C03: Effekte von Variabilität im Input auf Wortlernen und Worterkennen bei Kleinkindern

Das Projekt untersucht Effekte von phonetischer und akustischer Variabilität im sprachlichen Input auf die Etablierung phonologischer Kategorien im frühen Erstspracherwerb. Hierbei wird die Hypothese verfolgt, dass spezifische Typen von Variabilität positive Effekte auf die Kategorienbildung hat, andere Typen von Variabilität die Kategorisierung hingegen nicht stützt und sogar erschwert.  Ein wesentlicher Teil unserer experimentellen Untersuchungen umfasst Lernexperimente mit 14-Monate alten Kleinkindern und zwar Wortlernexperimente, die vor allen Dingen auf das Lernen und Differenzieren von Minimalpaaren abzielen. Im Fokus steht die Hypothese, dass nur spezifische Formen von Variabilität das Erkennen phonologischer relevanter akustischer Dimensionen im Signal erleichtern.

In einem ersten Untersuchungsblock konnten wir vorherige Befunde bestätigen, nach denen die Präsentation der Wörter im Experiment durch mehrere Sprecher das Lernen von Minimalpaaren ermöglicht, während sich bei der Präsentation durch einen einzigen Sprecher kein Lernerfolg zeigte. Folgeuntersuchungen konnten belegen, dass sich dieser Effekt auf Variabilität im akustischen Signal beschränkt, Variabilität in der visuellen Präsentation des Referenten des zu lernenden Wortes zeigte hingegen keinerlei positive Effekt auf das Differenzieren von Minimalpaaren.

Im dritten Untersuchungsblock wird die Hypothese getestet, dass phonetische Variabilität, die die in natürlicher Sprache beobachtete Relationen von Kovariabilität verschiedener phonetischer Dimensionen repräsentieren, Kategoriebildung in besonderer Weise unterstützt. Hierbei soll zum einen untersucht werden, ab welchem Alter Säuglinge für diese natürlichen Relationen sensitiv sind und zum anderen, ob Stimuli, die diese natürlichen Relationen aufweisen, besser gelernt werden als  Stimuli, die diesen Relationen  nicht entsprechen.

Es werden unterschiedliche experimentelle Methoden der frühkindlichen Entwicklungsforschung verwendet: Blickbewegungsmessung verbunden mit Habituierungs- und Familiarisierungstechniken, Lernexperimente, Analysen der Pupillenveränderung,

Mitarbeiter

Prof. Dr. Barbara Höhle

PI C03

 

Campus Golm
Department Linguistics
Karl-Liebknecht-Strasse 24-25, House 14, Room 2.10
14476 Potsdam

Prof. Dr. Adamantios Gafos

PI C03

 

Campus Golm
Department Linguistics
Karl-Liebknecht-Strasse 24-25, House 14, Room 3.15/3.16
14476 Potsdam

Marc Hullebus

 

Campus Golm
Department Linguistics
Karl-Liebknecht-Strasse 24-25, House 14, Room 3.28
14476 Potsdam

Dr. Alan Langus

 

Campus Golm
Department Linguistics
Karl-Liebknechts-Str. 24-25, House 14, Room 2.03
14476 Potsdam

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