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Checklist: Design und Fotos für Bewerbungsunterlagen

Optisches Feuerwerk oder funktionales Musterschreiben – Wie soll eine Bewerbung aussehen, damit sie positiv in Erinnerung bleibt?

Auf diese Frage gibt es leider keine pauschale Antwort. Geschmäcker sind verschieden und was für  einige schick und ansprechend wirkt, ist für den andere überflüssiger Schnickschnack. Wir wollen aber dennoch eine Annäherung wagen und Ihnen einige Tipps für die Gestaltung Ihrer Unterlagen mitgeben. Denn wahr ist auch: einige geschickte Handgriffe können viel bewirken. Denn ein lieblos gestalteter Lebenslauf ohne Hervorhebungen ist ein schlechtes erstes Arbeitszeugnis und lässt auf wenig Sorgfalt schließen. Wie Sie bei der Gestaltung nicht übers Ziel hinaus schießen und sich gut in Szene setzen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Tipps zur Gestaltung Ihrer Bewerbung

  • Form follows function: Soll heißen: Das Layout sollte die Funktion Ihrer Unterlagen unterstützen und nicht die Hauptrolle spielen. Bewerbungsunterlagen sollen in erster Linie Informationen schnell und übersichtlich darbieten und dabei Individualität ausdrücken. Eine übersichtliche, klare Struktur ist Pflicht. Man sollte auch sehen, dass Sie sich Mühe gegeben haben und sich nicht einfach ein Musterschreiben kopiert haben.
  • Stil passt zu Branche und Tätigkeitsbereich: Wenn Sie unsicher sind, wie "kreativ" Ihre Bewerbung sein soll, schauen Sie sich zunächst an, wie sich der Arbeitgeber selbst präsentiert. Die Stellenausschreibung und Webseite bieten hier gute erste Ansatzpunkte. Es gibt durchaus unterschiedliche Gepflogenheiten in den verschiedenen Branchen. Wenn Sie sich bei einer Bank bewerben, dürfen die Unterlagen klassischer ausfallen, als in einem jungen Medien- Startup.  Auch spielt der Tätigkeitsbereich eine nicht unwichtige Rolle. Wenn Sie sich also z. B. im Bereich Öffentlichkeitsarbeit oder Marketing bewerben, sollten Sie das Layout Ihrer Unterlagen in jedem Fall genauer unter die Lupe nehmen.
  • Stil passt zu Ihnen: Vor allem sollen Sie sich mit Ihren Unterlagen gut repräsentiert fühlen. Schauen Sie noch einmal aus diesem Blickwinkel auf Ihre Bewerbung. Passt der Stil zu Ihnen? Wirkt das Layout stimmig und glaubwürdig?
  • Aus einem Guss: Achten Sie darauf, dass Ihre Unterlagen optisch aufeinander abgestimmt sind. Das wirkt professioneller und übersichtlicher. Anschreiben, Lebenslauf und ggfs. Deckblatt sollten eine Einheit ergeben.
  • Deckblatt  - Ja oder nein?: Das können Sie handhaben, wie es Ihnen am besten gefällt. Ein Deckblatt ist keinesfalls ein Muss. Es kann nur praktisch sein, wenn der Lebenslauf etwas länger wird. Denn dann sparen Sie den Platz für Foto und persönliche Angaben und können Ihre Angaben konkret und übersichtlich darstellen.
  • Schriftarten: Verwenden Sie eine oder maximal zwei Schriftarten und keine Zierschriften. Man unterscheidet zwischen Serifenschriften (z.B. Times New Roman) und serifenlosen Schriften (z. B. Calibri, Arial). Serifenschriften (Serifen = kleine Häkchen an den Buchstaben) werden für längere zusammenhängende Texte (z. B. Romane) genutzt, während man bei Überschriften und kürzeren Passagen serifenlose Schriften nutzt. Für welche Schriftart Sie sich entscheiden sollten, hängt davon ab, wie kleinteilig Ihre Bewerbung aussehen wird. Je mehr Absätze, Unterüberschriften oder Hervorhebungen Sie machen möchten, desto geeigneter ist eine serifenlose Schrift. Letztlich ist auch das eine Geschmackssache, nur sollten Sie alles einheitlich gestalten.
  • Schriftgröße: Bei den Schriftgrößen gibt es je nach Schriftart große Unterschiede. Sie sollten hier also ausprobieren, welche Schriftgröße zu Ihrer Schriftart passt. Generell sollte man die Schriftgröße 10 nicht unterschreiten, damit der Text angenehm lesbar bleibt. Sie können sich gut an der Dreier-Skala für Fließtext, Unterüberschriften und Hauptüberschrift orientieren: entweder 11-13-15 oder 12-14-16.
  • Absatz und Gliederung: Achten Sie auf einheitliche Einzüge, Linien und Abstände. Im Anschreiben können Sie entweder Flattersatz oder Blocksatz verwenden - ganz nach Belieben. Sinnvoll ist ein einfacher Zeilenabstand, da der Text so übersichtlich und kompakt wirkt. Unterteilen Sie im Anschreiben Sinneinheiten immer durch Absätze (je ein Absatz für Einleitung, Motivation, Expertise und Schluss). Am Wichtigsten ist auch hierbei, dass eine klare, übersichtliche Struktur hergestellt wird.
  • Foto: Wenn Sie sich nicht für eine anonyme Bewerbung entscheiden und ein Foto von sich beilegen, sollte auch Ihr Foto stimmig ins Gesamtkonzept passen. Es wäre schade, ein unprofessionelles Foto in eine gut strukturierte und formulierte Bewerbung zu setzen, da die meisten Menschen eben doch auch visuelle Wesen sind.

Darauf sollten Sie achten:

  • aktuelles Foto - Wiedererkennung ist gewährleistet
  • Blickkontakt: gerade Körperhaltung, senkrechte Blickachse und ein offener und freundlicher Blick
  • gut ausgeleuchtetes, freies Gesicht
  • Kleidung wählen, in der Sie sich wohlfühlen und die dem Job angemessen ist
  • Details, die vom Blick ablenken, vermeiden: keine auffälligen Accessoires, tiefen Ausschnitte oder gekünstelte Posen

Tipp: Googeln Sie sich selbst und nutzen Sie die Privatsphäre-Einstellungen der privaten Netzwerke. Es nützt nichts, wenn Sie viel Geld für ein schönes Bewerbungsbild ausgeben, dann aber im Netz nicht so abgebildet werden, wie Sie gerne wirken möchten.