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WIPCAD Lecture Series: Partizipation, Reflexion, Dekonstruktion. Spannungsverhältnisse soziotechnischer Systemgestaltung und Geschlechterforschung in der Informatik

Prof. Dr. Claude Draude - Universität Kassel

Die Geschlechterforschung liefert seit Jahrzehnten wichtige Impulse für die Informatik. Nach wie vor aktuell sind Diskussionen um Teilhabeaspekte, die Untersuchung der Fachkultur und das Bild der Informatik und ihrer geschlechtlichen Codierungen. Will Geschlechterforschung sich darüber hinaus in der Informatik verankern, stellen sich Fragen der Anwendbarkeit und Operationalisierbarkeit. Das neu gegründete Fachgebiet „Gender/Diversity in Informatiksystemen“ der Universität Kassel zielt darauf ab, Methoden und Anknüpfungspunkte für vielfältige und inklusive soziotechnische Gestaltung in der Informatik zu etablieren – sowie Raum für Reflexionen technischer Grundannahmen zu schaffen. Anhand verschiedener Beispiele diskutiert der Vortrag Herausforderungen dieser interdisziplinären Arbeit und stellt u.a. ein Vorgehensmodell zur Integration von Gender- und Diversity-Aspekten in die Informatikforschung und -entwicklung vor.

Seit Januar 2017 ist Claude Draude Leiterin des Fachgebiets Gender/Diversity in Informatiksystemen. Zuvor arbeitete sie im Team der Maria-Goeppert-Mayer-Professur „Gender, Technik und Mobilität“ an der Technischen Universität Braunschweig und an der Universität Bremen in der Arbeitsgruppe „Soziotechnische Systemgestaltung und Gender“. Claude Draude ist Kulturwissenschaftlerin und Soziologin, war DFG-Stipendiatin im Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“ der Humboldt-Universität zu Berlin und hat an der Ruhr-Universität Bochum in Medienwissenschaft promoviert. Schwerpunkte ihrer interdisziplinären Forschung an der Schnittstelle Informatik und Gender/Diversity Studies sind soziotechnische Systemgestaltung unter Einbezug partizipativer Methoden, Menschmodelle und Künstliche Intelligenz, Mensch-Maschine-Interaktion, sowie Wissenschaftsgeschichte und erkenntnistheoretische Grundlagen der Informatik.  Außerdem arbeitet Claude Draude im Grenzbereich Wissenschaft und Kunst zum Verhältnis analoger und digitaler Materialität in Form von ortsspezifischen Installationen und Performances und ist Mitglied im EU COST Action Network zu New Materialism.

“Partizipation, Reflexion, Dekonstruktion. Spannungsverhältnisse soziotechnischer Systemgestaltung und Geschlechterforschung in der Informatik

Prof. Dr. Claude Draude

Venue: University of Potsdam, Campus Griebnitzsee, House 7, Room 227

Date: 22 March 2017

Time: 12 - 14 c.t.

English version:

"Participation, contemplation, deconstruction. Charged relationship of socio-technical system design and gender research in the informatics"

Gender research has provided important impulses for computer science for decades. Discussions about participation aspects, the study of the subject culture and the image of computer science and their gender coding are still current. Encouraging gender research in computer science, questions of applicability and operationalizability arise. The newly founded "Gender / Diversity in Computer Science" department of the University of Kassel aims to establish methods and connecting points for diverse and inclusive socio-technical design in computer science - as well as to create scope for reflections of technical basic concepts. On the basis of various examples, the lecture discusses the challenges of this interdisciplinary work and introduces an approach model for integrating gender and diversity aspects in computer science research and development.

The lecture will be held in German.

WIPCAD Lecture Series

Veröffentlicht

22. Mär 2017

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WIPCAD Coordination Office