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Lehrangebot – Angewandte Kulturwissenschaft und Kultursemiotik

Sommersemester 2019

Mythos und Logos – Funktion und Wirkung zweier Formen der Weltgestaltung

Dozentin: Prof. Dr. Eva Kimminich
Zeit: Mi 10-12 Uhr
Raum: 1.19.0.13

Mythen sind eine besondere symbolische Form, mit der Leben und Tod, Welt und Universum, aber auch unser Alltagsleben erklärt wird. Der Mythos wurde im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder dem Logos als rationales Welterklärungsmodell entgegensetzt. Um das Wesen und Wirken des Mythos gestern wie heute bzw. v.a. heute auch seine gezielte Nutzung zu verstehen, müssen wir uns sowohl mit der Bewertung des Mythos als auch mit den postulierten Vorzügen des Logos auseinandersetzen, um sowohl einer Mythisierung des Logos als auch der des Mythos vorzubeugen. Beide Erklärungsmodelle haben Schwächen und Stärken.

Leistungspunkteerwerb: Testat, Referat und Hausarbeit, Vodcast oder Legevideo

Module: ROM_MA_011 Profilmodul Kognitive Konzepte und Kultursemiotik, ROM_MA_003 Fortgeschrittenes Wissen Kultursemiotik

 

Natur – Mensch – Kultur. Geschichte und Gegenwart eines ambivalenten Verhältnisses

Dozentin: Prof. Dr. Eva Kimminich
Zeit: Di 10-12 Uhr
Raum: 1.19.0.13

Als Kulturschaffender bewegt sich der Mensch seit Jahrhunderten auf einer Gratwanderung. War er zunächst einer ihn bedrohenden Natur ausgesetzt, so wurde er durch Erfindergeist zunehmend selbst zu einer Bedrohung der Natur. Grundlage dieser Entwicklung ist neben den technischen und technologischen Möglichkeiten, die er entwickelt hat, um sein Leben zu erleichtern und seine eigene Vergänglichkeit zu bezwingen, vor allen das Verständnis von Natur bzw. von Kultur sowie das zwischen diesen beiden Polen immer wieder neu formulierte Selbstverständnis. Wie dieses Selbstverständnis heute definiert wird, wird entscheidenden Einfluss auf die Zukunft von Natur, Mensch und Kultur nehmen. Wir werden uns daher einerseits mit Kultur-, Kunst-, Technik- und Wissenschaftsgeschichte befassen, sie als Zeichensysteme im Hinblick auf Natur-, Kultur- und Selbstverständnis lesen, um diese Entwicklung vor dem Hintergrund der jeweiligen Machtaggregate nachzuvollziehen und ihre entscheidenden Wendepunkte herauszuarbeiten. Andererseits sollen Gegenbewegungen ins Blickfeld gerückt werden, die zeigen, dass es alternative Konzepte und insbesondere alternative Formen kulturellen Lebens gab und gibt, die Natur und Kultur nicht in ein unvereinbares Spannungsverhältnis setzen. Damit ist nicht nur ein anderes Selbstverständnis verbunden, sondern auch eine andere Einstellung zur Lebensführung.

Leistungspunkteerwerb: Testat, Referat und Hausarbeit, Vodcast oder Legevideo

 Module: ROM_MA_002 Fortgeschrittenes Wissen Kulturwissenschaft

 

Modernisierung  – Landflucht  – Tourismus

Dozentin: Prof. Dr. Eva Kimminich
Zeit: 19.-26. Juni 2019, (Besprechungstermine siehe Puls)

Bei diesem Blockseminar handelt es sich um eine 7-tägige Exkursion mit  Vor- bzw. Nachbesprechungsterminen. Thema ist der Lebensalltag einer Hirtensiedlung im Piemont. In den 16 zwischen 1200 und 1800 m hoch gelegenen Streusiedlungen Rimellas hat sich teilweise ein Lebensalltag erhalten, der vormoderne Lebensweisen dokumentiert. Durch EU-Förderungen werden zunehmend Gelder dazu eingesetzt, Straßen zu bauen und einzelne Häuser zu renovieren. Diese Maßnahmen unterstützen nur geringfügig die tatsächlichen Bedürfnisse der Bewohner und zerstören teilweise eine Landschaft, die bisher einen sanften Wandertourismus angezogen hat, von dem die Dorfbewohner leben.

Ziel der Exkursion ist es, zum einen die vormodernen Lebensweisen und ihren Zusammenhang mit Lebensraum und Lebensqualität kennenzulernen (Lebensgeschichten). Zum anderen sollen die teilweise bereits umgesetzten bzw. geplanten Modernisierungsmaßnahmen im Hinblick auf ihren tatsächlichen Gewinn für Lebensqualität diskutiert werden.

Leistungspunkteerwerb: Referat, Zeitzeugendokumentation oder Reflexionsbericht (als Modularbeit)

Module: ROM_MA_010 Storytelling und Creative Writing

 

Kolloquium für Master und Doktoranden

Dozentin: Prof. Dr. Eva Kimminich
Zeit: Mo 18-20 Uhr
Raum: 1.19.4.15

Das Forschungskolloquium bietet ein Diskussionsforum für Dissertationsvorhaben und Masterarbeiten, um die Entwicklung von Forschungsthesen und das methodische Vorgehen zu optimieren. BITTE NUR BELEGEN, wenn Sie an einer Abschlussarbeit arbeiten oder eine solche beginnen.

