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Neues aus der Provinz – Eine Potsdamer Ringvorlesung nimmt sich das Landleben vor

Nichts los auf dem Lande? Der ländliche Raum hat lange Zeit nur wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Stattdessen lag der Fokus auf städtischen Kulturräumen. Eine Vortragsreihe des Instituts für Slavistik lenkt den Blick wieder auf ländliche Topographien. Unter dem Titel „Was gibt es Neues auf dem Lande? Ethnologische, historische und literarische Perspektiven auf das ost(mittel)europäische Dorf“ referieren acht internationale Gastwissenschaftler zu aktuellen Fragen ruraler Studien. Die Reihe beginnt am 3. November mit einem Vortrag von Prof. Dr. Chris Hann, Direktor des Max Planck Instituts für ethnologische Forschung, im Potsdamer Einstein Forum.

Die Geisteswissenschaften entdecken ländliche Kulturräume wieder. Ethnologie und Kulturanthropologie betrachten das osteuropäische Dorf vor allem im Kontext der Transformationsforschung oder aus der Perspektive postkolonialer Studien. Zugleich beobachtet die Soziologie eine wachsende Sensibilität für das hierarchische Gefälle zwischen Stadt und Dorf. Die jüngsten historischen Nachforschungen wiederum fragen nach den Auswirkungen der dramatischen und oftmals tabuisierten Geschichte osteuropäischer Provinzen während des Zweiten Weltkriegs. Für die Dorfgemeinschaften sind diese bis heute spürbar. Nicht zuletzt interessiert das Dorf als eine nach wie vor beliebte literarische Topographie.
Die Ringvorlesung umfasst acht Gastvorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Polen, Israel, Russland und der Ukraine, die sich aus unterschiedlicher Perspektive mit dem ost(mittel)europäischen Dorf befassen. Eröffnet wird die Ringvorlesung von Prof. Dr. Chris Hann, Direktor des Max Planck Instituts für ethnologische Forschung in Halle und Pionier der kulturanthropologischen Forschung zum osteuropäischen Dorf. Aus ethnologischer Perspektive werden darüber hinaus Prof. Dr. Michał Buchowski (Poznań, Frankfurt/Oder), Yechiel Weizmann (Haifa) und Prof. Dr. Anna Engelking (Warschau) vortragen. Aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive sprechen Dr. Tetjana Portnova (Dnipropetrovs‘k) und Dr. Katja Bruisch (Moskau). Zwei Vorträge beschäftigen sich mit der ukrainischen (Dr. Tatjana Hofmann, Zürich) und russischen (Dr. Nina Weller, München) Dorf-Literatur.

Zeit: 3.11.-2.2.2015, 18.00-20.00 Uhr, Eröffnungsvortrag : 03.11.2015, 19.00 Uhr
Ort: Eröffnungsvortrag: Einstein Forum, Am Neuen Markt 7, 14467 Potsdam. Alle folgenden Vorträge in der Wissenschaftsetage im Bildungsforum (WIS), 4. OG, Am Kanal 47, 14467 Potsdam
Kontakt: Prof. Dr. Magdalena Marszałek und Yaraslava Ananka, Institut für Slavistik
E-Mail: anankauni-potsdamde
Internet: https://www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/slavistik/kulturstudien/assets/Ringvorlesung_Flyer_klein.pdf

Medieninformation 23-10-2015 / Nr. 141
Jana Scholz

Universität Potsdam
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Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
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E-Mail: presseuni-potsdamde
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Online gestellt: Edda Sattler
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktionuni-potsdamde