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Jenny Krüger

Foto von Jenny Krüger

Intendantin

sowie Gesellschafterin und Geschäftsführerin beim Filmplus-Festival

 

Was haben sie studiert?

Ich habe Europäische Medienwissenschaft an der Universität Potsdam im Bachelor und Master studiert und anschließend ein Tranieeprogramm als Filmproducer*in absolviert.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Ich habe während und nach dem Studium in verschiedenen Bereichen der Filmproduktion gearbeitet, zuletzt mehrere Jahre als Produktionsleiterin für Dokumentarfilme. Nach meiner Elternzeit habe ich als organisatorische Leiterin bei Filmplus angefangen. Ich hatte mich schon immer für Festivalarbeit interessiert und auch während des Studiums schon mal eine Filmreihe kuratiert und organisiert, aber bis dahin nie die Gelegenheit gehabt, in dem Bereich zu arbeiten. Als ich die Stellenanzeige gesehen hatte, habe ich mich sofort beworben. Glücklicherweise konnte ich damit überzeugen, dass sich die Arbeit nicht grundsätzlich von der einer Produktionsleiterin unterscheidet.
Im vergangenen Jahr habe ich gemeinsam mit zwei Kolleg*innen das Festival als Gesellschafterin übernommen und bin seitdem auch Geschäftsführerin.

Welche drei Sachen haben Sie auf der Arbeit zuletzt erledigt?

Mit der Grafikerin über die Gestaltung eines neuen Flyers gesprochen, einen Zeitplan für zwei Projekte ausgearbeitet, mich auf die Suche nach einer bestimmten Filmkopie begeben, mit dem Ministerium bezüglich einer Förderung telefoniert, drei potenzielle Sponsor*innen angesprochen, Fragen zu den Einreichungen beantwortet, die Buchhaltung des letzten Monats vorbereitet, einen Newsletter verschickt und mit meinen Kolleg*innen die Kinofoyer-Playlist für eine Vorführung in der kommenden Woche zusammengestellt.

Ist Kultur gleich brotlose Kunst?

Grundsätzlich sind die Gehälter und Honorare im Bereich der Festivalarbeit in aller Regel eher gering, vor allem im kuratorischen Bereich, aber auch in der Organisation. Zudem ist vieles Saisonarbeit - viele meiner Kolleg*innen arbeiten bei mehreren Festivals oder Veranstalter*innen oder haben ein zweites Standbein im Filmbereich. Dennoch kann man mit Engagement und Können durchaus sein Auskommen finden.

Wie häufig besuchen Sie kulturelle Veranstaltungen?

Ein- bis zweimal pro Woche. In der Regel sind das Filmpremieren oder Festivals und Filmreihen, die von Kölner Kolleg*innen veranstaltet werden.

Was möchten Sie mit Ihrer Arbeit vermitteln?

Im Vordergrund steht für meine Kolleg*innen und mich die Mission, Filmeditor*innen, die ja sonst eher wenig im Rampenlicht stehen, eine Plattfom zu geben, sich und ihre Arbeit zu präsentieren und selbstbewusst ihre entscheidende Rolle bei der Entstehung eines Films herauszustellen. Ein Film entsteht in der Montage - wie und mit welchem künstlerischen Anspruch, das möchten wir auch unserem Publikum vermitteln. Immer, wenn nach der Vorstellung ein*e Zuschauer*in zu mir kommt und sagt: "So habe ich diesen Film noch nie gesehen.", habe ich das Gefühl, meine Aufgabe erfüllt zu haben.

Was macht Ihre Arbeit interessant?

Meine Arbeit ist äußerst abwechslungsreich, ich treffe auf viele interessante Menschen und darf mich intensiv mit Filmen beschäftigen.

Was fordert Sie an Ihrem Beruf heraus?

Mein Team ist sehr klein, das heißt, ich muss vieles selbst machen und kann wenige Aufgaben delegieren. Zudem ist die Arbeit sehr kleinteilig, d. h. ich muss immer den Überblick über sehr viele verschiedene Dinge haben, die an einem Tag erledigt werden müssen.

Ihre Tipps für Berufseinsteiger*innen?

Schon während des Studiums ein Praktikum oder, noch besser, einen Nebenjob im Wunschbereich suchen. Für verschiedene Berufswege offen sein. Bei Chancen sofort zugreifen.

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