Leistungspunkteerwerb: Mündliche Präsentation über Problemstellung, Methode u. Gliederung der Masterarbeit mit Diskussion (unbenotet)

Module: ROM_MA_007 Abschlusskolloquium Kulturwissenschaft/ Kultursemiotik

 

Das Drei-Minuten-Drehbuch: Wie schreibe ich ein Kurzfilmdrehbuch zum Thema Natur-Mensch-Kultur?

Dozent: Gunar Hochheiden
Zeit: 4./5.5 und 25./26.5 10- 18 Uhr
Raum: 1.19.1.21

Die Basis eines jeden Films ist das Drehbuch. Es gehorcht bestimmten Gesetzmäßigkeiten – dramaturgisch, technisch, ästhetisch. Ohne Drehbuch kein Film, egal welchen Genres und welcher Länge. Das Seminar arbeitet theoretisch sowie anhand von Beispielen detailliert heraus, wie ein erfolgreiches, professionelles Drehbuch geschrieben und gestaltet wird, was ein gutes Drehbuch ausmacht und welche Fertigkeiten neben Kreativität vom Autor bzw. der Autorin verlangt werden. Jede(r) Studierende schreibt (alternativ auch in Kleingruppen) zwischen den beiden Wochenenden des Blockseminars ein eigenes Kurzfilmdrehbuch, das als verbindliche Vorgaben lediglich die Thematik "Natur – Mensch – Kultur" sowie die ungefähre Länge von drei Minuten besitzt. Alle Drehbücher werden dann gemeinsam einer konstruktiven Kritik unterzogen.

Leistungspunkteerwerb: Testat, Durchführungsreflexion, Drehbuch

Module: Übung, ROM_MA_009 Medienpraxis Rundfunk

 

Storytelling im Hörspiel

Dozentin: Dr. Uta Ackermann-Frisch
Zeit: 27./28.4. und 25./26.5. je 10-18 Uhr
Raum: 1.19.4.15

Das Seminar konzentriert sich auf radiophone Effekte und die akustische Umsetzbarkeit des Geschichtenerzählens. Ein Streifzug durch die Geschichte des Hörspiels führt die Studierenden in das Genre ein und bietet anhand zahlreicher Hörbeispiele einen Einblick in die Bandbreite vom klassischen Wort-Hörspiel über das O-Ton-Hörspiel, die Akustische Kunst und die Kunstkopf-Stereophonie bis zu hin zu den neuesten Tendenzen. Anschließend entwickeln die Studierenden selbst in Gruppen- oder Einzelarbeit eigene Kurzhörspiele und präsentieren sie als Live-Hörspiele oder Produktion dem Plenum.

 Leistungspunkteerwerb: Präsentation eines Kurzhörspiels im Plenum sowie schriftliche Dokumentation über die Genese

 

(Bild-)Zeichen – Körper – Medium – Apparat: Semiotik digitaler Bilder in medialen Umgebungen

Dozent: Julius Erdmann
Zeit: Mo 12-14 Uhr
Raum: 1.19.0.12

Leistungspunkteerwerb: Kurztest, Klausur, Hausarbeit oder Präsentation mit Diskussion

 Module: Seminar, ROM_MA_008 Mediensemiotik

 

Das Portrait

Dozent: Prof. Dr. Andreas Köstler
Zeit: Fr 10 - 12 Uhr (voraussichtlich)
Raum: Berliner Museen und Seminarraum (Angabe folgt)

Portraits werden meist als direkte Verbildlichungen der Dargestellten und ihrer Intentionen verstanden, zumal, wenn sie politisch gewichtig sind seltener schon wird der Aspekt der Adressatengerechtigkeit mitbedacht. Die Ansprüche, die von beiden Seiten, vom Besteller wie vom Betrachter, in die Bildformulierungen eingehen, spannen zwischen sich einen Raum auf, in dem über die endgültige Gestalt eines Werkes befunden wird.

Dieser Bereich zwischen der Wirkungsabsicht, die der Dargestellte mit seinem Portrait verfolgt, und den Erwartungen, die der Rezipient an das Portrait heranträgt, soll im Seminar besonders interessieren: Die Auswirkungen unterschiedlicher bildprägender Kräfte, die das Portrait zu einem Ausgleichserzeugnis werden lassen. Anhand gut dokumentierter Beispiele soll der Entstehungsprozess einzelner Portraits zwischen Bildnis-Findung und Image-Bildung genauer in den Blick genommen werden. Von einer detaillierteren Sicht auf die Entstehungsumstände sind Einblicke zu erhoffen, die das intentionalistische, funktionale oder rezeptionsästhetische Verständnis des Portraits erweitern können.

Leistungspunkteerwerb: Testat, Referat und Hausarbeit

 Module: AVL_MA_002 Präsentation und Repräsentation