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Veranstaltungen & aktuelle Publikationen

Der digitale Blick – Quantitative versus Qualitative Ansätze

13.-14. September 2018
ZeM, Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften, Potsdam

Der Workshop wird im Rahmen des Forschungsprojekts „ANCI“ (analysing networked climate images) organisiert, das sich dem Thema der Ähnlichkeit als Kriterium des Bildvergleichs in der Bild- und Computerwissenschaft und der Visualisierungsforschung am Beispiel von Klimabildern im Internet widmet.

Prof. Dr. Birgit Schneider, Janna Kienbaum M.A. (Universität Potsdam)
Prof. Frank Heidmann, Paul Heinicker M.A. (Fachhochschule Potsdam)
Dr. Thomas Nocke (Institut für Klimafolgenforschung)

Alle weiteren Informationen stehen auf der Seite vom ZeM.

Die Veranstaltung steht in Verbindung mit den Aktivitäten des Netzwerks Digitale Geisteswissenschaften der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam.

Birgit Schneider: Klimabilder. Eine Genealogie globaler Bildpolitiken von Klima und Klimawandel

Berlin: Matthes & Seitz, Juli 2018 (464 Seiten, 100 Abbildungen)

„Unsere Vorstellungen von Klima und Klimawandel stammen aus Bildern – Bildern, mit denen Wissenschaften ihre Erkenntnisse sichtbar machen. Diese Bilder müssen gedeutet und kritisiert werden, um ihre Aussagekraft und Intentionen offenzulegen. Genau dies unternimmt Birgit Schneider in dieser politisch brisanten medienkritischen Untersuchung, die sie ausgehend von Alexander von Humboldts Wetterwissen zum heutigen Begriff des Klimas führt. Sie untersucht, wie die mit wissenschaftlichen Methoden erhobenen Daten um ihrer Operationalisierbarkeit willen vor allem in Kurven-Grafiken visuell aufbereitet werden. Die Kenntnis dieser und anderer Darstellungsmittel ist nicht zuletzt wichtig, um die Argumentationen derjenigen zu entkräften, die Klimawandel vorsätzlich und fälschlich noch immer als »offene Frage« inszenieren.“ (Klappentext)

Sachbuch-Bestenliste September 2018 von ZDF, Deutschlandfunk Kultur und DIE ZEIT

»Mit ihrem Buch ist Birgit Schneider ein glänzender kulturwissenschaftlicher Beitrag zur aktuellen Klimadebatte gelungen, der zugleich Aufklärung in der einzig sinnvollen Weise bietet, indem nicht nur Kriterien für die Unterscheidung von Vernunft und Obskurantismus an die Hand gegeben werden, sondern auch die Vernunft über ihre eigenen Bedingungen und Konsequenzen aufgeklärt wird.«
– Michael Hagner, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Spürtechniken. Von der Wahrnehmung der Natur zur Natur als Medium – Workshop

Workshop, Potsdam, 24. bis 25. Mai 2018

Das Programm zum download finden Sie hier

Europäische Medienwissenschaft, Universität Potsdam in Kooperation mit der Medienkulturwissenschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Organisatorinnen: Desiree Förster (Universität Potsdam), Birgit Schneider (Universität Potsdam), Evi Zemanek (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Mit Beiträgen von: Urs Büttner, Ludwig Fischer, Verena Friedrich, Naomi Gramlich, Christiane Heibach, Rüdiger John, Verena Kuni, Maximilian Linsenmeier, Verena Meis, Thomas Metten, Agnes  Meyer-Brandis, Myriel Milicevic, Maria Morata, Martin Siegler, Yvonne Volkart.

Der Begriff der Natur wurde und wird disziplinübergreifend neu diskutiert, kritisiert und stellenweise abgeschafft. „Nach der Natur“ hieß 2010 ein Essay von Ursula Heise, der die Frage des Artensterbens in einem wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenhang diskutierte; in „Ökologie ohne Natur: Eine neue Sicht der Umwelt“ argumentiert Timothy Morton, dass unser Bild von der Natur einen angemesseneren Umgang mit unserer Umwelt verhindert; dem gegenüber steht eine Bewegung, die versucht, Natur als das Elementare wieder einzufangen, für die beispielhaft John Durham Peters stehen mag, der 2015 eine Philosophie der elementaren Medien entwarf, in der er Natur als Medium fasst.

Der Workshop vereint Beiträge zu Wahrnehmungsfragen im weiten Rahmen der Möglichkeiten und Fallstricke einer gegenwärtigen Naturästhetik. Die Beiträge kommen aus den Geisteswissenschaften und der freien Kunst. Die Themen werden die Medialität der Natur in Wissenschaft und Kunst anhand von Beispielen, und auch im Rückbezug auf die Geschichte ausloten. Die Beitragenden fragen z.B., was sensorisch überwachte Umwelten über das Potential medialer Spürtechniken jenseits Natur-Kultur-Dichotomien aussagen; wie sich Menschen, die in die Natur gehen, gleichzeitig mit High-Tech gegen diese abschirmen; welche Einfühlungstechniken in Pflanzen uns empfindsam werden lassen für unsichtbare und komplexe Prozesse wie den Klimawandel, aber auch unter welchen medialen Bedingungen Pflanzen selbst in der aktuellen Forschung als sensitiv erscheinen; welche visuellen Wahrnehmungen ermöglichen wiederum global-sphärische Spürdispositive, die über remote-sensing den Zustand der Natur beobachten?

