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"Das System der Lehrer/innen-Bildung in Syrien"

Eine Arbeitstagung am 16.05.2019

Zielstellung

Wie wird man Lehrer/in in Syrien? Setzt sich die Ausbildung angehender Lehrer/innen -wie in Deutschland- aus fachwissenschaftlichen, -didaktischen, erziehungswissenschaftlichen und schulpraktischen Anteilen zusammen? Gibt es in der Lehrer/innen-Ausbildung und -Fortbildung Unterschiede zwischen Grundschullehramt und dem Lehramt für Sekundarstufen? Diese Fragen standen im Zentrum eines vom Projektteam Refugee Teachers Program organisierten Fachaustauschs an der Universität Potsdam, zu der LUISE OSSENBACH-ALBALKHI (KMK Bonn) als Referentin eingeladen wurde. 

Der Fachaustausch brachte Vertreter/innen von Institutionen zusammen, die sich in die Qualifizierungswege von Lehrer/innen mit ausländischer Berufsqualifikation einbringen: Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB), Zentrum für Schlüsselqualifikationen und Sprachen (Zessko), Zentrale Studienberatung, International Office, IQ-Netzwerk und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS). Am Fachgespräch haben auch Teilnehmende des Refugee Teachers Program teilgenommen. 

In Ihrem Vortrag stellte LUISE OSSENBACH-ALBALKHI die geschichtliche Perspektive mit Erläuterung der wichtigen Reformen für die Lehrer/innen-Bildung in Syrien vor, warf aber zugleich den Blick auf den aktuellen Stand des Systems. Ein zentrales Ergebnis des Fachaustauschs war die Erkenntnis, dass der Lehrerberuf in Syrien nicht reglementiert ist, was für die Anerkennungspraxen von ausländischen Berufsqualifikationen in Deutschland eine bedeutende Rolle spielt. Bisher wurde davon ausgegangen, dass ein einjähriges pädagogisches Diplomstudium („Diblum at-taahil at-tarbawi“) im Anschluss an den vierjährigen Bachelor folgen muss, wenn man den Lehrerberuf ausüben möchte. Das Pädagogikstudium ist aber nur eine Option.

LUISE OSSENBACH-ALBALKHI ist Referentin der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB – Kultusministerkonferenz) in Bonn.