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Dusan Balaban

ehrenamtlicher Consultant

in der studentischen Unternehmensberatung uniClever

Was studieren Sie?

Ich studiere im 4. Semester im Master „Zeitgeschichte“ und werde das Studium demnächst erfolgreich abschließen.

Wie sind Sie zu Ihrer Tätigkeit als studentischer Unternehmensberater gekommen?

Während der Studienzeit an der Universität Potsdam lernte ich uniClever über einen Kommilitonen kennen, der mir von der Idee der studentischen Unternehmensberatung erzählte. Ich war sofort Feuer und Flamme! Die Idee, gemeinsam mit Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen geschäftliche Lösungen für Unternehmen zu entwickeln, hat mich begeistert und stellte eine Herausforderung zugleich dar. Seitdem engagierte ich mich bei uniClever, war unter anderem als geschäftsführender Vorstand des Vereins tätig und führte mehrere Beratungsprojekte mit Start-ups und kleinen wie mittelständischen Unternehmen durch. Ich spezialisierte mich dabei durch meine Vorerfahrungen im Start-up-Umfeld auf die digitale Geschäftsmodellentwicklung sowie die Marketing- und Kommunikationsplanung.

Welche Art von Unternehmen und Organisationen beraten Sie?

uniClever berät vorrangig Start-ups sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Sie schätzen unsere maßgeschneiderten Lösungen, die interdisziplinären Projektteams und unseren engen Kontakt zur Hochschule. Sie profitieren dabei von akademisch fundierten Lösungen, die die Studenten innovativ wie kreativ mit dem neusten Stand der Wissenschaft entwickeln und umsetzen.

Mit welchen Fragestellungen wenden sich Ihre Kund*innen an Sie?

Grundsätzlich decken wir zunächst das gesamte Spektrum der klassischen Beratungsleistungen ab. Neben Markt- und Wettbewerbsanalysen bieten wir Prozessoptimierung, (Online)-Marketingmanagement und Webentwicklung an.
Während Start-ups oft nach Unterstützung in der Entwicklung einer Markteintritts- oder (Online)-Marketingstrategie anfragen, beraten wir kleine und mittelständische Unternehmen in wesentlich spezielleren Fragen. Dabei reichen die Projekte von Projektmanagement umfangreicher Vorhaben, strategisches Social-Media-Marketing, Begleitung von IT-Einführungen bis zur Prozessmodellierung und -optimierung.

In welchen Projekten haben Sie zuletzt mitgearbeitet und welche Aufgaben haben Sie dabei persönlich übernommen?

Meine Projekte waren zuletzt äußerst vielfältig. Mein erstes Beratungsprojekt war z. B. mit einem Berliner Start-up. Ich unterstützte die Gründer für knapp drei Monate in der Entwicklung einer Markteintrittsstrategie für ihre “Business Intelligence”-Software. In einem anderen Projekt war ich dagegen Teil eines bestehenden Projektteams einer Strategieberatung. Als Junior Consultant war ich in der Vorbereitung einer digitalen Produkteinführung eines Kunden aus der Bankbranche involviert.
Das letzte Projekt, an dem ich als Projektleiter tätig war, war die Entwicklung eines Markennamens für einen neuen digitalen Ausschreibungsservice im Agrarbereich. In diesem konkreten Fall war ich für das Projektmanagement zuständig. Ich sorgte für die Einhaltung der besprochenen Ergebnisse, Meilensteine sowie Termine und hielt ständige Rücksprache mit dem Auftraggeber. Allerdings war ich auch unmittelbar in die Projektarbeit involviert und leitete z. B. die Kreativworkshops zur Entwicklung des Markennamens. Entsprechend waren die Aufgaben und Tätigkeiten äußerst vielfältig, spannend und lehrreich!

Wie planen Sie ein Beratungsprojekt? Gibt es bestimmte typische Prozessschritte?

In der Regel bestehen studentische Beratungsprojekte bei uniClever  aus folgenden Arbeitsschritten: dem Erstgespräch mit dem Kunden, der Angebotserstellung, der Projektdurchführung und der abschließenden Abschlusspräsentation bzw. Projektdokumentation.

Grundsätzlich kann man sich darunter folgendes vorstellen:

  • Im Erstgespräch werden die grundlegenden und spezifischen Fragen zum Projekt geklärt. Auftraggeber und -nehmer lernen sich gemeinsam kennen und spezifizieren das Problem, das vom Berater gelöst werden soll
  • Anschließend wird basierend auf diesen Informationen ein Projektangebot erstellt. Das Projektangebot beinhaltet das genaue Ziel, die Aufgabenkomponenten, die zur Problemlösung notwendig sind, einen Zeitrahmen und das dafür vorgesehene Honorar
  • Sofern das Projektangebot vom Auftraggeber angenommen wurde, beginnt auch schon die unmittelbare Projektarbeit
  • Das Projekt endet meist mit einer Abschlusspräsentation und der Übergabe einer Projektdokumentation, die alle Projektinformationen und ihre -schritte beinhaltet

Über den gesamten Projektverlauf ist die regelmäßige Rücksprache mit dem Klienten der wichtigste Aspekt, damit dieser notfalls in die Projektarbeit eingreifen kann, sofern der Projektverlauf nicht seinen Vorstellungen entspricht.

