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Transformation von Bürgerrechten – Max-Planck-Forschungspreis 2015 geht an Bryan S. Turner

Bryan S. Turner auf der internationalen Konferenz „The Transformation of Citizenship“ in diesem Juni an der Universität Potsdam (Foto: Karla Fritze)

Bryan S. Turner auf der internationalen Konferenz „The Transformation of Citizenship“ in diesem Juni an der Universität Potsdam (Foto: Karla Fritze)

Auf Vorschlag der Universität Potsdam erhält der international renommierte Sozialwissenschaftler Bryan S. Turner von der City University of New York den Max-Planck-Forschungspreis 2015, einen der höchstdotierten Wissenschaftspreise in Deutschland. Mit dem Preisgeld in Höhe von 750.000 Euro wird Turner die bestehende Kooperation mit der Universität Potsdam auf eine institutionelle Ebene heben. In die gemeinsame Erforschung der  Transformation von Bürgerrechten sollen verstärkt junge Wissenschaftler einbezogen werden.

 

Der Max-Planck-Forschungspreis steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Religion und Moderne: Säkularisation, gesellschaftliche und religiöse Pluralität“. Welche Bedeutung hat Religion in unserer Zeit? Wie lässt sich die universelle Gültigkeit der Menschenrechte begründen? Was sichert den Zusammenhalt in multikulturellen Gesellschaften? Bryan S. Turner geht es in seinen vielfältigen Arbeiten um die sich verändernden Zusammenhänge von Religion, Moderne und Säkularisierung und die daraus resultierenden sozialen Konsequenzen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir unsere seit 20 Jahren bestehende Kooperation jetzt an der Universität Potsdam auf eine institutionelle Grundlage stellen können“, sagt Jürgen Mackert, Professor für Allgemeine Soziologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. „Wir wollen die Transformation von Bürgerrechten erforschen. Dabei wird es, wie es das Thema des Max-Planck-Forschungspreises 2015 ja nahelegt, insbesondere um religiösen, sozialen und kulturellen Pluralismus in modernen Gesellschaften und die zentrale Rolle des Rechts gehen, das allein soziale Ordnung und Kohäsion ermöglichen und sicherstellen kann“, erklärt Jürgen Mackert. Die Forschungsaktivitäten werden von Beginn an international mit bereits bestehenden, von Bryan Turner geleiteten Forschungszentren vernetzt sein und durch Forschungen über den Zusammenhang von Politik, Ökonomie, Gewalt und den Rechten von Bürgerinnen und Bürgern flankiert werden.
Der gebürtige Brite Bryan S. Turner ist an der City University of New York (CUNY) Presidential Professor of Sociology und Director for the Study of Religion. Sein Weg führte ihn über die University of Essex und die University of Cambridge in Großbritannien, die Universität Utrecht in den Niederlanden und die Deakin University in Melbourne in Australien an die National University Singapur und in die USA, hier zunächst ans renommierte Wellesley College und schließlich an die CUNY.
Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Max-Planck-Forschungspreis wird jährlich von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft an einen in Deutschland und einen im Ausland tätigen Wissenschaftler verliehen. Neben Bryan S. Turner wird in diesem Jahr Hans Joas von der Humboldt-Universität zu Berlin ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 8. Dezember in Berlin statt.

Foto: Bryan S. Turner auf der internationalen Konferenz „The Transformation of Citizenship“ in diesem Juni an der Universität Potsdam (Foto: Karla Fritze)

Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Mackert, Professor für Allgemeine Soziologie
Telefon: 0331 977-3383
E-Mail: juergen.mackertuni-potsdamde

Medieninformation 16-07-2015 / Nr. 109
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
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Online gestellt: Corina Wagner
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktionuni-potsdamde