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Jüdische Mathematiker – Ausstellung an der Universität Potsdam

Über „Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur“ informiert eine Wanderausstellung, die vom 16. bis 29. April 2015 an der Universität Potsdam am Neuen Palais Station macht. Das Institut für Mathematik und das Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft holten sie gemeinsam nach Potsdam. Die Ausstellung und ein begleitendes Kolloquium thematisieren die tragende Rolle jüdischer Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Welt vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg. Eröffnung ist am 16. April um 10.15 Uhr im Auditorium Maximum.

In neun Stationen führt die Ausstellung die Tätigkeit jüdischer Mathematiker im deutschsprachigen Mitteleuropa vor Augen. Die Zeitspanne reicht von der rechtlichen und politischen Gleichstellung jüdischer Bürger seit dem frühen 19. Jahrhundert bis zu ihrer Verfolgung und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg. „Die Ausstellung zeigt das breite akademische Wirken, die Leistungen und die Lebensschicksale jüdischer Mathematikerinnen und Mathematiker im deutschsprachigen Mitteleuropa in dieser Zeit“, erklären die Initiatoren der Ausstellung in Potsdam, Prof. Dr. Sylvie Roelly vom Institut für Mathematik und apl. Prof. Dr. Christoph Schulte vom Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft.
Im deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik waren jüdische Mathematiker in vielen verschiedenen Bereichen der akademischen Kultur der Mathematik tätig. Von der Forschung und Lehre über die Mitwirkung im Publikationswesen bis hin zum öffentlichen Diskurs über die Mathematik wirkten sie Seite an Seite mit ihren nichtjüdischen Kollegen. „Die Ausstellung führt die Wissenschaftsgeschichte der Mathematik, die Berufs- und Sozialgeschichte jüdischer Wissenschaftler und die jüdische Kulturgeschichte in Europa zusammen“, so Schulte und Roelly.
Beim begleitenden Kolloquium der Mathematik am 22. April wird Prof. Schulte über „Raphael Levi, Mathematiker und Astronom des 18. Jahrhunderts“ sprechen. Im Anschluss daran hält Prof. Dr. Annette Vogt vom Max-Plack-Institut für Wissenschaftsgeschichte einen Vortrag zum Thema „E. J. Gumbel und seine Mathematiker-Kollegen gegen das NS-Regime“. Die Ausstellung und das Kolloquium wenden sich ausdrücklich an die breite Öffentlichkeit und insbesondere an Schulklassen.  
Das Konzept der Ausstellung entstand 2006 in Zusammenarbeit der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen. Seit 2008 ist die Ausstellung an wechselnden Orten zu sehen. Gefördert wird sie an der Universität Potsdam durch die Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft.

Eröffnung: 16.04.2015, 10.15 Uhr, Auditorium Maximum, Haus 8, Am Neuen Palais
Öffnungszeiten:  16. bis 29.04. 2015, Montag bis Freitag 10-17 Uhr, Eintritt frei
Ort: Universität Potsdam, Campus Am Neuen Palais, 14469 Potsdam, Haus 8, Foyer
Kontakt: Prof. Dr. Sylvie Roelly und Maurilio Gutzeit, Institut für Mathematik
Telefon: 0331 977-1184
E-Mail: jmmath.uni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/uploads01/tx_upevents/Flyer_JMath_2015.pdf , www.juedische-mathematiker.de

Medieninformation 02-04-2015  / Nr. 039
Jana Scholz

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presseuni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/presse

Online gestellt: Edda Sattler
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktionuni-potsdamde