Schriftzug Work Harder auf blauem Untergrund
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Präsenzlehre = Onlinelehre? - Informationen zum Lehrdeputat 

Nicht wenige Lehrende haben uns gegenüber deutlich gemacht, dass die Umstellung auf Online-Lehre eine enorme zeitliche Belastung darstellt. Wir haben die Dienststelle hierüber informiert und zum Ausdruck gebracht, dass die mit der Umstellung auf ein Online-Lehrsemester verbundenen - insbesondere zeitlichen - Herausforderungen auch unter Berücksichtigung der individuellen Lehrdeputate sehr unterschiedlich ausfallen können. Für Qualifikationsstellen setzen wir Hoffung in die Möglichkeit, durch Verlängerung Ihres Arbeitsvertrags diese Mehrbelastung auszugleichen (siehe hierzu auch Verlängerung der Höchstbefristungsdauer nach WissZeitVG). Lehrpersonen mit hohen Lehrdeputaten (>11 SWS) haben bisher keine Aussicht auf Ausgleichsmöglichkeiten für die entstandene Mehrbelastung. Der Dekan der Philosophischen Fakultät verweist in diesem Zusammenhang in einer Rundmail auf einen Senatsbeschluss, der festlegt, dass Onlinelehre und Präsenzlehre gleichwertig seien. Auch der Vizepräsident für Studium und Lehre, Herr Prof. Musil, hat sich uns gegenüber diesbezüglich nicht gegenteilig geäußert. Wir als Personalrat glauben, dass der Senat eine Situation wie die jetzige nicht vor Augen hatte, als er diesen Beschluss fasste. Schließlich geht es aktuell nicht darum, einzelne Sitzungen von Präsenzlehrveranstaltungen als Onlinesitzungen zu gestalten, sondern um eine systematische Umstellung des gesamten Lehrangebots auf Onlinelehre. Wir werden das Thema als Personalrat weiterverfolgen und Sie informieren.  

Der Personalrat hat auch zu diesem Thema Fragen an den Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Herrn Musil, gerichtet. Die Antworten auf diese finden Sie in folgendem Dokument. 

Fragen des wissenschaftlichen Personalrats zu Aufwand und Lehrdeputat in Zeiten von Online-Lehre und Antworten des Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Herr Prof. Musil 

Den Personalrat beschäftigt zudem die Frage, welche Folgen es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat, wenn das Lehrdeputat von Kolleginnen und Kollegen in diesem Semester nicht vollumfänglich erbracht werden kann. Seitens der Dienststelle liegt uns die Information vor, dass man diesbezüglich daran interessiert sei „verträgliche Lösungen“ zu finden. Von Beschäftigten haben wir jedoch erfahren, dass bereits kommuniziert wurde, nicht angebotene Lehrveranstaltungen in den kommenden Semestern ausgleichen zu müssen. Auch der Vizepräsident für Studium und Lehre hat dies angedeutet. Der Personalrat hat sich diesbezüglich an die Dienststelle gewandt und um Klärung gebeten. Wir informieren Sie, sobald uns nähere Informationen vorliegen.

Einige Lehrkräfte richteten die Fragen an uns, wie es sich verhält, wenn nur sehr wenige Studierende eine Lehrveranstaltung besuchen. Wie sonst auch, kann auch bei Online-Lehre eine Teilnehmer*innenzahl von weniger als 3 Personen nicht als ein Grund angesehen werden, die Lehrveranstaltung nicht anzubieten. Die durch eine Absage zu wenig geleisteten LVS müssten zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, denn § 6 Abs. 2 LehrVV sieht vor, dass das Lehrdeputat eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin über einen Zeitraum von 2 Studienjahren ausgeglichen werden kann bzw. soll. Dabei darf eine geleistete Anzahl von höchstens 24 SWS pro Semester jedoch nicht überschritten werden. 

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