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www.BrAnD2. 2014/15 - Wille

Bericht zu www.BrAnD2. Wille. Würde. Wissen. Zweites Brandenburger Antike-Denkwerk 2014/15

I. Ziele

Die Frage nach Entwicklung und Status menschlicher Identität ist heute wichtiger denn je. Mediale Explosion und Flexibilitätsforderungen der modernen Arbeitswelt beeinträchtigen den Diskurs zwischen Jung und Alt, Heute und Vergangenheit. Wir wollen mit jungen Menschen die Gedankenwelt der Antike zu großen Themen menschlicher Existenz befragen. Hierbei sollen mit Blick auf die übergeordneten Themen Wille, Würde, Wissen Grundkonstanten menschlichen Lebens in ständigem Vergleich zwischen Antike und Heute reflektiert werden. Das Denkwerk will SchülerInnen für Latein begeistern und zugleich ihr Interesse an der antiken und der eigenen Kultur sowie an Geisteswissenschaften allgemein entzünden. Die Schüler erhalten eine Einführung in die wissenschaftlichen Methoden und werden angeregt, über bedeutsame Fragestellungen eigenständig zu forschen; sie werden befähigt, ihre Ergebnisse während eines Schülerkongresses vor einem Publikum zu präsentieren und zu verteidigen, und dadurch auf ein Universitätsstudium vorbereitet. LehrerInnen erhalten einen Einblick in die neusten fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Forschungen. Studierende haben bereits vor dem Praxissemester die Möglichkeit, ihre eigenen Arbeiten in der Praxis zu testen. Sie werden dafür gezielt im Rahmen der Fachdidaktik vorbereitet. ReferendarInnen werden an einer entscheidenden Schnittstelle der Ausbildung von den beteiligten Institutionen unterstützt. WissenschaftlerInnen erhalten Rückmeldung für die Lehr-amtsausbildung. In dem Projekt arbeiten Schulen und Universität auf innovative Weise zusammen. Das Projekt baut auf dem großen Erfolg des ersten Brandenburger Antike-Denkwerks auf. Die entstandenen Strukturen sollen aufgegriffen und gefestigt werden. Auf Grund der Erfahrungen werden die Abläufe gestrafft und effektiv koordiniert. Neu ist die Konzentration auf fünf Schulen als feste Kooperationspartner sowie die mögliche Interaktion mit dem in Brandenburg neu eingeführten wissenschaftspropädeutischen Seminarkurs. Dauer und Umfang des Projekts (Großveranstaltungen, Schülerkongresse, Publikationen) machen eine finanzielle Unterstützung unabdingbar.

II. Durchführung

1. Potsdamer Lateintag

Eröffnet wurde die erste Projektphase am 2. Oktober 2014 mit dem Potsdamer La-teintag an der Universität Potsdam. Hierbei wurde zunächst das Konzept von www.BrAnd2. Wille. Würde. Wissen vorgestellt. Im Anschluss wurden Vorträge zum Thema Willen gehalten. Für den einführenden Vortrag vor dem Plenum konnten wir Frau Prof. Dr. Christiane Kunst von der Universität Osnabrück gewinnen, die schon an den vorausgegangenen Lateintagen das Publikum – und gerade auch das jüngere – zu fesseln wusste. Für den Vortrag aus dem Bereich der Philosophie war es uns gelungen, Prof. Dr. Christoph Horn, Universität Bonn, einen auf diesem Gebiet ausgewiesenen Fachmann, zu verpflichten. Am Nachmittag gab es Wahlveranstaltungen: für die ProjektteilnehmerInnen einen Workshop durch die Antragstellerinnen, Prof. Dr. Ursula Gärtner, Peggy Wittich, für alle anderen Schnupperseminare, z.B. „Cicero in Entscheidungsnot. Freier Wille im Angesicht drohender Gewalt“, Dr. Alexandra Forst; „Zu Plinius Epist. 1,5. Oder wie der Wille den Willen zu vertuschen, sich nicht vertuschen lassen will“, Marcella Heger; „Rationale Leidenschaft in Senecas Medea“, Matthias Zein. Der Tag darf als ein großer Erfolg gewertet werden; schon die Anmeldungen nicht nur aus Brandenburg, sondern auch aus Berlin übertrafen unsere Erwartungen bei Weitem: über 500 Anmeldungen (davon ca. 70 Lehrer/innen) waren eingegangen; für die Seminare mussten wir leider zahlreiche Absagen versenden. Die Mittel der Bosch-Stiftung wurden für Reisekosten und Honorar der Vortragenden verwendet sowie für die Organisation.

