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Auszeichnungen

 

Thomas Mehlhausen
Polens Rückkehr nach Europa - Anatomie einer Debatte über die Gründe der EU-Osterweiterung

 

Auf welche Motive ist die Osterweiterung der Europäischen Union zurückzuführen? Das vorliegende Buch präsentiert den gegenwärtigen Forschungsstand und diskutiert die Erklärungsschwächen bestehender Ansätze. Theoretisch illustriert ein eigener Ansatz das Akteursverhalten bei sich widerstrebenden materiellen Präferenzen und Gemeinschaftsnormen. Empirisch kann so demonstriert werden, dass die Osterweiterung erst möglich wurde, nachdem der Maastrichter Vertrag die erheblichen Verunsicherungen infolge der deutschen Wiedervereinigung gelöst hatte. Vor diesem Hintergrund lässt sich die EU während ihrer größten Erweiterung als `utilitaristische Wertegemeinschaft' charakterisieren. 

Diese Arbeit wurde mit dem Europapreis des VBKI 2007 ausgezeichnet. 



Aleksandra Lewicki
Souveränität im Wandel - Zur Aktualität eines normativen Begriffes

Reihe: Region - Nation - Europa
Bd. 38, 2006, 144 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-8258-9608-0 

Der Souveränitätsbegriff vereinigt zwei Grundfragen des Politischen: Die nach der ultimativen Autorität und jene nach ihrer Rechtfertigung. Seit seiner Entstehung bot der Terminus politische Lösungen für Autoritätskonflikte und Ausweitung von Partizipation. Diese Fragestellungen werden heute in den internationalen Beziehungen und im politischen System der Europäischen Union neu aufgeworfen. Verliert staatliche Souveränität an Bedeutung? Wie aktuell ist die Idee der Volkssouveränität in transnationalen Demokratieformen? Die Autorin knüpft einen Zusammenhang zwischen dem Wandel des Souveränitätskonzepts und seiner rechtfertigenden Kraft für zeitgenössische Probleme. So lange der Begriff seine Funktion auf kreative Weise erfüllt, ist er nicht obsolet. 

Diese Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem "Europapreis des VBKI für Nachwuchswissenschafter", 2005

 

 


Anja Röcke
Losverfahren und Demokratie

Reihe: Region - Nation - Europa
Bd. 29, 152 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8544-5 

Aristoteles hielt das Losverfahren im Gegensatz zur Wahl für eine demokratische Prozedur - stimmt diese Aussage jedoch auch für andere Denker und Epochen? Anhand von Beispielen, die von der antiken Demokratie bis zu aktuellen Modellen der Bürgerbeteiligung reichen, werden in dem vorliegenden Buch Antworten auf diese Frage gesucht. Die Analyse des Losverfahrens bietet dabei neue Perspektiven auf aktuelle Fragen der Bürgerpartizipation. Darüber hinaus werden grundlegende Fragen einer demokratischen Ordnung neu gestellt: Wer soll partizipieren? Wer soll entscheiden? Wie "macht" man Demokratie? 

(Anja Röcke, 1978 geb. in Kuopio (Finnland), Studium der Sozialwissenschaften in Berlin und Paris, seit 2005 Promotion am Europäischen Hochschulinstitut Florenz.) 

Diese Arbeit erhielt den Erhard-Höpfner Studienpreis (2004).



Christine Normann
Polens Rolle in der EU-Verfassungsdebatte

Reihe: Region - Nation - Europa
Bd. 28, 184 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8468-6 

Polen hat die EU-Verfassungsdebatte entscheidend mitgestaltet. Die Analyse der polnischen Europapolitik ist somit von besonderer Bedeutung in der erweiterten EU. Diese Studie beantwortet drei Leitfragen: 1. Wie hat sich Polen in der EU-Verfassungsdebatte verhalten? 2. Welche Vorstellungen hat Polen von der zukünftigen Gestalt der EU? 3. Welche Position möchte Polen darin einnehmen? 

Die Grundlage dieser Publikation bildet die im April 2004 von Christine Normann an der Universität Trier im Fach Politikwissenschaften am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen/Außenpolitik eingereichte Magisterarbeit, die mit dem Förderpreis 2004 der Generalkonsul in der Republik Polen in Köln ausgezeichnet wurde. 



