uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Schulen im kommunalen Bildungsmanagement

Die Schule steckt mitten in einem Umbruch: Die Zahl der schulpflichtigen Kinder sinkt. Ab- und Zuzugsbewegungen schlagen ungefiltert auf den Bedarf an Schulen durch. Ein- und Auswanderungen fordern den herkömmlichen Schulunterricht heraus. Sich wandelnde Lebensformen hin zu Alleinerziehenden, zur Erwerbstätigkeit beider Erziehungspartner und zu im Armutsumfeld aufwachsenden Kindern verlangen eine neue Qualität der schulischen Leistungsangebote. Der ungebrochene Trend zum Gymnasium verwirbelt die bisherige Schullandschaft. Sich überschlagende, wechselvolle Dauerreformen schaffen unübersichtliche Schulstrukturen und erschweren sichere Orientierung. Und: Im zunehmend raueren Wettbewerb der Schultypen laufen den öffentlichen Schulen immer mehr Schüler davon und zu den Privatschulen über. Schon jetzt sehen sich zahlreiche Kommunen gezwungen, ihre Bildungsangebote zurückzuschrauben und ihre Schulen zu schließen. Kann eine Kommune ihren Bürgern aber nicht mehr die schulische „Grundversorgung“ anbieten, so hat dies weitreichende Folgen. Denn: Bildung ist ein harter Standortfaktor. Wo Schulen schließen müssen, stirbt auch der Ort. Die Ausdünnung des Schulnetzes kann die gesamte Region in eine Abwärtsspirale reißen. Ein umfangreiches, vielfältiges und flächendeckendes Bildungsangebot dagegen ist für die Kommune tragender Pfeiler einer funktionsfähigen Infrastruktur. Bildung ist Zukunft, für Kind und Kommune. Die Standortsicherung für die schulische „Grundversorgung“ entwickelt sich daher zunehmend zur Überlebensfrage für die Kommunen. Für die gebotene nachhaltige Bereitstellung schulischer Infrastruktur spielen – schlagwortartig verkürzt – namentlich drei Aktionsfelder eine wichtige Schlüsselrolle: - Die Akteure sind zuallererst gefordert, durch innovative kommunale Organisationsmodelle Schulstandorte und schulische Präsenz „vor Ort“ zu sichern. Dazu gehören neben viel diskutierten Zukunftsmodellen wie der Ganztagsschule und der Inklusionsschule auch die Ermöglichung weniger bekannter Innovationen wie virtuelle Schule, „Schule auf Rädern“ und andere mobile Schulen, Homeschooling und die variantenreichen Optionen des E-Learning. - Weitere Ansatzpunkte für die Gewährleistung der kommunalen schulischen Grundversorgung bieten interkommunale Kooperationen beispielsweise in Schulverbänden. Ähnlich verhält es sich mit den bislang zu wenig genutzten Möglichkeiten einer Kommunalisierung durch Stärkung kommunaler Schulverantwortung. - Nicht zuletzt thematisiert die Standortsicherung schulischer Infrastruktur auch das Verhältnis der öffentlichen Schulen zu den Privatschulen. Dabei geht es zum einen um Konkurrenz, die nicht nur zu Verdrängungen führen, sondern im Wettbewerb um das bessere Konzept auch zu schulischer Vielfalt, zur Steigerung der Attraktivität lokaler Schulangebote und zur Erhöhung des Bildungsniveaus beitragen kann. Zum anderen geht es um Kooperationen zwischen den beiden Schulformen, deren Chancen bislang erst ansatzweise ausgelotet sind, und um "neue" Varianten der Zusammenarbeit etwa in Formen der Genossenschaftsschule. Hier setzt die Tagung an. Sie behandelt zentrale Themen der nachhaltigen Gewährleistung schulischer Infrastruktur in den Kommunen einschließlich der dazugehörigen Erfahrungsberichte, die über Best-Practice-Modelle sowie über Erfolgsbedingungen und Fallstricke in der Verwaltungspraxis informieren. Damit erleichtert die Veranstaltung zugleich kommunalen Entscheidungsträgern die Generierung von und den Umgang mit Gestaltungsoptionen zur Standortsicherung im kommunalen Bildungsmanagement.

Anmeldung

Ja , bis zum 31.03.2014

Eintritt

130,00 €

Veranstaltungsart

Tagung

Sachgebiet

Rechtswissenschaften
Politik und Verwaltung
Erziehungswissenschaften

Universitäts-/ Fachbereich

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Termin

Beginn
04.04.2014, 10:00 Uhr
Ende
04.04.2014, 17:00 Uhr
Hinweis: Für Uni-Angehörige ist die Tagung kostenfrei.

Veranstalter

Universität Potsdam, Kommunalwissenschaftliches Insitut

Ort

Universität Potsdam, Uni-Komplex Griebnitzsee, Universität Potsdam, Kommunalwissenschaftliches Insitut
August-Bebel-Straße 89
14482 Potsdam
Lageplan

Kontakt

Dr. Christiane Büchner
August-Bebel-Str. 89
14482 Potsdam

Telefon 0331 977-3252
Fax 0331 977-4531