Climate Music im Anthropozän „Klanglandschaften. Ein Festival in Zeiten des Klimawandels“

Quelle: T. Maedowcroft Acre

Das Bewusstwerden eines neuen geologischen Zeitalters – 2000 entscheidend angestoßen durch den niederländischen Meteorologen und Atmosphärenforscher Paul Crutzen – hat das Verhältnis der Menschen zur Natur und ihren Umgang mit ihren natürlichen Ressourcen grundlegend verändert. Artensterben, Übernutzung, Umweltverschmutzung und Klimawandel sind nur einige Begriffe, die das durch den Menschen verursachte Wesen dieses neuen Erdzeitalters beschreiben.

Zögerlich reagieren auf diesen Veränderungsprozess auch die zeitgenössischen Klang-Künste. Vergleichsweise sind es bis jetzt nur Wenige, die sich damit auseinandersetzen. Aber neue Begriffe wie Naturklangforschung, Sonifikation, musikalische Landschaftsforschung oder Akustische Ökologie verweisen auf die Nachhaltigkeit dieses Prozesses. Auch in der Musik tritt an die Stelle einer akustischen Ausbeutung von Natur mindestens deren dialogische Gleichberechtigung, wenn nicht gar Dominanz. „Parlament der Natur“ lautet denn auch 2023 das Motto der 2019 gegründeten „Klanglandschaften. Ein Festival in Zeiten des Klimawandels“, das zu einem Sammelbecken solcher Climate Music entwickelt werden soll. Spannende Beispiele werden zeigen, wie grundlegend sich dadurch die Musik selbst verändert, „neue Erzählungen“ entstehen, wie sie der Club of Rome für dieses neue Zeitalter 2018 gefordert hat.

Gehalten von

Dr. Gisela Nauck

Veranstaltungsart

Workshop

Sachgebiet

Humanwissenschaftliche Fakultät
Musikwissenschaften

Universitäts-/ Fachbereich

Humanwissenschaftliche Fakultät

Termin

Beginn
05.12.2022, 18:00 Uhr
Ende
05.12.2022, 20:30 Uhr

Veranstalter

Musikwissenschaft

Ort

Universität Potsdam, Campus II - Golm, Haus 6, Raum 1.01
Karl-Liebknecht-Str. 24/25
14476 Golm
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Kontakt

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