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Schülerprojekte 2012/2013

Arbeitsgruppe 1

Die Gebärdensprache und ihre Varietäten

Stellen Sie sich vor, die Welt ist still – stumm! Sie sind gehörlos. Ihre einzige Möglichkeit, sich zu verständigen, ist die Gebärdensprache. Und die verstehen nur die Wenigsten. Sogar unter den Gebärdensprechern selbst kann es zu Verständnisproblemen kommen. Beispielsweise gibt es gebärdensprachliche Unterschiede zwischen West und Ost, Jung und Alt. Um diesen Varietäten genauer auf den Grund zu gehen, haben wir diverse Interviews geführt und Fragebögen an Schulen mit Förderschwerpunkt „Hören“ geschickt.

Zusätzlich wird dieses Randthema der Germanistik in den wissenschaftlichen Fokus gerückt – DENN WARUM NUR DIE HÖRBARE SPRACHE UNTERSUCHEN?

Schülerinnen der Carl-von-Ossietzky Schule Berlin Kreuzberg : Yonca Bayaz, Filiz Hanyildiz

Studentische Mentorinnen (Universität Potsdam): Cindy Brandt, Ginette Daßler, Julia Hamann

Arbeitsgruppe 2

Guten Tag Herr Müller.. Was geht ab.. Selam Baba.. Hey Digga..

...es gibt verschiedene Arten eine Kurznachricht zu beginnen. Aber wieso sind diese Begrüßungen so unterschiedlich?

In unserer AG-Arbeit haben wir Registerwechsel in SMS- und WhatsApp-Nachrichten untersucht. Wir wollten wissen, ob und in welchem Umfang Jungendliche ihre SMS- und Chat-Sprache unterschiedlichen Kommunikationspartnern anpassen. Dazu haben wir Nachrichten von Jungendlichen an verschiedene Personen gesammelt und untersucht.

Beachten die Schüler/innen in der SMS- und Chatkommunikation mit ihren Freunden genauso die Groß- und Kleinschreibung, wie wenn sie mit ihren Lehrern schreiben?

Schüler/innen der Robert-Koch-Schule Berlin-Kreuzberg: Dragana Markovic, Hanan Moussa, Sobhieh Osman, Rima Röglin

Studentische Mentor/inn/en (Universität Potsdam): Elena Becker, Mareen Hauf, Alexandra Schramm, Julika Staiger

Arbeitsgruppe 3

 

„Kiezdeutsch rockt, ich schwör!"

Alter, isch mach disch Messer! Isch gehe Schule! Ähnliches hört man jeden Tag auf der Straße. Werden Jugendliche, die Kiezdeutsch sprechen, negativ bewertet, belächelt oder vielleicht doch als normal angesehen?

Um das zu untersuchen, haben wir Passanten auf der Straße zwei Textausschnitte vorgespielt und sie dann zu ihren Eindrücken befragt. Wie reagieren Passanten, wenn sie hören, worüber die Jugendlichen sich unterhalten und dabei auch noch Kiezdeutsch Merkmale verwenden?

Schülerinnen der Carl-von-Ossiezky-Schule: Nursin Aktas, Kübra Salci, Semanur Sagir

Studentische Mentorinnen (Universität Potsdam): Elena Uskova, Anja Rösner und Lena Sobko

Arbeitsgruppe 4

Faktoren und Funktionen der Sprachwahl von bilingualen Sprechern

W: Ich kann ja auch dazu bezahlavat'. (Ich kann ja auch dazu bezahl- + Inf.)

X: Ja ok, posmotrim. (Ja ok, mal schauen.)

W: My sdelaem schön einpacken. Ona budet očen happy. (Wir packen es schön ein. Sie wird sich sehr freuen.)

Unser Projekt untersucht Sprachwechsel-und-Sprachmischungs-Phänomene. Dabei wollen wir herausfinden, ob es Unterschiede bei der Sprachwahl im Hinblick auf das Alter und die Herkunftssprache der Sprecher gibt. Bei der Auswertung der Untersuchungsergebnisse soll darüber hinaus sowohl eine Feststellung von Mustern und Funktionen der Sprachwahl als auch ein Vergleich dieser vorgenommen werden.

