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Prozessmanagement

Prozessmanager*innen sind dafür zuständig, die operativen Abläufe und Geschäftsprozesse in einem Unternehmen oder in sonstigen Einrichtungen zu definieren, festzuschreiben und zu überprüfen. Das erklärte Ziel ist es dabei, regelmäßig widerkehrende Standardprozesse (z. B. Einkauf von Gütern, Einarbeitung neuer Mitarbeitender, Versand des Angebotskatalogs,...) möglichst effizient umzusetzen und die Abläufe stetig zu optimieren ( à Prozessoptimierung).
Prozessmanager*innen definieren dafür zunächst den idealtypischen Ablauf dieser Prozesse und halten diesen in sogenannten Prozessmodellen (Prozesslandkarten, Flussdiagrammen, Tabellen, Wertschöpfungskettendiagrammen,...) fest. Zusätzlich zu den einzelnen Prozessschritten werden Kompetenzprofile und Arbeitsanweisungen erstellt, die zeigen, welche Qualifikationen die Bearbeiter*innen der einzelnen Prozessschritte erfüllen und welche Regelungen sie einhalten müssen. Außerdem wird festgehalten, welche technischen Hilfsmittel und sonstigen Ressourcen für die Umsetzung von Nöten sind und wie die Schnittstellen zu angrenzenden Prozessschritten gestaltet werden. Anhand von Geschäftsdaten und Kennzahlen wird dann die Umsetzung der Prozesse überprüft. Hierbei können Differenzen zwischen den idealtypisch beschriebenen Abläufen und deren realer Umsetzung festgestellt und entsprechende Nachbesserungen vorgenommen werden.

Ein gut dokumentiertes Prozessmanagement ist die Grundlage für die Arbeit des Qualitätsmanagements, das neben der Optimierung der operativen Prozesse auch die Umsetzung übergeordneter strategischer Geschäftsziele im Blick hat, wobei es zuweilen auch zu Zielkonflikten zwischen operativen und strategischen Zielsetzungen kommen kann (z. B. effizienter Telefonsupport versus Kund*innenzufriedenheit).

Da beide die Optimierung der internen Abläufe und die Einhaltung bzw. Erfüllung der festgeschriebenen Geschäftsziele zum Ziel haben, fallen Prozess- und Qualitätsmanagement in vielen Einrichtungen zusammen bzw. arbeiten Hand in Hand.

Für den Einstieg empfehlen sich Praktika sowie Trainee-Stellen. Meist wird ein wirtschaftswissenschaftlicher Abschluss gefordert, gelegentlich ist je nach Branche aber auch eine Beschäftigung mit technischem oder gesundheitswissenschaftlichem Hintergrund möglich. Hilfreich sind Erfahrungen mit den gängigen Prozessmanagement- und Evaluationsmethoden sowie solide IT-Kenntnisse.

klassische Tätigkeiten

Quellen und weitere Berufsinformationen