DiCTaT – Digital Competencies for Teachers and Trainers

Personen des Graduiertenprogrammes
Quelle: Graduiertenprogramm

Kontakt

Dr. Felix Reinhardt
Referent für Professionalisierung

E-Mail: felix.reinhardtuni-potsdamde

Graduiertenprogramm: Professionalisierung von Lehrkräften in der digitalen Welt

Professionalisierungsprozesse von Lehrkräften im Rahmen beruflicher Fort- und Weiterbildungen gelten als wichtige strukturierte Lerngelegenheiten für Lehrkräfte, die zur Entwicklung von Professionswissen und damit zur Erweiterung beruflicher Kompetenz beitragen. Theoretisch wie empirisch gut untersucht sind die Gelingensbedingungen des Fortbildungserfolges bei Lehrkräften, dazu zählen unter anderem die Dauer der Fortbildung, ein enger fachdidaktischer Fokus auf konkrete Probleme und der systematische Wechsel zwischen theoretischem Input und praktischen Erprobungsphasen. Wenig bekannt ist bislang hingegen über die Bedeutung, die gesellschaftliche Wandlungsprozesse wie die Digitalisierung von Lehr-Lernprozessen für die Professionalisierung von Lehrkräften in der dritten Phase der Lehrerbildung innehaben. Aus der schulbezogenen Unterrichtsforschung ist bekannt, dass digitale Technologien die Möglichkeit bieten, individualisiertes Lernen systematisch zu unterstützen, indem Lernende ihr eigenes Lerntempo festlegen, selbstständig Lernmaterialien auswählen und systematische Hilfestellungen erhalten. Lehrende können durch digitale Medien entlastet werden, da adaptives Feedback durch den Einsatz von Medien, beispielsweise die onlinegestützte Eingabe eigener Texte, leichter umsetzbar ist. Allerdings erzielt die Nutzung digitaler Medien in Lehr-Lernsettings erst dann einen Mehrwert, wenn sie didaktisch sinnvoll in Lernprozesse integriert werden. Für den schulischen Kontext existieren bereits Forschungsarbeiten zu Gelingensbedingungen und Konsequenzen digitaler Technologien in Lehr-Lernprozessen. Es ist allerdings nur wenig über die Bedeutung digitaler Medien in Professionalisierungsprozessen von Lehrkräften bekannt. Zudem betrifft der digitale Wandel diese Prozesse auf allen Ebenen gegenstandsbezogener Fortbildung.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Graduiertenprogramm der Frage, welche Bedeutung digitale Technologien sowohl als Inhalt als auch als Methode für Professionalisierungsprozesse von Lehrkräften in der dritten Phase der Lehrerbildung haben. Ziel des Programms ist die interdisziplinäre, theoriegeleitete und evidenzbasierte Untersuchung von Gelingensbedingungen bei der Gestaltung von Fortbildungsmaßnahmen zu Themen des Digitalen Wandels und mit Methoden des Digitalen Wandels.

Die Laufzeit des Graduiertenprogramms beträgt drei Jahre (2021 bis 2023).

Die Projektleitenden des Graduiertenprogramms sind: Prof. Dr. Amitabh Banerji (Didaktik der Chemie) (beratend), Prof. Dr. Andreas Borowski (Physikdidaktik), Prof. Dr. Nina Brendel (Geographische Bildung), Prof. Dr. Hanna Dumont (Pädagogische Psychologie), Prof. Dr. Monika Fenn (Didaktik der Geschichte), Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp (Didaktik der Mathematik), Prof. Dr. Rebecca Lazarides (Schulpädagogik), Prof. Dr. Dirk Richter (Erziehungswissenschaftliche Bildungsforschung).

Die Sprecher des Graduiertenprogramms sind Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp und Prof. Dr. Dirk Richter.

Für das Forschungskolloquium des Wintersemesters 2021/ 2022 konnten fünf einschlägige Expertinnen und Experten gewonnen werden. Das Programm finden Sie hier.

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Dr. Felix Reinhardt
Referent für Professionalisierung

E-Mail: felix.reinhardtuni-potsdamde