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Forschung an der Professur für Sport- und Gesundheitssoziologie

Forschungsarbeiten der Professur für Sport- und Gesundheitssoziologie an der Universität Potsdam sind grundlagen- und anwendungsorientiert und folgen perspektivisch der Lebensverlaufsforschung. Beratungs- und Dienstleistungsangebote beziehen sich damit nicht nur auf soziale Systeme und Strukturentwicklungsprozesse, sondern berücksichtigen auch darin ablaufende biographische Prozesse.

Trotz dieser Breite ist innerhalb der Grundlagenorientierung insbesondere die Analyse der Auswirkungen von sozialem Stress auf die Gesundheit über die Lebensspanne aus gesundheits- und sportpolitischer Sicht von großem Interesse. Schwerpunkte der Professur liegen unter anderem in der Analyse sozialer und psychischer Faktoren sowie deren Zusammenhänge in der Entstehung, Wahrnehmung und Auswirkung von Schmerz. So interessiert zum Beispiel in der Allgemeinbevölkerung die krankmachende Wirkung von Arbeitsstress oder Zusammenhänge in der Entwicklung chronischer Krankheitsverläufe. Im Leistungssport steht eher die Analyse der Beeinträchtigung von Karriereverläufen durch Überlastungsphasen oder chronische Schmerzsymptome im Mittelpunkt.

Fragen zu Auswirkungen von sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit über die Lebensspanne interessieren hingegen vor allem aus epidemiologischer Sicht. Auf mikro- und makrosoziologischer Ebene können Zusammenhänge zwischen sozialer Lage und divergierenden Krankheitsrisiken oder Entwicklungs- und Versorgungschancen von Individuen und Gruppen im Gesundheitssystem beleuchtet werden. Im Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Sport beschäftigt sich die Professur vor allem mit verschiedenen Inklusions- und Exklusionsmechanismen, die die sportliche Betätigung verschiedener Gruppen und Individuen fördern bzw. hemmen.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse münden zuletzt in eine anwendungsbezogene Präventionsforschung, die erstens Entscheidungs- und Handlungsprozesse in der Sport- und Gesundheitspolitik unterstützen, zweitens konkrete Rehabilitationsmaßnahmen in der Therapie verbessern und drittens die Entwicklung effektiver Präventionsinstrumente sowohl im Leistungssport als auch in der Allgemeinbevölkerung fördern sollen. Beispiele dafür sind Arbeiten in der Dopingprävention oder die Unterstützung von Dual Careers im Sport.