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Anne Pirwitz - Lehre

PULS Profil

 

Wintersemester 2019 / 2020

Übung: „Medien, Mythen, Migration. Fake, Fiktion und Faktizität“

Mittwoch 14-täglich 16-20 Uhr
Raum: 1.19.0.13

 

Vergangene Semester

SoSo 2019

  • Heimat als Utopie. Nostalgie und Sehnsucht im „accented cinema“. 

In seinem Essay „Heimat als Utopie“ bezeichnet Bernhard Schlink Heimat als einen Nicht-Ort, der seinen Wert erst erlangt, wenn man ihn verlassen hat und der mehr ein Gefühl als ein konkreter Ort ist. In Zeiten der Mobilität und Flexibilität bekommt der Heimatbegriff eine neue Bedeutung. Heimat wird zum Zeichen einer unwiederbringlichen Vergangenheit. Erst die Erinnerungen machen den Ort zur Heimat, der letztendlich die Sehnsüchte nach Geborgenheit, Stabilität und einer intakten, überschaubaren Welt aus Kindertagen verkörpert und der schnelllebigen, vielfältigen und sich in einem ständigen Wandel befindenden postmodernen Gegenwart kontrastiv gegenübersteht. Wie viel hat die vorgestellte Heimat überhaupt noch mit der wirklichen Heimat gemeinsam? Welche Rolle spielt Heimat überhaupt in unserer flexiblen und mobil gewordenen Welt? Und wird Heimat im Zeitalter der Globalisierung zu einem Mythos und letztlich zu einer Utopie?

„The dream of a glorious homecoming“ (Naficy, 2001) wird zu einem dominanten Thema des “accented cinema”, unter dem nach Hamid Naficy Filme zu verstehen sind, die unter der Erfahrung von jeglichen Formen der Migration entstanden sind oder diese thematisieren. Im Seminar wollen wir nun anhand dieser Filme untersuchen, was Heimat bedeutet, wie sie im Film dargestellt wird und welche Verbindungen zum Genre des Heimatfilms bestehen. Eine theoretische Grundlage bildet dazu u.a. der von Michail Bachtin eingeführte Begriff des Chronotopos, der einen „untrennbaren Zusammenhang von Zeit und Raum“ (Bachtin, 1975) bezeichnet und von Naficy um den Chronotopos der Heimat im „accented cinema“ ergänzt wurde.

WiSe 2018/2019

  • Migration im Film. Semiotische Analyse filmischer Räume: Nicht-Orte, Heterotopien und Transitorte

    Migration ist ein Phänomen das bereits seit Beginn der Menschheitsgeschichte existiert. Heute, im 21. Jahrhundert nimmt Migration, beeinflusst durch die Globalisierung, neue Formen an. Dadurch kommt es aber nicht etwa zur Auflösung des Raumes, sondern zur Entstehung neuer transnationaler Sozialräume. Der Raumbegriff bleibt von Bedeutung.

    Ob in der Musik, der Kunst, der Literatur oder im Film- überall erfreut sich der Topos der Migration großer Beliebtheit. In diesem Seminar wollen wir uns mit der Thematik der Migration in Kurz- und Spielfilmen aus verschiedenen Ländern beschäftigen. Der Schwerpunkt liegt auf der semiotischen Analyse filmischer Räume. Hierbei soll besonders das Verhältnis zwischen den präsentierten Architekturräumen und den transnationalen sozialen Räumen der Figuren untersucht werden. Im Fokus der Analyse stehen sogenannte Transit-Orte, wie der Flughafen, der Hafen, der Bahnhof oder das Hotel, deren Darstellung und Semantik im jeweiligen Film genauer betrachtet werden sollen.

SoSe 2018

  • Migration in Zeiten der Globalisierung: Transmigration und pluri-lokale Sozialräume