Guidelines zum Präsenzbetrieb unter verschärften Hygienebedingungen

Für den Präsenzbetriebes unter verschärften Hygieneanforderungen auf Grundlage der brandenburgischen SARS-CoV-2-Umgangsverordnung sind folgende Eckdaten stets zu beachten. Die Grundlage zur Gestaltung der Arbeitsplätze in Zeiten der Pandemie bildet die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel Stand 20.08.2020 sowie die Technischen Regel für Arbeitsstätten im folgenden die ASR A1.2 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Für alle Arbeitsplatze gelten unabhängig von der Tätigkeit die genannten und bekannten Grundregeln, insb. die des RKI.

Für reine Büroarbeitsplätze bedeutet es nach wie vor:

  • Grundlage für erforderliche Flächenbedarfe ist die ASR 1.2: für die erste Person von 8 m², für jede weitere 6 m².
  • So ist ein 12 m² Raum nur für eine Person mit und ohne Corona zulässig.
  • Vorzugsweise sollten natürlich ausschließlich Alleinarbeitsplätze geschaffen oder/und genutzt werden.
  • Die maximale Anzahl von Personen in einem Büro ist Abhängig von den organisatorischen Maßnahmen der Führungskraft unter Einhaltung des geforderten Mindestabstand von 2m.
  • Monitore sollten so platziert werden, dass sie die Wirkung eines Spuckschutzes haben.
  • Räume sollten bei der Nutzung regelmäßig gut gelüftet werden.
  • MA mit einem hohen Postaufkommen sollten sich regelmäßig die Hände waschen.
  • Bei Risikogruppen oder Eltern schulpflichtiger Kinder sollte das Home Office genutzt werden.
  • Alle, die sich Krank fühlen sollten in Absprache mit den Vorgesetzten zu Hause bleiben.

Stühle sollten aus den Fluren (Wartezonen) entfernt werden.

Für Laborräume gelten o.g. Maßnahmen gleichlautend. Hier gibt es jedoch Besonderheiten:

  • Labore sind in der Regel mit einem 8fachen technischen Luftwechsel ausgestattet.
  • Die maximale Anzahl der Personen in den Laboren richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung nach Corona Bedingungen. Der Mindestabstand ist zwingend einzuhalten!
  • Nebeneinander bzw. gegenüberliegende Abzüge dürfen nur von einer Person benutzt werden.
  • Zwischentüren sollten offen gelassen werden, um auf Gefahren oder Hilfe jeglicher Art aufmerksam zu machen.
  • Abzüge sollten nicht ganz geschlossen werden. 5 cm vor Endstellung, aber auf jeden Fall nicht über Brusthöhe. So wird sichergestellt, dass die Leistung bei geschlossenem Frontschieber nicht gedrosselt wird. Der Laminar-Luft-Strom sorgt neben der eigentlichen Abführung von chemischen Dämpfen für eine permanenten Abtransport virenbelasteter Aerosole. Von der hausseitigen Abluftleistung sollte das möglich sein, da wir nur einen Teil der Abzüge betreiben werden. Das muss aber im Einzelfall mit den Sicherheitsbeauftragten besprochen werden, welche Maßnahmen nicht zur Erhöhung der chemischen Gefahren führen.

Jedes Labor muss einzeln bewertet werden!

Praktikumslabore:

  • Versuche sollten in Schwierigkeit und Länge der Situation angepasst werden. Es sollten Versuche durchgeführt werden, die auch mit 1,50 m Abstands-Anleitung funktionieren. So sollte auf gefährliche Versuche (Grignard, Buthyllitium, Natrium …) verzichtet werden. Ist dies nicht möglich und bedarf es dem "über den Schulterblick" ist der Einsatz von PSA (Persönliche Schutzausrpüstung) notwendig. Diese ist aufgrund der Marktlage zurzeit nur sehr begrenzt verfügbar, die Konzeption der Versuche soll nicht darauf abgestellt werden.
  • Man könnte hier ein morgendliches, einmaliges, kontrolliertes Desinfizieren der Hände anbieten.
  • Generell dürfen Labore mit Normnutzerzahlen nicht betrieben werden. Übliche 2er Gruppen sind nicht möglich.
  • Jedes Labor muss einzeln bewertet werden!

Hörsäle:

  • Es dürfen nur Hörsäle genutzt werden, die durch den Bereich Sicherheitswesen unter "Corona-Bedingungen" bewertet wurden. Die maximalen Nutzerzahlen dürfen nicht überschritten werden, von der vorgeschrieben Möblierung darf nur auf Antrag mit Genehmigung abgewichen werden.
  • Studierende werden gebeten, o.g. Räume mit mitgebrachten Mundschutz zu betreten und zu verlassen. Während der Varanstaltung kann auf M-N-S verzichtet werden.
  • Bei allen Präzensveranstaltungen sind die Studierenden auf Hygienmaßnahmen hinzuweisen. Deren Umsetzung liegt in der Aufsichtspflicht des Dozenten.

Sportstätten, Knetpunkte, Hochachulambulanz und sonstige körpernahen  Aktivitäten:

  • Müssen Mindestabstände auf Grundlagen zur Wahrung von Sicherheit bzw. durch Dienste am Menschen unterschritten werden, sind Einsatzspezifischen Hygienkonzepte zu erstellen. Muster können im Sicherheitswesen abgefragt werden.

Aktuelle Hinweise des Bereiches Sicherheitswesen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2) finden Sie unter diesem Link (INTRANET):

https://141.89.101.171/sw/corona/Hygiene-ZF.htm

Weitere Informationen zum Sicherheitswesen finden Sie im Intranet.


Hinweise des ZIM zur Nutzung von VPN finden sie hier: https://www.uni-potsdam.de/de/zim/angebote-loesungen/vpn