Übergeordnet werden wir diskutieren, ob der Begriff der Atmosphäre, zugleich meteorologisch und ästhetisch gedacht, dazu dienen kann, das Natürliche nicht als Gegenüberstehendes, sondern als das uns Umgebende und uns Durchdringende in einer responsiven Weise neu zu fassen? Sind Phänomene wie Solastalgia ein Symptom wiederaufkommender Sehnsucht nach verlorener Ganzheit, oder zeichnet sich hier eine empfundene Hilflosigkeit gegenüber Klimawandel, Artensterben, Luftverschmutzung ab, die die Notwendigkeit neuer Wissens- und Handlungsweisen aufzeigt? Was ist die Gegenwart sinnlich-leiblichen Spürens und Erkennens? 

9. März 2017: Interdisziplinärer Workshop zu Datenvisualisierung und Diagrammatik, Humboldt Universität Berlin, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, gemeinsam mit Dr. habil. Christoph Ernst und Dr. Jan Wöpking

9. Dezember 2016: Internationaler Workshop am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung zum Thema „Practices in visual climate change communication“, gemeinsam mit dem Netzwerk GO-FIGURE, organisiert gemeinsam mit Dr. Rasmus Slaattelid und Dr. Thomas Nocke

27.-28. Oktober 2016: Workshop gemeinsam mit Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Dr. Bernd Bösel und Dr. Tahani Nadim am Museum für Naturkunde, Berlin „Die Umwelten der Medienwissenschaften“

Vom 19.-20. Januar 2012 fand im Rahmen dieses Projekts die internationale Tagung "Image Politics. Pictur(e)ing Climate – Visualizations, Imaginations, Documentations." am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) statt. Die erweiterte Publikation der Vorträge erschien 2014 unter dem Titel Image Politics of Climate Change. Visualizations, Imaginations, Documentations bei transcript.

Birgit Schneider, Christoph Ernst, Jan Wöpking, Diagrammatik-Reader. Grundlegende Texte aus Theorie und Geschichte, gemeinsam mit Jan Wöpking und Christoph Ernst, De Gruyter, Berlin, September 2016

In den letzten Jahren hat das theoretische und praktische Interesse an Diagrammen stark zugenommen. Kultur- und Bildwissenschaft, Philosophie, Medientheorie, Gestaltung und Kognitionsforschung sind gleichermaßen am epistemischen Gebrauch diagrammatischer Bild- und Denkformen interessiert. Bislang gibt es jedoch keine gemeinsame Lektürebasis, die die Diskussionen zu diesem Thema bündelt.

In Form einer Anthologie bietet dieser Reader klassische und innovative Schlüsseltexte zur Diagrammatik aus unterschiedlichen Perspektiven an. Diese enthält Texte zu theoretischen, praktischen und historischen Dimensionen des Denkens und Darstellens mit und von Diagrammen seit der griechischen Antike. Ein kommentierter Bildteil veranschaulicht die reiche Geschichte der Diagrammatik anhand konkreter Beispiele.

Horst Bredekamp, Vera Dünkel, Birgit Schneider (Hrg.), The Technical Image: A History of Styles in Scientific Imagery. Chicago / London: University of Chicago Press, 2015

In science and technology, the images used to depict ideas, data, and reactions can be as striking and explosive as the concepts and processes they embody—both works of art and generative forces in their own right. Drawing on a close dialogue between the histories of art, science, and technology, The Technical Image explores these images not as mere illustrations or examples, but as productive agents and distinctive, multilayered elements of the process of generating knowledge. Using beautifully reproduced visuals, this book not only reveals how scientific images play a constructive role in shaping the findings and insights they illustrate, but also—however mechanical or detached from individual researchers’ choices their appearances may be—how they come to embody the styles of a period, a mindset, a research collective, or a device.

Opening with a set of key questions about artistic representation in science, technology, and medicine, The Technical Image then investigates historical case studies focusing on specific images, such as James Watson’s models of genes, drawings of Darwin’s finches, and images of early modern musical automata. These case studies in turn are used to illustrate broad themes ranging from “Digital Images” to “Objectivity and Evidence” and to define and elaborate upon fundamental terms in the field. Taken as a whole, this collection will provide analytical tools for the interpretation and application of scientific and technological imagery.

Image Politics of Climate Change. Visualizations, Imaginations, Documentations, hrsg. mit Thomas Nocke, Bielefeld: transcript / Columbia Press 2014.

Scientific research on climate change has given rise to a variety of images picturing climate change. These range from colorful expert graphics, model visualizations, photographs of extreme weather events like floods, droughts or melting ice, symbols like polar bears, to animated and interactive visualizations. Climate change graphics have not only increased knowledge about the subject, they have begun to influence popular awareness of global weather events. The status of climate pictures today is particularly crucial, as global climate change as a long-term process cannot be seen.
When images are widely distributed, they are able to shape how the world is thought about and seen. It is this implicit basic assumption of the power of images to influence reality that this book addresses: today's images might become the blueprint for tomorrow's realities. "Image Politics of Climate Change" combines a wide interdisciplinary range of perspectives and questions, treated here in sixteen interdisciplinary case studies. The author's specializations include both visual practice and theory: in the fields of climate sciences, computer graphics, art, curating, art history and visual studies, communication and cultural science, environmental and science & technology studies. The close interlinking of these viewpoints promotes in-depth insights into issues of production and analysis of climate visualization.