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Kinder-Universität | 2. Vorlesungsstaffel (11.15 - 12.00 Uhr)

Foto: Annett Junginger

Vom Essen und Trinken rund um das Mittelmeer – eine Reise in die Vergangenheit

Foto: Eike Faber

Referent: Dr. Eike Faber, Historisches Institut

Wenn wir wissen, was Menschen essen und trinken und wie sie ihre Speisen und Getränke zu sich nehmen – allein oder in Gemeinschaft, auf dem Weg zur Arbeit, zwischendurch beim Fernsehen oder ganz in Ruhe zur normalen Essenszeit –, können wir viel über diese Männer, Frauen und Kinder herausfinden. Das gilt für Personen, die heute in fremden Ländern, vielleicht in China, Indien oder Mexiko, leben genauso wie für jene aus längst vergangener Zeit.

Ich werde Euch zeigen, was Griechinnen und Griechen, Römerinnen und Römer sowie Menschen aus anderen Ländern rund um das Mittelmeer vor ungefähr 2.000 Jahren gegessen haben, wie teuer oder preiswert ihre Speisen waren und wie gesund oder ungesund. Dazu nutze ich archäologische Funde und auch antike Erzählungen über das Essen und Trinken. Manches kommt aus Kochbüchern, anderes aus Heldengeschichten. Dr. Eike

Foto: Eike Faber

Draußen läuft das Wasser im Kreis – kann es dies auch in Computermodellen tun?

Bild: Merle Guse

Referent: Dr. Björn Guse Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum

Wenn wir uns draußen bewegen, beschäftigen wir uns mit Wasser. Im Sommer baden wir in Seen, im Winter können wir auf ihnen Schlittschuh laufen, wenn sie gefroren sind. Regnet es, werden wir nass, ist es sehr warm, benötigen wir mehr Wasser zum Trinken.

Hydrologen beschäftigen sich mit dem Wasserkreislauf. Sie interessieren sich dafür, was mit dem Wasser passiert, wenn es regnet, und auf welchen Wegen es in die Flüsse gelangt. Für uns Menschen ist wichtig zu wissen, wann sich viel oder wenig Wasser im Fluss befindet. So erkennen wir, ob ein Hochwasser auftritt oder ein Fluss trockenfällt. Hydrologen nutzen dafür Computer. Hier bauen sie in einem Modell den Wasserkreislauf nach. In der Vorlesung wollen wir gemeinsam besprechen, wie das funktioniert und wie ein Computer uns sagen kann, wann und wo viel oder wenig Wasser ist.

Bild: Merle Guse

Von mutigen und schüchternen Mäusen

Foto: Karin Schneeberger

Referentin: Dr. Karin Schneeberger, Institut für Biochemie und Biologie

Seid Ihr mutig? Oder eher zurückhaltend? Wir alle haben unterschiedliche Persönlichkeiten, und wer Haustiere hat, der weiß, welchen Charakter die eigene Katze oder der eigene Hund besitzt. Aber haben auch Mäuse Persönlichkeiten? Gibt es Mäuse, die mutiger sind als andere? Und wenn ja, leben diese anders als ihre schüchternen Artgenossen? Das interessiert auch die Tierökologinnen der Universität Potsdam. Leider kann man eine Maus nicht einfach so fragen, was sie denkt. Deshalb zeige ich Euch, wie in der Forschung die Persönlichkeit dieser kleinen Tiere getestet wird und was unterschiedliche Verhaltensweisen für das Leben von Mäusen draußen in der Natur und in der Stadt bedeuten.

Foto: Karin Schneeberger

Bein gebrochen? Chemiker helfen bei der Reparatur!

Bild: Andreas Taubert

Referent: Prof. Dr. Andreas Taubert, Institut für Chemie

Habt Ihr Euch auch schon einmal das Bein gebrochen? Ganz schlimm sogar? Dann wisst Ihr, dass das wehtut. Vielleicht wisst Ihr auch, dass man manchmal sogar Schrauben, Nägel oder Platten braucht, um das zu reparieren. Die sind aus Metall oder Plastik (der Chemiker sagt „Polymer“ dazu) und werden im Körper an der Stelle eingebaut, wo der Knochen zu schwach ist, um allein wieder richtig nachzuwachsen. Nun kann man aber nicht einfach in den Baumarkt gehen, dort ein paar Nägel kaufen, die Knochenteile einsammeln und alles zu Hause wieder zusammennageln. Warum das nicht geht und was man tun muss, damit alles wieder gut wird, werde ich in meinem Vortrag erklären. Außerdem werdet Ihr sehen, dass es heute noch ganz andere Möglichkeiten gibt, einen Knochen zu reparieren. Man kann nämlich Knochen heute sogar drucken!

Bild: Andreas Taubert

Roten Riesen, Weiße Zwerge, Schwarze Löcher – was wir am Sternhimmel entdecken können

Foto: A. Bressa

Referent: Prof. Dr. Lutz Wisotzki, Institut für Physik und Astronomie und Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam

Habt Ihr schon einmal den Sternhimmel in einer richtig stockdunklen Nacht betrachtet? Es ist ungeheuer beeindruckend, wie viele Sterne man dabei sieht. Und dazu das leuchtende Band der Milchstraße. Um mehr über die Sterne, die Milchstraße und ferne Galaxien herauszufinden, benutzen die Astronomen (so heißen die Erforscher des Himmels) spezielle Fernrohre. Je leuchtschwächer ein Stern, je weiter entfernt eine Galaxie ist, desto mehr muss ein solches Teleskop leisten. Ich zeige Euch in dieser Vorlesung, was sich mit astronomischen Fernrohren alles entdecken lässt. Wusstet Ihr zum Beispiel schon, dass wir alle – mitsamt unserer schönen Erde – aus Sternenmaterial entstanden sind?

