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Scientific, medical und technical writing

Scientific, medical oder technical writer schreiben, wie der Name schon sagt, wissenschaftliche medizinische oder technische Texte.
Bei scientific writern steht dabei vor allem das Veröffentlichen und Zusammentragen von Forschungsergebnissen unter wissenschaftlichen Standards im Mittelpunkt. Die Gründe für eine solche Veröffentlichung können vielfältig sein. So kann es sein, dass ein Forschungsinstitut darauf angewiesen ist, neue Gelder für den weiteren Verlauf einer Studie zu akquirieren und dafür Antragstexte formulieren muss, aber auch im Wissenstransfer und für die öffentlichkeitswirksame Darstellung der eigenen Forschungsarbeit werden scientific writer gebraucht.

Das Medical Writing ist eine besondere Form des scientific writings und Teil der medizinischen Forschung. Bis ein Medikament auf den Markt kommt, durchläuft es einen Prozess aus vielen kleinen Einzelschritten. Medical writer sind in diesen Prozess involviert. Denn sie entwickeln die Unterlagen für klinische Studien, formulieren die Studieninformationen für die Arzneimittelzulassung und fertigen die wissenschaftlichen Publikationen für Fachzeitschriften an. Außerdem erstellen medical Writer die Fach– und Gebrauchsinformationen und werten wissenschaftliche Daten aus. Ein medical writer fragt sich also: Wie kann das medizinische Produkt am besten dargestellt werden? Dabei ist eine klare Struktur und Argumentation besonders wichtig. Als Verbraucher*innen sind uns die Packungsbeilagen von Arzneimitteln wohl das geläufigste Beispiel für die Arbeit der medical  writer.

Darüber hinaus  gibt es auch noch technical writer (auch: Technische*r Redakteur*in), die z. B. die Anwender*inneninformationen zu technischen Geräten (wie Bedienungsanleitungen, Installations- und Montageanleitungen) oder Manuals für PC-Programme ausarbeiten.

Das scientific/medical/technical writing ist kein eingetragener Beruf, weshalb dafür auch kein festgelegter Ausbildungsweg vorgesehen ist. Es werden jedoch kostenpflichtige Weiterbildungen von verschiedenen Institutionen, wie Organisationen, Firmen und privaten Hochschulen angeboten. Doch auch ohne diese zusätzlichen Kurse ist ein Einstieg möglich; wichtig ist nur ein abgeschlossenes Studium und ein sehr gutes Grundverständnis im jeweiligen Fachbereich (beim medical writing in den Naturwissenschaften; beim technical writing z. B. in der IT,…). Denn bei allen drei Arten handelt sich um sehr sach- und wissensorientierte, redaktionelle Tätigkeiten, die eine entsprechende Kenntnis der Disziplin bzw. des Themas voraussetzen. Wer sich für dieses Feld interessiert, muss außerdem sprachlich in der Lage sein, komplexe Sachverhalte in einfacher und auch für Laien verständlicher Weise darzustellen und den Besonderheiten der geforderten Textsorten (Förderanträge, Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, …) gerecht zu werden.

Einstellungsmöglichkeiten bieten z. B. Pharmakonzerne, Forschungsinstitute sowie Biotech-, oder IT-Firmen an. Auch die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein.

Bastian Thaa

medical writer bei der Agentur co.medical für medizinische Kommunikation

klassische Tätigkeiten

mögliche Arbeitsorte

Quellen und weitere Berufsinformationen