Vortrag: Intellektuelle Bescheidenheit in der Politik – ein ideales Mittel zur Überbrückung gesellschaftlicher Gräben?
Liebe Interessierte,
wir möchten Sie herzlich einladen zu einem Vortrag zum Thema „Intellektuelle Bescheidenheit in der Politik – ein ideales Mittel zur Überbrückung gesellschaftlicher Gräben?". Er wird gehalten von Larissa Knöchelmann vom Einstein Research Unit „Coping with Affective Polarization“ an der Humboldt-Universität Berlin und findet am 22.07.2026 um 16:00 Uhr im Gebäude 14, Seminarraum 2.14.021 im Rahmen des Seminars Friedenspsychologie statt.
Wenn Sie planen zu kommen, schreiben Sie gerne eine kurze Mail (katharina.kueperuuni-potsdampde), damit wir dies für die Raumplanung berücksichtigen können. Die Vortrags- und Diskussionssprache kann auf Deutsch oder Englisch sein.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!
Inhalt des Vortrags:
Intellektuelle Bescheidenheit in der Politik – ein ideales Mittel zur Überbrückung gesellschaftlicher Gräben?
In gegenwärtigen Demokratien können gesellschaftliche Spannungen über polarisierte politische Themen entstehen – zum Beispiel über die Fragen nach der Brandmauer zur AfD, geschlechtergerechte Sprache oder Deutschlands Beziehung zu Israel. Diese Konflikte wirken sich nicht nur auf öffentliche Diskurse aus, sondern belasten auch familiäre und soziale Beziehungen. Wie lassen sich solche politischen Debatten konstruktiv führen?
In diesem Vortrag geht es darum, wie politische intellektuelle Bescheidenheit [intellectual humility] – das Anerkennen der eigenen Wissensgrenzen bei politischen Themen – ein vielversprechender Ansatz sein könnte, um affektive Polarisierung zu adressieren. Denn affektive Polarisierung führt oft zur Vermeidung politischer Diskussionen und gefährdet damit demokratischen Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ich präsentiere empirische Evidenz aus verschiedenen Forschungsprojekten – korrelative Analysen, Längsschnittstudien und experimentelle Daten – die die Zusammenhänge zwischen intellektueller Bescheidenheit und Polarisierungseffekten zeigen. Anschließend können wir gemeinsam bestehende Herausforderungen zur Förderung von intellektueller Bescheidenheit identifizieren und potenzielle Ansätze für wirksamere Interventionen in Wissenschaft und Praxis explorieren.
Die Vortrags- und Diskussionssprache kann flexibel nach Wünschen im Publikum Deutsch oder Englisch sein.
Intellectual Humility in Politics – An Ideal Tool to Bridge Societal Divides?
In today’s democracies, social tensions can arise over polarizing political issues – for example, questions about drawing the cordon sanitaire between the AfD and other parties, gender-neutral language, or Germany’s relationship with Israel. These conflicts not only affect public discourse but also strain family and social relationships. How can such political debates be conducted constructively?
This talk explores how intellectual humility – the recognition of one’s own limits of knowledge regarding political issues – can be a promising approach to addressing affective polarization. Affective polarization leads to the avoidance of political discussions and thereby jeopardizes democratic exchange and social cohesion.
I will present empirical evidence from various research projects – correlational analyses, longitudinal studies, and experimental data – that demonstrate the relationship between intellectual humility and polarization effects. Afterwards, we can work together to identify existing challenges in fostering intellectual humility and explore potential approaches for more effective interventions in academia and practice.
The language of the presentation and discussion can be either German or English, depending on the audience’s preferences.
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Universitäts-/ Fachbereich
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Ort
Karl-Liebknecht-Str. 24/25
14476 Golm
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Karl-Liebknecht Straße 24-25
14476 Potsdam