weiterbildungsprozessen hinsichtlich der Erstellung und Durchführung von diagnostischen, formativen und summativen E-Assessments thematisiert.

Im ersten Teil des Workshops werden an Hand von ausgewählten Praxisbeispielen Möglichkeiten und Grenzen (didaktisch und technischer Natur) aufgezeigt, wie unterschiedliche Nutzendengruppen mit Hilfe von E-Assessments inkludiert werden können.

Im zweiten Teil liegt der Fokus auf etablierten Vorgehensmodellen zur Abbildung von Beratungs- und Weiterbildungsprozessen. Dabei werden Gelingensbedingungen für eine breite Palette an Fällen herausgearbeitet – von vollständig zentral-unterstützten E-Assessmentformen bis hin zur Durchführung in Eigenregie. 

Abb. 1 (links): Vorgehensmodell für zentral organisierte summative Prüfungen an der Universität Bremen, Abb. 2 (rechts): Vorgehensmodell für summative Prüfungen an der Universität Potsdam unter vollständiger Einbeziehung der Lehrenden in allen Einzelschritten

Weitere Vorgehensmodelle[3], die ebenfalls summative Prüfungen betrachten, finden sich an vielfältigen Stellen und in unterschiedlichen Abwandlungen an Medien-, Rechen-, Hochschuldidaktik- oder auch dedizierten Prüfungszentren. Sofern sich die Modelle in den Einzelschritten voneinander unterscheiden, ist dies meist in unterschiedlichen technischen und organisatorischen Parametern begründet.

Die Erstellung formativer und diagnostischer Assessments erfordert hingegen eine Vielzahl weiterer Einzelschritte, da beispielsweise für Online-Self-Assessments i.d.R. auch umfangreiche Inhaltselemente wie Videos, Mini-Games, Simulationen oder auch klassische psychologische Tests erstellt werden müssen. Eine weitere Unterscheidung liegt in der Verantwortlichkeit der jeweiligen Einzelschritte. So können sich Vorgehensmodelle, die ausschließlich zentral gemanagte Szenarien abbilden, stark von Modellen unterscheiden, in denen die Konzeption und Umsetzung allein bei den Lehrenden bzw. Lehrstühlen liegt. In diesen Fällen sind u.U. in erheblichem Maße Know-How dezentral aufzubauen und deren Fortbestehen beim Weggang von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Hilfskräften zu sichern. 

4. Ziele und Ablauf des Workshops

Das Ziel dieses Workshops ist es vor diesem Hintergrund zunächst im ersten methodisch fokussierten Teil verschiedene Formen von Assessments vorzustellen, welche explizit die Heterogenität adressieren. Entlang kurzer Präsentationen (bis zu 6) sollen unterschiedliche Realisierungen bezüglich möglicher Schwerpunkte, wie u. a. Binnendifferenzierung, Inklusion, Personalisierung, Individualisierung vorgestellt und diskutiert werden. Im zweiten praxisorientierten Teil soll ein Überblick über verschiedene Vorgehensmodelle und Good-Practice-Beispiele an deutschen Hochschulen geben werden, um daraus Empfehlungen für die zukünftige Beratungs- und Weiterbildungspraxis abzuleiten. In einem Panel werden zunächst die Prozessmodelle und Beispiele verschiedener Hochschulen als Vignetten vorgestellt und resümiert.

Beispiele aus der Universität Potsdam, in der eine Mischform aus dezentraler und zentraler Beratung von E-Assessment-Projekten (diagnostisch, formativ, summativ) praktiziert wird, machen dabei den Anfang. Weitere Beiträge mit Beispielen aus anderen Hochschulen (u. a. mit zentralisierten Beratungsansätzen) werden von den Organisatoren des Workshops angefragt. In der anschließenden Diskussion werden die vorgestellten Modelle und Erfahrungen mit allen Teilnehmenden diskutiert und Desiderate für zukünftige Verbesserungen benannt.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Beispiele für Beratungs- und Weiterbildungsprozesse an ihren Hochschulen mitzubringen und ggf. vorzustellen. Der Workshop richtet sich an alle Interessierte der Hochschuleinrichtungen und der technischen und mediendidaktischen Fach-Community. Explizit angesprochen wird die Landesinitiative NRW, die E-Assessment AG Berlin-Brandenburg und das E-Learning Netzwerk Brandenburg (eBB).

 Literatur

 Keller, A. M., Kirberg, S. (2017). Der Weg in die Hochschule – Prozesse zur Etablierung hochschulweiter E-Prüfungen. E-Prüfungssymposium: Neue Prüfungsformen im Zeitalter der Digitalisierung, Bremen. (S. 34–35). Online verfügbar:  e-pruefungs-symposium.de/wp-content/uploads/2017/09/Broschuere_ePS2017.pdf

[1] Als ein Beispiel sei der diagnostische Eingangstest vom OMB+ genannt. Online unter: www.ombplus.de/ombplus/public/index.html

[2] http://www.eassessment.uni-bremen.de/ablauf.php

[3] https://ep.elan-ev.de/wiki/E-Klausur