Fabian Fürste

Fabian Fürste

Fabian Fürste

arbeitet in der Abteilung „Onlinedienste und IT-Entwicklung (onIT)“ der Universitätsbibliothek der TU Berlin

 

Wo arbeiten Sie?

Ich arbeite seit 2011 an der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin in der Abteilung „Onlinedienste und IT-Entwicklung (onIT)“. Wir entwickeln und betreuen in einem kleinen Team fast sämtliche internen und externen webbasierten Dienste der UB.


Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen? Haben Sie ein Volontariat oder Traineeship absolviert?

Ich habe Bibliotheks- und Informationswissenschaft und Neuere/Neueste Geschichte studiert und neben meinem Studium eine kleine IT-Firma betrieben. Weil ich meinen Magister mit einem technischen Thema gemacht habe („Linked Open Library Data : Bibliographische Daten und ihre Zugänglichkeit im Web der Daten“), bot sich mit der Stelle an der UB die großartige Möglichkeit, beide Gebiete miteinander verbinden zu können.

 

Welche drei Sachen haben Sie auf der Arbeit zuletzt erledigt?

I. Das Metadatenschema des Solr-Servers für unsere Digitalisierungsplattform digital.ub.tu-berlin.de erweitert.
II. Code für eine weitere Filtermöglichkeit in der Dissertationsdatenbank der UB hinzugefügt.
III. 2 Datenmanagementpläne in unserer Anwendung „TUB-DMP“ formal überprüft.


Schmökern Sie den ganzen Tag in Büchern oder mit welchen Medien arbeiten Sie?

Ich arbeite fast ausschließlich am Computer, allerdings stapeln sich natürlich einige Fachbücher zu Themen wie SSL und Datenbanksystemen sowie der ein oder andere bibliotheksbezogene Fachaufsatz auf meinem Schreibtisch ;)

 

Welche speziellen Kenntnisse sind für Ihren Beruf wichtig ? (z. B. Lizenzrecht, spezielle Datenbankprogramme, ...)?

Für meine Arbeit sind gute bis sehr gute Kenntnisse erforderlich in: UNIX, Programmiersprachen (Python, Java, PHP, JavaScript), Datenbanken (z.B. PostgreSQL), Metadatenschemata, Lizenzfragen, Forschungsdaten, Serveradministration.

 

Wenn alle Möglichkeiten offen stünden, welches Objekt würden Sie Ihrer Sammlung hinzufügen?

Eine signierte Ausgabe von Donald Knuths vierbändigem The Art of Computer Programming.


Arbeiten Sie eher für sich allein oder haben Sie auch Kontakt zu Kund*innen oder Kolleg*innen?

Während der Konzeptions- und Spezifikationsphase von Projekten arbeite ich eng mit den Kolleg*innen anderer Abteilungen zusammen. In der Zeit der Implementierung wechseln sich Einzelarbeit und kollegiale Teamarbeit ab.

 

Und was fordert Sie an Ihrem Beruf besonders heraus?

Ich schätze das sehr breite Spektrum an Aufgaben: Technische Aufgaben sind die Regel, bibliotheksspezifische Fragen kommen dazu. Dazu wird man immer wieder durch neue Programmiersprachen und sich weiterentwickelnde Technik herausgefordert. Das „Alltagsgeschäft“ mit den Kolleg*innen rundet das Ganze ab. Es wird nicht langweilig :)

Ihr ultimativer Tipp für Berufseinsteiger*innen:

Offen und flexibel sein, neugierig bleiben, auch außerhalb der Arbeitszeiten. Im technischen Bereich ist es unerlässlich, am Ball zu bleiben, weil sich die Dinge so schnell fortentwickeln.

Das Interview wurde im Mai 2019 geführt.