Tagungen und Symposien

7. - 8. April 2017

Investigation - Rekonstruktion - Narration. Geschichten und Geschichte im Krimi der Slavia

Tagung zu Ehren von Prof. Dr. Norbert Franz

Programm

Das Programm finden Sie hier.

18. bis 20. September 2014, Potsdam

Internationales Symposium "Andrej Tarkovskij - der Weg zum Klassiker"

Andrej Tarkovskij ist es gelungen, innerhalb weniger Jahre und mit einem eher schmalen Ouevre an Filmen weltweit Anerkennung zu finden und sich in die Filmgeschichte einzuschreiben. Das erste internationale ihm gewidmete Symposium untersucht die Rezeption seines Werkes in verschiedenen Ländern und fragt nach dem aktuellen Interesse.

Die Tagung wird durch die Professur für Ostslavische Literaturen und Kulturen der Universität Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Franz und der Mitwirkung von Dr. Natascha Drubek (Regensburg) und Dr. Irina Gradinari (HU Berlin) veranstaltet.

 

Programm

Das Programm zur Tagung finden Sie hier.

Ergebnisse der Tagung

Die Ergebnisse der Tagung wurden in den von Norbert Franz herausgegebenen Sammelbändern Andrej Tarkovskij: Klassiker - Классик - Classic - Classico (2 Bd.) (Potsdamer Universitätsverlag 2016) publiziert.

 

4. / 5. November 2011

"Sans souci avec cinéma. Kulturinszenierungen in bewegten Bildern"

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8. bis 10. April 2010

Internationale Tagung: "Russische Küche und kulturelle Identität"

Ein internationales Symposium sollte im Frühjahr 2010 (8. – 10. April) ein bislang weitgehend vernachlässigtes Feld der slavistischen kulturwissenschaftlichen Forschung erkunden und Perspektiven für die zukünftige Beschäftigung mit dem Thema aufzeigen: Russische Küche und kulturelle Identität. Die üblichen Aspekte des kulinarischen Themas (Essen und Trinken als Gemeinschaftserfahrung; kulinarische Traditionen als kulturelles Erbe; Erweiterungen des Rezepte-Repertoires durch kulturelle Kontakte; Geschichte der Küche als Verfeinerung des Geschmacks) haben im Falle Russlands eine besondere Brisanz, denn die russische Küche war bis zur Sowjetepoche sehr stark durch religiöse Aspekte (Verzehrbares und Tabuiertes, Fasten und Festessen) bestimmt. Die Sowjetepoche hat zwar durch den intrasowjetischen Austausch an Lebensmitteln Ansätze zu einer „sowjetischen Küche“ ermöglicht – diese aber nicht wirklich befördert. Im Zuge der Rückbesinnung auf die vorsowjetischen Traditionen hat im postsozialistischen Russland auch die traditionelle Küche eine Renaissance erlebt, die u.a. deshalb möglich wurde, weil in der Emigration die Erinnerungen z.T. nur noch schriftlich aufbewahrt worden waren. Russland kocht heute wieder und tauscht Rezepte im Internet aus (CfP).

Die Tagung wurde mit der freundlichen Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft durchgeführt.

Международный симпозиум, который состоялся 8 – 10 апреля 2010 года, ставил своей целью исследование малоизученной области славистского культуроведения и определение перспектив для дальнейшего изучения темы Русская кухня и культурная идентичность. Традиционные аспекты кулинарной тематики (еда и напитки как социальный опыт; кулинарные традиции как культурное наследие; расширение репертуара рецептов вследствие контактов между культурами; история кухни с точки зрения совершенствования вкуса) в России особенно интересны, так как русская кухня до начала советской эпохи в большой степени определялась религиозными нормами (разрешенная и табуизированная пища, посты и праздники). Советская эпоха, хоть и создала благодаря внутрисоюзному обмену продуктами питания основы „советской кухни“, не способствовала ее развитию. В процессе возвращения к дореволюционным традициям в постсоветской России традиционная кухня пережила ренессанс, который стал возможен и благодаря тому, что воспоминания о ней были письменно сохранены эмиграцией. Сегодняшняя Россия снова возвращается к старым рецептам и обменивается ими в Интернете.

 

Programm

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Rahmenprogramm

Podiumsdiskussion mit AnneVolokh, Autorin von TheArtofRussianCuisine: Искусство приготовления поваренной книги.

