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Tagung: "Lehrkräfte mit ausländischer Qualifikation ins Lehrer*innen Zimmer - Perspektiven, Entwicklungen und Handlungsbedarfe"

Quelle: Stephanie von Steinsdorff

Tagung | 12. & 13. März 2020 | Universität Potsdam

INHALTE UND FRAGESTELLUNGEN

Im Rahmen der Flucht- und Migrationsbewegungen in jüngster Zeit sind auch viele berufserfahrene Lehrkräfte nach Deutschland gekommen. Viele von ihnen hoffen darauf, hier ihren erlernten und praktizierten Beruf an einer Schule wiederaufnehmen zu können.

Doch diese Hoffnung lässt sich derzeit in Deutschland oft nicht erfüllen, denn der Zugang zum Lehrerberuf ist durch eine restriktive Anerkennungspraxis generell schwierig, hinzukommt, dass es an spezifischen Beratungs- und Qualifikationsmöglichkeiten für Lehrkräfte mit einer im Ausland erworbenen Qualifikation mangelt. So fehlen etwa auf pädagogische Berufe zugeschnittene Deutschkurse sowie systematische und passgenaue Angebote zum Ausgleich von individuell noch fehlenden Qualifikationselementen.

Dise Situation macht es geflüchteten Lehrkräften  wie auch allen anderen migrierten Lehrkräften mit einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation  schwer, in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten. Gleichzeitig ist zu verzeichnen, dass sich in den letzten Jahren einiges   getan  hat:

  •  Wie gelingt es, den zugewanderten und in den verschiedenen Programmen weiterqualifizierten Lehrkräften zu einem Einstieg in den Schuldienst und damit zu mehr  Teilhabe in der deutschen Gesellschaft zu verhelfen?
  • Wie gestaltet sich die Arbeit für die neu zugewanderten Lehrkräfte an der Schule? Werden sie von ihren Kolleg*innen, den Schüler*innen  und  Eltern akzeptiert? Welchen weiteren Fortbildungs- und Unterstützungsbedarf haben sie?
  • Wie können Qualifizierungsprogramme für migrierte Lehrkräfte in die regulären Strukturen der Lehrer*innen-Bildung verankert werden? Welche konzeptionellen und inhaltlichen Anforderungen gibt es an solche Programme? Welche Unterstützung und welche Fortbildung brauchen die Schulleitungen und Lehrerkollegien an Schulen, an denen neu zugewanderte Lehrkräfte ihre Weiterqualifizierung absolvieren?

Nicht nur die Lehrer*innen-Bildung ist herausgefordert, sich auf die neue Zielgruppe der migrierten Lehrkräfte noch besser einzustellen.Auch die Schulen müssen ihre bisherige Arbeit prüfen und Konzepte für eine gute Einbindung der neu zugewanderten Schüler*innen und ihrer Eltern entwickeln. Dabei sind neben den pädagogischen Kompetenzen der Lehrkräfte auch die sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen der Schule ein Schlüssel bei der Bewältigung dieser Aufgaben, möchte die Schule die Entwicklung zu einer inklusiven Migrationsgesellschaft unterstützen, die auf ein gleichberechtigtes gesellschaftliches Miteinander ausgerichtet ist. Doch sind die angehenden und berufsausübenden Lehrer*innen hinreichend darauf vorbereitet, mit einer durch Migration bedingten sprachlichen und soziokulturellen Pluralität umzugehen?

 

Adressat*innen

Die Tagung richtet sich an Akteur*innen aus den Bereichen Schulpraxis, Lehrer*innen-Bildung, Bildungspolitik, Wissenschaft und Bildungsadministration sowie weiteren für die beruflichen Wege von migrierten Lehrkräften wichtigen Arbeitsfeldern. Lehrer*innen mit ausländischer Berufsqualifikation und/oder Migrationsgeschichte sind ebenfalls eingeladen.

 Erste modellhafte Qualifizierungsprogramme für geflüchtete Lehrer*innen sind an vielen universitären Standorten in Deutschland entstanden und unter- stützen diese Zielgruppe beim Wiedereinstieg in den Beruf. Doch auf viele hiermit verbundene Fragen gibt es noch keine hinreichenden Antworten:

 

Veranstalterinnen

Die Tagung veranstaltet das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) in Kooperation mit der Professur für Empirische Unterrichts- und Interventionsforschung.

Initiatorinnen / Organisatorinnen sind: Dr. Anna Aleksandra Wojciechowicz, Prof. Dr. Miriam Vock, Diana Gonzalez Olivo, Stephanie von Steinsdorff und Ina Krägermann.

 

                                           Die Tagung wird gefördert durch eine Spende der Robert-Bosch-Stiftung.

 

Hier geht es zum Tagunsprogramm