"Bewegungsbilder": Kurationsseminar mit dem FilmFestival Cottbus

Bild: © Sandra Kucmierczyk

Ab dem SoSe 2019 bietet das FilmFestivals Cottbus gemeinsam mit der Universität Potsdam im Rahmen eines Projektseminars Studierenden die Möglichkeit, eine eigene Sektion des Festivals zu kuratieren.

Im Seminar werden grundlegende Kurationstechniken erlernt und gemeinsam eine Filmauswahl rund um das Thema der Sektion „Bewegungsbilder: Migration im osteuropäischen Film“ zusammengestellt. TeilnehmerInnen haben die Gelegenheit, Einblicke in die PR- und Marketing-Arbeit der Kulturbranche zu erhalten, das Festivalmagazin mitzugestalten und in der Festivalzeit vom  05.-10. November 2019 in Cottbus die selbstgewählten Filme anzumoderieren, Q&A-Runden leiten und Interviews mit Filmschaffenden führen. Der Programmdirektor des FFC Bernd Buder wird das Projektseminar begleiten.

Projektleitung: Irine Beridze (UP), Christiane Schäfer (UP), Bernd Buder (FFC)

Pressemitteilung zum Kurationsprojekt

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Foto: © Sandra Kucmierczyk

Bernd Buder als Gast im Projektseminar in Potsdam

Das Kurationsseminar geht in die heiße Phase: Am vergangenen Freitag (10.5.) wurde Programmdirektor Bernd Buder im Seminar begrüßt. Er sprach mit den Studierenden von Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) über die Geschichte und Praxis des Filmfestivals und gab wertvolle Tipps zu Kurations- und Recherchetechniken für die Suche nach dem richtigen Film.

Nach den einführenden Sitzungen recherchieren die Seminarteilnehmer*innen/ angehenden Slawist*innen und Kulturwissenschaftler*innen jetzt zu osteuropäischen Filmneuheiten, die in das Programm der Sondersektion des FFC 2019 Eingang finden werden.

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Die Geschäftsführung des FilmFestival Cottbus im Kurationsseminar zu Gast

Geschäftsführer des FFC Andreas Stein und Programmdirektor Bernd Buder waren am 5. Juli zu Gast im Kurationsseminar „Bewegungsbilder“. Die Studierenden von UP und EUV hatten die Möglichkeit, die beiden Festivalorganisatoren zur Veranstaltungsstruktur des FFC zu befragen und einen Einblick die das ganze Jahr über laufenden Vorbereitungen zu erhalten, die die erfolgreiche Durchführung des Festivals letztendlich möglich machen. Andreas Stein und Bernd Buder sprachen insbesondere auch über die Eigenheiten und Chancen des Standorts Brandenburg und die Verknüpfungen von FilmFestival und Stadt Cottbus. Darüber hinaus waren Thema des Gesprächs die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Wissenschaft und dem außeruniversitären Kulturbetrieb, sowie welche Möglichkeiten Studierenden der Osteuropa-Studien in der Praxis der Festivalorganisation offenstehen.

September 2019 – Die Filmauswahl und der Titel der Filmsektion stehen schon fest

Die von den Studierenden der Universität Potsdam und der Universität in Frankfurt (Oder) im Rahmen des 29. FilmFestival Cottbus kuratierte Sondersektion trägt den Titel „Fluchtbewegungen: Angst und Ankommen in Osteuropa“. Im Rahmen des Filmprogramms werden sieben Filme (darunter sowohl Kurzfilme als auch Spiel- und Dokumentarfilme) gezeigt.

Das FilmFestival Cottbus findet vom 05.-10. November 2019 statt. Das genaue Programm kann hier eingesehen werden.

Die Bildeindrücke von unserem Auftaktfilmabend am 23. Oktober an der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)

Fotos (C): Franziska Kokocinski

Dokumentation:

Das Kurationsteam auf dem 29. FilmFestival Cottbus

Tag 1: Mittwoch, 06.11.2019

Heute startete die von den Studierenden der Universität Potsdam und der Frankfurt (Oder) kuratierte Sektion „Fluchtbewegungen: Angst und Ankommen in Osteuropa“ auf dem FilmFestival Cottbus. Präsentiert wurden zwei Kurzfilme: „Bureau“ von Viktor Oszkar und „Children of Spring“ von Dušan Solomun. Mit den Gästen - der Hauptdarstellerin von „Bureau“ Anna Figner und mit dem Hauptdarsteller von „Children of Spring“ Ahmad Alkurdi und dem Regisseur Dušan Solomun sprachen die Studierenden im anschließenden Q&A über die osteuropäischen filmischen Auseinandersetzungen der sog. „Flüchtlingskrise“ und über die Herausforderungen, mit denen die FilmemacherInnen konfrontiert werden.

Tag 2: Donnerstag, 7. November 2019

Auf dem FilmFestival Cottbus lief am Donnerstag das Filmprogramm aus der Specials-Sektion im Obenkino weiter. Die Studierenden zeigten gemeinsam mit den Gästen drei Kurzfilme aus Ungarn, der Slowakei und Slowenien. Mit „Collapsed Lung“ (Regie: Ambrus Fatér), „Gardeners“ (Mira Fornay) und „A new Home“ (Ziga Virc) gelang es den RegisseurInnen, einen differenzierten und kritischen Blick gegenüber den irrationalen Ängsten in Hinblick auf die Begegnungen mit sogenannten „Fremden“ in einer Genrevielfalt zu schaffen.

Tag 3: Freitag, 8. November 2019

Am Festival-Freitag wurde der Film "Omar and Us" von Maryna Er Gorbach und Mehmet Bahadir Er im Glad-House gezeigt. Im Gespräch mit den Studierenden beleuchtete die Co-Regisseurin im Q&A im Anschluss des Filmes die Motivation der FilmemacherInnen und wies darauf hin, dass Menschen trotz aller aufgeladenen Politik um uns herum, das Menschliche nicht vergessen sollten.

Tag 4: Samstag, 9. November 2019

Am Samstag ging unsere Filmreihe „Fluchtbewegungen: Angst und Ankommen in Osteuropa“ auf den FilmFestival Cottbus zu Ende. Den Abschluss bildete der Film „The Good Postman“ von Tonislav Hristov. Der Dokumentarfilm portraitiert ein bulgarisches Dorf, welches an der Grenze zur Türkei direkt auf einer Fluchtroute liegt. Er bietet dabei einen Einblick, wie Migration abseits der großen Schauplätze der sogenannten „Flüchtlingskrise“ 2015 verhandelt wurde. Der Produzent Kaarle Aho hat zum Drehprozess und zur Produktion des Films interessante Hintergründe erläutert.

 

Fotodokumentation der Filmvorstellungen in Cottbus