Schülerinnen der Carl-von-Ossiezky-Schule Berlin-Kreuzberg: Khaula Saadi, Wassilissa Schipenko

Studentische Mentor/inn/en (Universität Potsdam):  Elena Werner, Ricarda Feckenstedt, Jochen Heinz, Chunhua Wang, Jan Krajniewski

Arbeitsgruppe 5

„Hadi bye bye tschüss“ : Gestik und Sprache bei Begrüßungen, Abschiedsformeln und Glückwünschen im Kiezdeutschen

Wie begrüßen sich Jugendliche, wie nehmen sie Abschied voneinander und wie gratulieren sie Anderen? Welche Sprache verwenden sie und wann? Was für eine Gestik begleitet diese Alltagsformeln?

Wir haben siebzehn Jugendlichen mit Migrationshintergrund diese und noch andere Fragen mithilfe eines Fragebogens gestellt. Wir haben ihre Antworten zugeordnet und analysiert und daraus ein lustiges, buntes und situatives Comic-Heft erstellt.

Schüler/innen der Robert-Koch-Schule Berlin-Kreuzberg: Gülsah Kosvali

Studentische Mentor/inn/en (Universität Potsdam): Rana Zeik, Simona Grimaite, Thidawan Chan-in, Elisa Tabarretti, Serena Raucci

Arbeitsgruppe 6

Sprachbewertung des Türkischen

Etwas ist faul im Staate Berlin, der Mythos der doppelten Halbsprachigkeit geht um. Politiker und Integrationsbeauftragte bemängeln fortwährend die angeblich schlechten Sprachkenntnisse der türkischstämmigen Schüler und Schülerinnen. 

Doch was sagen eigentlich die Familien der Jugendlichen dazu?

Wir wollten mit unserem Projekt herausfinden, wie die Eltern und Großeltern dieser Jugendlichen mit Türkisch als Muttersprache die Sprachkompetenz ihrer Kinder bewerten.

Schüler/innen der Robert-Koch-Schule Berlin-Kreuzberg: Dilara Arslan, Talha Yerlikaya

Studentische Mentorinnen (Universität Potsdam): Linda Gennies, Lydia Gornitzka, Yvonne Miller, Isabell Jänich, Ann-Christin Schumacher

Arbeitsgruppe 7

Ey Alta, komm ma' klar!

Würden Sie so einen Satz sagen? Was denken Sie, wenn sie so einen Satz auf der Straße hören? Von der Sprache eines Menschen schließen wir schnell auf dessen Identität, auf seine Herkunft, sein Alter, seinen sozialen Status...

Doch hilft unsere Wahrnehmung uns die richtigen Schlüsse zu ziehen, oder fällen wir oft auch ein Urteil, das nicht gerechtfertigt ist? Dieser Frage gehen wir in unserem Projekt nach und hoffen sie zu beantworten!

Schüler der Robert-Koch-Schule Berlin-Kreuzberg: Eray Gürkan, Nadim Khaled

Studentische Mentor/inn/en (Universität Potsdam): Tobias Beyer, Mandy Joachim, Ursula Rohts

Arbeitsgruppe 8

Verstehen Sie Kiezdeutsch?

Ein neuer Sprachgebrauch unter Jugendlichen in mehrsprachigen Vierteln ist für viele Außenstehende „ein Buch mit sieben Siegeln“: der Wortschatz des Dialektes Kiezdeutsch ist jugendsprachlich geprägt und enthält viele neue Fremdwörter.  Das Unverständnis ist oft Grund für die negative Einschätzung des Dialektes in der Öffentlichkeit.

Aus diesem Grund arbeiten wir an der Erstellung des ersten „Kiezdeutsch-Wörterbuches“, das als kleines Nachschlagewerk für ein besseres Verständnis des Dialektes sorgen soll. Denn „was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr“ (Marie Curie).

Schüler/innen der Hector-Peterson-Schule Berlin-Kreuzberg: Omar El Rayan, Dilan Dogan, Betül Aldemir, Gülsüm Avaner

Studentische Mentor/inn/en (Universität Potsdam): Maria Pohle, Juliane Schmidt, Inès Lamari, Olga Dolch, Alina Eberhardt