2. Schulprojekte

Dieses Mal hatten wir fünf Schulen als feste Kooperationspartner. Von den Gruppen wurde nach dem Besuch des Lateintags eine Projektidee eingefordert, die von den Projektverantwortlichen auf ihre Tragfähigkeit geprüft wurde. Kriterien waren u.a. Originalität, Durchführbarkeit, Zeitplanung, Einbeziehung von Wissenschaft; ferner sollte erkennbar sein, dass die Projekte von Lehrer- und Schülerseite konzipiert waren. Die Größe der Schülergruppen variierte; insgesamt waren ca. 100 Schüler/innen beteiligt. Den Projekten wurden je ca. zwei BetreuerInnen von studentischer Seite zugeordnet. Die jeweiligen Teams wurden bei einem ersten Arbeitstreffen zusam-mengestellt. Folgende Projekte wurden realisiert:

1. Evangelisches Gymnasium Hermannswerder, Potsdam, K 12, verantwortliche Lehrkraft: Julia Brehmer; Studierende: Enno Friedrich, Sven Paeth

2. Humboldt-Gymnasium, Potsdam, K 12; verantwortliche Lehrkräfte: Anja Krause, Jörn Mixdorf; Studierende: Robert Penndorf, Laura Schievink, Stephanie Schön

3. Marie-Curie-Gymnasium, Dallgow-Döberitz, K 11; verantwortliche Lehrkraft: Peggy Wittich; Studierende: Mirjam Kauer, Philipp Okonek, Sven Götzmann, Anni-ka Kirbs

4. Paulus-Prätorius-Gymnasium, Bernau, K 11, verantwortliche Lehrkraft: Birgit Drechsler-Fiebelkorn: Rudolf Tiersch, Patrick Pirey, Sophie Albrecht

5. Wolkenberg-Gymnasium, Michendorf, K 12; verantwortliche Lehrkraft: Astrid Metting; Studierende: Asja Wortmann, Cindy Reinhardt

Die Arbeit innerhalb der Projekte konnte individuell gestaltet werden. Allen gemein war, dass die Studierenden die Schülerinnen und Schüler in das wissenschaftliche Arbeiten einführen sollten; dies beinhaltete einen Besuch an der Universität Potsdam an unserem Institut sowie der Universitätsbibliothek; hierbei ging es um Recherchie-ren von Primärtexten, Sekundärliteratur und Material der Archäologie sowie dem wissenschaftlichen Umgang damit. Ferner bestand das Angebot, dass aus dem Kreis der Projektleiter/innen oder auch anderer Wissenschaftler/innen Fachvorträge mit Diskussion zum wissenschaftlichen Arbeiten anhand eines bestimmten Themas speziell zu einzelnen Projekten gehalten wurden. Die Schüler/innen sollten animiert werden, sich intensiver mit Problemen der Antike zu befassen, diese wissenschaftlich zu durchdringen, Fragen zum Transfer zur heutigen Welt zu stellen und die Ar-beitsergebnisse in besonderer Form zu präsentieren. Die Studierenden besuchten ferner die Gruppen auch an den Schulen und begleiteten oder leiteten je nach Projekt einzelne Arbeitsabschnitte; die Lehrerinnen und Lehrer verbanden die Projektarbeit i.d.R. mit dem vom Lehrplan vorgegeben „Schulstoff“. Ferner gab es die Möglichkeit, mediale Unterstützung der Projekte durch Cornelia Brückner zu erhalten. Die Mittel der Bosch-Stiftung wurden in den Projekten für Reisekosten, Eintrittskosten sowie Material verwendet.

3. Schülerkongress

Neu im Konzept war der zweitägige Schülerkongress, der am 13. und 14. März 2015 an der Universität Potsdam stattfand. Am ersten Tag wurden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen in intensiver Arbeitsatmosphäre für die Präsentation vorbereitet, am zweiten mussten sie präsentiert und verteidigt werden. Ferner sollte den SchülerInnen die Möglichkeit des Austauschs gegeben werden. Die Art der Präsentationen war außerordentlich vielseitig: vom Referat mit Postern, Powerpoint-Präsentation, online-Zeitung, Rollenspiel, Filmen, Arbeitsheften war alles vorhanden. Stets schloss sich an die Präsentation eine Fragerunde im Plenum an, und zwar sowohl zu Sachlichem wie auch zur Erfahrung mit dem Projekt selbst. Folgende Präsentationen wa-ren zu sehen:

Der Kurs des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder hatte sich viel vorgenommen. Die SchülerInnen gingen dem freien Willen, d.h. dem Verhältnis von Ent-scheidungsfreiheit und Vorbestimmung unter den verschiedensten Aspekten nach: Vergil und der freie Wille; Senecas Willensvorstellung; Wille im Buddhismus ‒ Vergleich mit der Willensvorstellung in der antiken Stoa; Physikalischer Determinismus ‒ Der freie Wille in der Hirnforschung. Dabei wurde immer der Vergleich mit heute gezogen. Vorgestellt wurde das Projekt am Lateintag auf einem forum voluntatum ‒ einem Markt der Willens(vorstellungen). Das war jeweils bestens wissen-schaftlich fundiert. Jede Teilgruppe stellte hier in unterschiedlicher medialer Umsetzung ihre Ergebnisse vor, was zu einer angeregten Diskussion führte.