Ist Unternehmensberatung nur etwas für Wirtschaftswissenschaftler*innnen?

Bei den meisten Unternehmensberatungen ist das Studienfach kein Ausschlusskriterium, schließlich geht es im Consulting vorrangig darum, Probleme zu lösen. Heutzutage sind “Exoten”, wie Absolventen anderer Fachrichtungen genannt werden, äußerst gefragt! Die Top-Management- und Strategieberatungen à la MCKinsey oder auch BCG machen es erfolgreich vor: die Vielfalt ihrer Mitarbeiter und das interdisziplinäre Denken und Handeln ist die Stärke der Unternehmensberatung - unabhängig von der Fachrichtung, die jeder Einzelne an der Universität eingeschlagen hat. Mich hat es schließlich als Absolvent der Zeitgeschichte auch in die Unternehmensberatung getrieben.
Um einer vielfältigen wie kreativen Problemlösung gerecht zu werden, setzt auch uniClever auf Interdisziplinarität. Unsere Projektteams bestehen aus Studierenden aller Fachbereiche, die die Universität heutzutage so aufbieten kann. Seien es Physiker, Medienwissenschaftler oder auch Psychologen: Die wesentlichen Voraussetzungen zur Mitarbeit bei einer studentischen Unternehmensberatung sind ein fundiertes Fachwissen aus dem Studium, eine schnelle Auffassungsgabe und eine hohe Begeisterungsfähigkeit für jegliche Themen der Wissenschaft und Wirtschaft.

Verbringen Sie für die Beratung mehr Zeit am Schreibtisch oder unter Menschen?

Die Durchführung von Beratungsprojekten findet immer gemeinsam in Teams statt. Sicherlich werden einzelne Aufgaben auch delegiert und erfordern, insbesondere bei Recherche- oder Analyseaufgaben, die eine oder andere Stunde am Schreibtisch; doch die gemeinsame Zusammenarbeit ist unerlässlich für einen erfolgreichen Projektabschluss. Am Ende überwiegen die Momente der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, statt die einsamen Stunden am kaffeebefleckten Schreibtisch.

Welche Rolle spielen studentische Unternehmensberatungen auf dem Markt – sind Sie eine Konkurrenz zu den großen Beratungsfirmen?

Die studentischen Unternehmensberatungen werben mit kreativen Ideen, innovativen Ansätzen und der akademischen Nähe der Lösungskonzepte. Sie stellen für kleine und mittelständische Unternehmen eine günstige wie unkonventionelle Alternative zur klassischen Unternehmensberatung dar. Sie schätzen die individuelle und erfrischende Projektarbeit, gleichzeitig aber auch die Professionalität. Dabei sehen uns größere Beratungsunternehmen keineswegs als bedrohliche Konkurrenz. Im Gegenteil: Unsere Junior Consultants betrachten sie als engagierte Studenten, die mit viel Herzblut und Leidenschaft die angelernte Theorie in die Praxis umsetzen. Seien es kleine, mittelständische oder auch große Konzerne: Die ehrenamtliche Vereins- wie auch die externe Projektarbeit erhalten eine große Wertschätzung und werden als erkenntnisreiche Projekt- und Praxiserfahrung wahrgenommen. Tatsächlich kooperieren Unternehmen dagegen sehr gerne mit studentischen Unternehmensberatungen. uniClever pflegt z. B. schon seit mehreren Jahren mit AIOS, einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Berlin, eine erfolgreiche Kooperation. Mit unseren Formaten, wie z. B. dem TrainingDay, einer eintägigen Fortbildungsveranstaltung, haben aber auch schon Unternehmen wie Accenture, msg systems oder auch KPMG teilgenommen. Ihre Teilnahmen an unseren Formaten, wozu auch die Karrieremesse uniContact zählt, zeigen, was für eine große Wertschätzung die Kombination aus ehrenamtlichen Engagement und die Durchführung von Beratungsprojekten erhalten.

Was fordert Sie an dieser Tätigkeit heraus, was finden Sie daran spannend?

Was mich bei der Tätigkeit als Unternehmensberater besonders begeistert, sind drei Dinge:

  1. Zunächst ist es die Vielfältigkeit der Kunden und die komplexen Fragestellungen, die die Projekte beinhalten. Kein anderes berufliches Umfeld gibt mir die Möglichkeit, mit unterschiedlichsten Fragen und Aufgaben konfrontiert zu werden
  2. Jeden Tag etwas Neues zu lernen! Die Herausforderung, sich in neue Probleme, Sachverhalte und Aufgabenstellungen einzuarbeiten, reizt mich und macht die Tätigkeit als Unternehmensberater gewissermaßen zu einem täglichen Abenteuer
  3. Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen - ein hervorragendes Resultat ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit und einem ansteckenden Teamspirit!

Ihre Tipps für Berufseinsteiger*innen?

Die Universität bietet vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung an. Sei es mit einer studentischen Unternehmensberatung, dem Career Service oder auch unterschiedlichen Hochschulgruppen: Nutzt die Chancen, die sich euch schon an der Universität bieten!