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Ausgewählte Aspekte des Public Management - Organisationstheorien und Verwaltungsmanagement

Dozenten: Prof. Dr. John Siegel / Dr. Markus Seyfried

Raum: 3.06.S27/3.06.S12

Blockseminar

19.10.2016 14:00-16:00 Uhr Raum 3.06. S27
26.10.2016 14:00-16:00 Uhr Raum 3.06. S27
02.11.2016 14:00-18:00 Uhr Raum 3.06. S12
09.11.2016 14:00-18:00 Uhr Raum 3.06. S12
16.11.2016 14:00-18:00 Uhr Raum 3.06. S12
23.11.2016 14:00-18:00 Uhr Raum 3.06. S12
30.11.2016 14:00-18:00 Uhr Raum 3.06. S12
07.12.2016 14:00-18:00 Uhr Raum 3.06. S12


Das Studium ist eine seltene Gelegenheit, sich mit Theorien zu beschäftigen. Theorien bieten Interpretations- und Erklärungsansätze für die Verwaltungs- bzw. Managementpraxis und helfen, diese aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und zu verstehen. Das gilt insbesondere für Organisationen und diesbezügliche Theorieansätze. Damit sind weniger normative Vorstellungen gemeint, wie Organisationen gestaltet werden sollen, als Deutungsmuster dafür, wie sich Organisationen entwickeln, wie sie funktionieren (oder auch nicht), wie sie das Verhalten ihrer Mitglieder beeinflussen, wie in ihnen Entscheidungen getroffen werden, wie sie Informationen verarbeiten und Probleme lösen – und warum (!) das so ist. Theorien integrieren wesentliche empirische Erkenntnisse und stellen selbst auch die Grundlage für die empirische Forschung dar. Sie sind Spiegel allgemeiner wissenschaftlicher Entwicklungen, Paradigmen, Denkschulen und Herangehensweisen. Vor allem aber bieten Organisationstheorien ganz entscheidende Ansatzpunkte zum besseren Verstehen von Verwaltungen, deren sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Erforschung vielfältige und oft zentrale organisationstheoretische Erkenntnisse hervorgebracht hat.


Typische Fragen, die im Seminar vertieft werden könnten, lauten beispielsweise:


• Warum gelten Bürokratien als besonders rationale Organisationsformen?
• Welche Organisationsformen sind anpassungsfähiger als andere und warum?
• Warum ist die Fähigkeit zur Verarbeitung von Informationen in Organisationen begrenzt und wie wirkt sich das auf Entscheidungen aus?
• Warum und wem gegenüber müssen sich Organisationen legitimieren? Wie tun sie das?
• Warum passt das, was in Organisationen gesagt, entschieden und gemacht wird oft nicht zusammen?
• Wie lässt sich die Ausbreitung und Anwendungspraxis von Management-verfahren erklären und warum gibt es dabei „Moden“?


Und was hat das alles mit dem Managementalltag in der Verwaltungspraxis zu tun? Was kann man aus den Antworten auf diese Fragen lernen? Auch wenn Theorie notwendigerweise Abstraktion und Verallgemeinerung bedeutet, sind organisationstheoretische Erklärungsansätze sehr gut geeignet, das was in Verwaltungen passiert (oder auch nicht) besser zu verstehen, einordnen sowie sich und anderen erklären zu können. Außerdem ist es eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Tätigkeit in Organisationen (innerhalb und außerhalb der Verwaltung), wenn man besser versteht, wie dort gehandelt wird und was die Gründe dafür sind.