Ambitioniert war auch das Projekt des Humboldt-Gymnasiums Potsdam. Da das Thema für das zweite Kurshalbjahr der Klasse 12 Philosophie war, hatten sich die SchülerInnen überlegt, im Rahmen des Projektes ein eigenes Lektüreheft zu erstel-len, das dann auch die folgenden Zwölftklässler ihrer Schule nutzen können. Zu den Philosophen Seneca und Cicero wollten sie zehn lateinische Texte aufarbeiten, Arbeitsaufträge erstellen, Zusatzmaterial heraussuchen und einen Lernwortschatz erstellen. Statt also selbst in einem solchen Buch zu arbeiten, suchten die SchülerInnen mit Unterstützung der Studierenden entsprechende Texte heraus, kommentierten diese, versahen sie mit Angaben und entwickelten Arbeitsaufträge dazu. Es gehört Mut dazu, sich einmal auf die Lehrerseite zu begeben; aber sicherlich lernt man beim Erstellen eines solchen Heftes noch mehr als beim schlichten Bearbeiten. Das Lehrheft lag am Schülerkongress vor und wurde an einigen Beispielen souverän vorgestellt.

Die SchülerInnendes Marie-Curie-Gymnasiums Dallgow-Döberitz hatten sich ein Thema gewählt, was zunächst vielleicht trocken klingt; sie wollten nämlich ein „Wörterbuch zum Willen“ erarbeiten. Dabei sollte einerseits die Einführung in die Arbeit mit allen wichtigen Nachschlagewerken für das wissenschaftliche Arbeiten in der klassischen Philologie im Zentrum stehen. Andererseits wollten sie das Wörterbuch mit einer Stellensammlung von Originalstellen (vornehmlich aus Autoren, die bei dem Abitur wichtig sind) versehen, die die einzelnen untersuchten Wörter enthalten und in bestimmtem Zusammenhang und in verschiedenen Bedeutungsnuan-cen verwenden. Wenn man sich einmal klar macht, wie man eigentlich auf die ‚richtige Bedeutung‘ der Wörter kommt und wie schwer es deshalb ist, ein Wörterbuch zu erstellen, wird es spannend und man merkt auch, dass man den Wörterbüchern, die wir täglich benutzen, vielleicht gar nicht so sehr trauen kann. Die SchülerInnen stellten eine Wordcloud mit immerhin 34 Einträgen her. Erarbeitet wurde dies mit modernster Umsetzung am Whiteboard.

Die SchülerInnen des Paulus-Prätorius-Gymnasiums Bernau hatten wiederum mehrere Teilprojekte. Sie erstellten eine Online-Zeitung mit dem Titel Voluntas Today, in der u.a. über Livius’ Darstellung der Lex Oppia (eines Gesetzes, das die Freiheit der Frau einschränkte, insbesondere darin, ihren Reichtum zu zeigen) berichtet wurde. Daneben erklärten eine junge Römerin und eine Studentin unserer Zeit in einem amüsanten Rollenspiel, ob sie einem eigenen Willen folgen dürfen. Mit Hilfe einer Zeitmaschine versetzte eine Gruppe ihre Mitschülerin in die Antike, wo sie Seneca begegnet, der sie in ein philosophisches Gespräch verwickelte, das ihn aber sicherlich genauso verwirrte wie die junge Besucherin. Eine weitere Schülergruppe be-schäftigte sich außerdem mit dem Mythos der Medea, die ihre eigenen Kinder tötet, um ihren Mann für seine Treulosigkeit zu bestrafen. Die Frage nach dem Willen war durch die Umdeutung von der Täterin zum unschuldigen Opfer ihrer Leidenschaft greifbar. Hier war der Wunsch zur historischen Kommunikation besonders anschaulich umgesetzt.