Ergebnisse der Tagung

Die Ergebnisse der Tagung wurden  in dem von Norbert Franz herausgegebenen Sammelband Russische Küche und kulturelle Identität (Potsdamer Universitätsverlag 2013) publiziert. Der von Norbert Franz und Nina Frieß herausgegebene Folgeband erschien unter dem Titel Küche und Kultur in der Slavia. Eigenes und Fremdes im ausgehenden 20. Jahrhundert (Potsdamer Universitätsverlag 2014).

23. bis 28. September 2003

"Sankt Petersburg - Der akkurate Deutsche"

(mit Dr. Ljuba Kirjuchina)

 

In seinem Essay Peterburgskie zapiski 1836 goda („Petersburger Aufzeichnungen aus dem Jahr 1836“) stellt Nikolaj Gogol’ in Bezug auf Moskau fest, dass es immer noch den russischen Bart trage ("Она до сих пор русская борода"), Sankt-Petersburg dagegen sei schon ein akkurater (d.h. wohl: rasierter) Deutscher ("уже аккуратный немец").

Gogol’s Formulierung ist nicht nur witzig, sie zeigt eine für das vorrevolutionäre Russland typische Wahrnehmung der damaligen Hauptstadt: sie gilt nicht nur als fremdartig, sondern als tatsächlich fremd – "deutsch" ist Sammelbegriff für die westlichen Ausländer schlechthin. Sie hat nicht nur einen deutschen Namen, der erst 1914 slavisiert wird, im 19. Jh. besteht ein gutes Drittel der Bevölkerung aus Ausländern. Diese "deutsche" Stadt wurde – und darauf weist Gogol’ hin, wenn er von "noch" und "schon" spricht – von den meisten Zaren als zivilisatorisches Ziel für ganz Russland gesehen, von der Masse der Bevölkerung bewundert aber auch gefürchtet. Faszination und Anregung, Orientierungsprobleme und Überfremdungsängste kennzeichneten die Metropole schon zu einer Zeit, als noch niemand von Globalisierung und Migrationsströmen sprach.

Der "Mythos von Sankt-Petersburg" wurde in der Forschung immer wieder einmal zum Thema gemacht, neben Untersuchungen liegen Reader und literarische Reiseführer vor. Daneben gibt es aber auch eine historische Forschung zu den Deutschen, die in Sankt-Petersburg gelebt und gewirkt haben. Was fehlt, ist eine Zusammenführung der Forschungsrichtungen unter der Perspektive einer Kulturtheorie, die die Identitäts- und Alteritätsforschungen ebenso aufgreift wie die kultursemiotische Topologie und gleichzeitig sozial- und wirtschaftshistorisch "geerdet" ist. Dies stellt sich das Symposium zur Aufgabe.

Forscher(innen) aus dem In- und Ausland sind eingeladen, sich mit Beiträgen an der Konkretisierung und Bearbeitung der Problemstellung zu beteiligen. Der Aufruf zur Teilnahme richtet sich an Forscher(innen) aus verschiedenen Disziplinen, wie- Wirtschafts- und Sozialgeschichte,- Religions- und Kirchengeschichte- Geschichte der staatlichen Institutionen und der Politik- Wissenschafts- und Bildungsgeschichte- Geschichte der Künste (Musik, Theater, Literatur) und Kulturtheorie.

Damit sind zugleich wichtige Felder genannt, auf denen Deutsche in der Geschichte Sankt-Petersburgs tätig waren und wo sie die Stadt mitgeprägt haben. Diese Felder kommen auf dem Symposium zur Sprache – der angestrebte methodische „Mehrwert“ besteht darin, dass die Einzelthemen interdisziplinär kontextualisiert und auf die im Hintergrund stehende Frage nach dem Eigenen und dem Fremden bezogen werden. Der dahinter stehende Problemhorizont ist die Frage nach den Strategien kultureller Selbstbehauptung und Assimilation.

Veranstalter sind:- Institut für Slavistik der Universität Potsdam (Lehrstuhl für Ostslavische Literaturen und Kulturen),- Deutsches Kulturforum östliches Europa e.V., Potsdam

Das Symposium wurde mit der freundlichen Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung durchgeführt.

 

Programm

Das Programm zur Tagung finden Sie hier.

Ergebnisse der Tagung

Die Ergebnisse der Tagung wurden  in dem von Norbert Franz und Ljuba Kirjuchina herausgegebenen Sammelband Sankt Petersburg - der akkurate Deutsche. Deutsche und Deutsches in der anderen russischen Hauptstadt (Peter Lang 2006) publiziert.

5. bis 9. April 2000

"Florenskij - Tradition und Moderne"

(mit PD Dr. Frank Haney)

16. bis 19. Oktober 1997

"Bühne und Öffentlichkeit"

(mit Prof. Dr. Herta Schmid)