Anna Zaglyadnova
Vita
Anna Zaglyadnova ist eine Medien- und Kulturwissenschaftlerin. Seit dem Wintersemester 2023/24 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Professur für Medientheorie und Medienwissenschaft im Studiengang Europäische Medienwissenschaft tätig, wo sie an ihrem Promotionsprojekt arbeitet. Das Projekt beschäftigt sich mit den Prozessen der Sinngebung und des Werdens in den immersiven Technologien (Mixed Reality). Sie hat Medienwissenschaften in Düsseldorf und Potsdam studiert. In ihrer Forschung arbeitet sie interdisziplinär und verbindet die Ansätze der Medienwissenschaft, Philosophie, MINT und künstlerischen Forschung.
Forschungsschwerpunkte
Die Forschungsinteressen liegen an den Schnittstellen von Technologie, Materialität/Digitalität und Phänomenologie, sowie Politik-, Kunst- und Medienwissenschaft (insbesondere zu den Themen Exil, Widerstand, Aktivismus und Informationsverbreitung).
Publikationen
Kindler-Mathôt, Clara/Didem Leblebici/Giacomo Marinsalta/Till Rückwart/Anna Zaglyadnova (Hg.) (2025): Un/Reale Interaktionsräume. Formen sozialer Ordnung im Spektrum medienspezifischer Interaktion. Bielefeld: transcript Verlag.
Distelmeyer, Jan/Anna Zaglyadnova (i.E.): Games! Spielräume zwischen Medialität und Digitalität. DIGAREC SERIES, Bd. 10. Potsdam: Universitätsverlag Potsdam.
Tagungen
- Graduiertentagung un:reale Interaktionsräume: Formen sozialer Ordnung im Spektrum medienspezifischer Interaktion, 4.-5.11.2022, Fachhochschule Potsdam.
- EMW-Symposium 2021 Pandemie, Digitalität und Alterität – Ich, Du, Wir, Ihr, 6.11.2021, Schinkelhalle, Potsdam.
Vorträge
- Pre/Post-apocalypse: The relationship between in game photography and the real, Vortrag [EN] auf der internationalen Konferenz After Post-Photography 6, Europäische Universität St.-Petersburg, 03.06.2021.
- Zur Frage der Bedingungen des Online-Studiums und der Wiederkehr zu der Präsenz, Impuls-Vortrag auf dem EMW-Symposium 2021 Pandemie, Digitalität und Alterität – Ich, Du, Wir, Ihr, 6.11.2021, Schinkelhalle, Potsdam.
- Kalibrierung als Bedingung des Spielens, Vortrag auf der Tagung Game-Interfaces: digitale Schnittstellen sozialer Welten, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 13.12.2024.
- Beyond Self: Avatars as Relational Bridges in Immersive Multiplayer Experiences, Vortrag [EN] auf der internationalen Konferenz Avatars, Assistants, Chatbots – New Fictional Characters in Contemporary Culture (From Literature to New Media), The Institute of Literary Research of the Polish Academy of Sciences, Warschau, 8.-9.04.2025.
- Jenseits des Selbst: Avatare als Beziehungsbrücken in immersiven Multiplayer-Erfahrungen, Vortrag auf dem DGS-Kongress, Sektionsveranstaltung Digitale Körper in Transition: Avatare in Spiel und Gesellschaft der AG Soziologie digitaler Spiele, Universität Duisburg-Essen, 25.09.2026.
Projekte
(Non)lasting Traces
Das Projekt hinterfragt die Beziehung zwischen Spielfotos von Objekten in postapokalyptischen Spielen und den entsprechenden Objekten in der physischen Welt. Die Arbeit konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Kategorien wie Archivierung, Gedächtnis und Materialität, die diese Bilder hervorheben. Wenn solche postapokalyptischen Narrativen als eine Art Simulation der Zukunft verstanden werden, wie kann diese Simulation in „Echtzeit“ aussehen? Wie kann die nicht stattgefundene Vergangenheit archiviert werden? Die Fotografien der Umgebungen und Objekte im Spiel zeigen eine erstaunliche Ähnlichkeit mit den Fotografien der realen Welt. Die Simulation wird fast zur Vorhersage. Die Bilder der digitalen Realität wechseln ihren Status von „so könnte es sein“ zu „so wird es sein“ oder sogar zu „so ist es“ und entfalten damit eine besondere Temporalität und ein Archivpotential. Ziel des Projektes ist es, eine Verbindung zwischen Digitalität und Körperlichkeit herzustellen und nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine materielle bzw. mediale Ebene der Fragestellung zu erarbeiten.