Foto: A. Bressa

Was Pflanzen so alles können – und warum sie so wichtig für uns sind

Foto: A. Bressa

Referent: Prof. Dr. Markus Grebe, Institut für Biochemie und Biologie

Pflanzen können nicht sprechen, nicht bellen, nicht miauen oder wegrennen. Sind sie deshalb langweiliger oder weniger wichtig? Überlegt ‘mal: Was habt Ihr heute Morgen so zum Frühstück gegessen? Was habt Ihr denn gerade im Sommer so an? Worauf sitzt Ihr, während Ihr das hier lest? Worauf sind die Buchstaben dieses Heftes gedruckt? All das wird aus Pflanzen hergestellt. Hättet Ihr das gedacht? Oder bleibt Euch jetzt vor Staunen glatt die Luft weg? Ah, genau – der für uns zum Atmen so wichtige Bestandteil der Luft, der Sauerstoff, wird auch von Pflanzen gemacht. Aber wie sehen Pflanzen unter einem Mikroskop aus und wie funktionieren sie eigentlich? Wie können sie uns Sauerstoff, Nahrung, Kleidung, Baustoffe, Brennstoffe und vieles mehr zur Verfügung stellen? Antworten gibt es in der Vorlesung. Ihr habt übrigens die Möglichkeit, Euch aktiv in sie einzubringen. Lasst Euch überraschen.

Foto: A. Bressa

Süßes ganz cool hergestellt

Foto: A. Bressa

Referentinnen: Tanja Schwerdtle und Team, Institut für Ernährungswissenschaft

Was haben Schokoprodukte, Eiscreme, Kaubonbons, Gummibärchen und Limo gemeinsam? Ganz klar – man kann damit coole Experimente machen. In unserer Experimentalchemievorlesung, also in einer Vorlesung mit chemischen Experimenten, werden wir Euch zeigen, dass Naturwissenschaft viel Spaß machen kann. Aus Lebensmitteln Raketen zu bauen oder in drei Minuten ein leckeres Schokoeis herzustellen, das ist für uns kein Problem. Glaubt Ihr uns etwa nicht? Und wisst Ihr vielleicht auch noch gar nicht, wer das Eis erfunden hat oder die Schokolade? Dann kommt vorbei und habt Spaß mit uns!

Foto: A. Bressa

Schule oder Klima-Demo?

Foto: A. Bressa

Referentin: Dr. Alice Boit, Institut für Biochemie und Biologie

Die Klimademos der Jugendbewegung „Fridays4Future“ findest Du cool, aber werden die Erwachsenen jetzt endlich etwas gegen den Klimawandel unternehmen? Warum ist es denn so schwer, keine Treibhausgase mehr in die Luft zu pusten? Oder werden in Eurem Schulgarten irgendwann Bananen wachsen? In dieser Vorlesung werdet Ihr Antworten auf Fragen zum Klimawandel finden und Eure eigenen Ideen zum Klimaschutz einbringen können.

Foto: A. Bressa

Von Mammuts und Säbelzahntigern – und was sie mit Dolly, dem Klonschaf, zu tun haben

Foto: A. Bressa

Referent: Prof. Dr. Michael Hofreiter, Institut für Biochemie und Biologie

Mammuts, Säbelzahntiger und viele andere Tierarten sind gegen Ende der letzten Eiszeit ausgestorben. Und damit eigentlich für immer verschwunden. In letzter Zeit hört man aber immer wieder, dass wir diese Tiere vielleicht eines Tages zurückbringen könnten, indem wir ihre Genome (die Bauanleitung für eine Art) bestimmen und heute lebende Arten so verändern, dass zum Beispiel aus einem Elefanten ein Mammut wird. In unserer Vorlesung wollen wir darüber reden, wie man so eine Bauanleitung eigentlich bestimmt, wenn man von einer Art nur noch Knochenstücke hat, und was sich mit dieser Information anfangen lässt – und auch, was nicht.

Foto: A. Bressa

Waldgärten in der Stadt anlegen – geht das überhaupt?

Foto: A. Bressa

Referentin: Dr. Jennifer Schulz, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie

Wir alle kennen das Gefühl, an einem heißen Sommertag im kühlen Wald spazieren zu gehen, die Vögel zwitschern zu hören und das eine oder andere Tier zu entdecken. Der Waldgarten macht dem Wald ganz viel nach, bietet Nischen für Tiere und viele verschiedene Pflanzen. Gleichzeitig können in ihm auf ganz natürliche Weise leckere Nahrungsmittel produziert werden. Kann das auch mitten in der Stadt funktionieren? Wo könnte hier so ein Waldgarten besonders toll hinpassen? Und warum könnte das für das Stadtklima wichtig sein? Die Vorlesung geht diesen Fragen nach und beleuchtet insbesondere die Situation in Berlin.

Foto: A. Bressa