Thomas Fiegle
Von der Solidarité zur Solidarität. Ein französisch-deutscher Begriffstransfer

Reihe: Region - Nation - Europa
Bd. 18, 2003, 320 S., 25.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6691-2 

`Solidarität' ist heute ein Schlagwort. Für die Begründer der modernen Sozialphilosophie stellte sie hingegen eine zentrale Kategorie dar, um die ethischen Grundlagen der Gesellschaft zu thematisieren. Das vorliegende Buch hat zum Ziel, einen spezifischen Aspekt der Geschichte dieses häufig in seiner theoretischen Bedeutung unterschätzten Begriffs herauszuarbeiten: den Transfer von der französischen `solidarité' zur deutschen `Solidarität'. Der Solidaritätsbegriff stammt nämlich nicht nur aus Frankreich, sondern er hat dort auch seine erste systematische Begründung erfahren. Das Verständnis des Begriffs in der deutschen Sozialphilosophie darf nun aber nicht einfach auf diesen etymologischen Ursprung zurückgeführt werden. Vielmehr ist es, so zeigt der Autor, einem komplexen Prozess der Interpretation und Reinterpretation, des Transfers und Gegentransfers geschuldet. 

Thomas Fiegle, Dr. rer. pol., geb. 1969 in Pfullendorf (Baden-Württemberg), hat bei Prof. Heinz Kleger an der Universität Potsdam und Prof. Michael Werner an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris (EHESS) im Rahmen eines gemeinsamen Betreuungsverfahrens (`cotutelle') promoviert. Zuvor Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz und am Institut d'Etudes Politiques de Paris (SciencesPo). Die vorliegende Arbeit wurde mit dem "Preis für die beste Promotion 2001/2002" der Universitätsgesellschaft Potsdam ausgezeichnet. 



Petra Newrly
Transnationaler Regionalismus. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein - ein Beispiel für die Fortentwicklung der europäischen Integration?

Reihe: Region - Nation - Europa
Bd. 15, 2002, 144 S., 17.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6243-7 

Transnationaler Regionalismus - ein Phänomen, das aufgrund der zunehmenden nationalen Kompetenzübertragungen auf die supranationale Ebene und im Zuge der Globalisierung eine bedeutende Entwicklung erfahren hat. Ein Beispiel hierfür ist die seit den 60er Jahren gewachsene trinationale Euroregion Oberrhein, die im Mittelpunkt dieser Arbeit steht. Anhand von Theorien der Integrations- und der Grenzraumforschung wird untersucht, welchen Beitrag die grenzüberschreitende Kooperation am Oberrhein zur europäischen Integration leistet. Als Untersuchungsfeld dienen sowohl die politisch-administrativen Prozesse als auch die praktische Umsetzung grenzüberschreitender Projekte. Hieraus werden Kriterien für die Fortentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit abgeleitet, die gleichzeitig Einfluss auf die europäische Integration und den Bedeutungszuwachs der Region als Entscheidungsebene haben. 

Für das vorliegende Buch wurde die Autorin mit dem Europapreis 2002 des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller ausgezeichnet. 

 


Christopher Gohl (Hg.)
Prozedurale Politik am Beispiel organisierter Dialoge. Wie politische Beteiligung professionell gestaltet werden kann - eine Grundlegung

ReiheRegion - Nation - Europa
Bd. 67, 2011, 464 S., br., 29.90 EUR, ISBN  978-3-643-11083-1

Am "Ende der Basta-Politik" will die Republik "mehr Demokratie wagen". Aber warum sollte Demokratie ein Wagnis sein? Wer das Handwerk der politischen Beteiligung beherrscht, kann demokratische Verständigung, Beratung und Veränderung organisieren. Ob in Politik, Verwaltung, Bürgergesellschaft oder für nachhaltige Entwicklung: wer mehr Akteure besser an Politik als Problembearbeitung beteiligen will, braucht ein ausgeprägtes Verständnis für die methodische und strategische Gestaltbarkeit politischer Prozesse. Das Buch erarbeitet am Beispiel von Beteiligungsverfahren systematisch handlungspraktische Begriffe prozeduraler Politik, rekonstruiert die fundamentale Bedeutung der Wie-Frage und begründet ein prozedural-pragmatistisches Forschungsprogramm einer Wissenschaft, die professionelles Können schafft.  

Christopher Gohl hat den Demokratie-Preis der Universität zu Köln erhalten.