Die Schülerinnen des Wolkenberg-Gymnasium Michendorf hatten sich intensiv mit den Antworten der antiken Philosophen auf die Frage nach dem Willen auseinandergesetzt. Sie hatten zudem nach einem Theaterbesuch die Rolle des freien Willens für die Schwestern Antigone, die sich gegen das Verbot des Herrschers entscheidet, ihren Bruder zu bestatten, und damit den Tod auf sich nimmt, und Ismene, die sich dagegen ausspricht, diskutiert. Sie erstellten am Schülerkongress ein Kartenspiel, nämlich ein Philosophisches Quartett, wobei zu einem Oberbegriff jeweils 4 Karten gehörten, die zur Diskussion anregen sollen. Neben einer symbolischen Darstellung, der Definition der Begriffe (voluntas - Wille, voluptas - Lust, ratio - Vernunft, sapientia - Weisheit etc.), einem Blick auf ihre Verwendung in der Stoa und dem Epikureismus wurde ihre Bedeutung schließlich im Kontext der Tragödie hinterfragt. Die Schülerinnen erläuterten das Spiel auf dem Kongress und zeigten einen Film mit einer Spielrunde.

BrAnD ist kein Wettbewerb, aber Aufgabe war es auch, die anderen Beiträge fair zu bewerten und sich selbst einzuordnen. Kriterien waren: Originalität des Themas; Einbindung der eigenen wissenschaftlichen Forschung; Vergleich Antike/Heute; Präsentation. Der Versuch, der wissenschaftlichen Fundierung war überall zu erkennen. Originell waren die Themen ebenfalls. Der Vergleich mit heute war unter-schiedlich gewichtet, aber immer zu erkennen. Die Ideen waren vielfältig und die Präsentationen höchst abwechslungsreich. Hier eine Entscheidung zu fällen, welches Projekt ausgezeichnet werden sollte, war schwierig; aus Fairness wurde dabei berücksichtigt, welche Kursart vorlag. Als Sieger ging schließlich das Projekt des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder hervor.

4. Auswertung

Der Schülerkongress sowie die Arbeitstreffen der Studierenden und Lehrer/innen mit den Projektleiter/innen wurden genutzt, um das Konzept des gesamten Projekts zu diskutieren. Ferner sind in den Projektberichten Auswertungen enthalten. Bei einer doch recht großen Zahl von Einzelprojekten waren die Erfahrungen selbstver-ständlich unterschiedlich; hinzu kommt, dass sich die Projektgruppen in der Größe z.T. stark unterschieden, von kleinen AGs bis ganzen Klassen und darüber hinaus war alles vertreten. Ferner waren verschiedene Altergruppen vertreten, so dass der wissenschaftliche Charakter der Projekte demgemäß unterschiedlich war. Diese Vielfalt wurde allerdings als bereichernd empfunden und soll beibehalten werden. Ge-nerell wurde das Konzept als gelungen beurteilt; die erhofften Ziele können als erreicht gelten. Der Aufwand wurde von allen als sehr hoch eingeschätzt, was jedoch durch neue Anregungen kompensiert werde. Von Schülerseite wurde häufig betont, dass man an der Universität eine neue Seite des Fachs kennen lernte und, wenn man die Möglichkeit hatte, Wissenschaftler „löchern“ und alles erfahren konnte, was man zu dem Thema wissen wollte. Der Projektcharakter wurde als neue Möglichkeit des Wissens- und Kompetenzerwerbs geschätzt. Ferner war in allen Projekten und Fra-gen am Schülerkongress zu spüren, wie die intensive Beschäftigung mit einem Thema und vor allem der Vergleich zum heutigen Leben Anlass zur Verwunderung und zur Reflexion über alltägliche Verhaltensweisen bot, was über den üblichen Lateinunterricht hinausging. Von Seiten der Lehrer/innen wurde zumeist der Motivati-onsschub hervorgehoben sowie die Möglichkeit, durch zusätzliche Mittel den Rah-men des Schulalltags verlassen, interdisziplinär arbeiten, Schüler/innen Kompeten-zen in Projektarbeit vermitteln und sie durch die produktionsorientierte Anlage der Projekte zur Eigenverantwortung bringen zu können. Betont wurde u.a. die hohe Identifikation der Schüler/innen mit dem Projekt, der Zuwachs an Methoden und Sachkompetenz wie ein auch generell festzustellender Leistungsfortschritt sowie Steigerung der sozialen Interaktion. Studierende betonten die neue Form des Kontakts mit den Schulen, die eine wichtige Ergänzung zu den fachdidaktischen (und enger reglementierten) Veranstaltungen und Praktika des Studiengangs bot.

5. Ausblick

Der zweite Durchgang von www.Brand2 zum Thema „Würde“ ist bereits angelaufen. Am 25. September fand der Potsdamer Lateintag als Auftaktveranstaltung statt, mit über 500 Teilnehmern wieder erfreulich gut besucht. Das Konzept wurde beibe-halten. Vorträge hielten dieses Mal Frau Prof. Dr. Claudia Tiersch (HU Belrin) sowie Prof. Dr. Stefan Büttner-zu Stülpnagel (Universität Potsdam). Die Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themen am Nachmittag wurden von Dr. Karen Blaschka, Anne Borr-mann, Dr. Eugen Braun, Dr. Alexandra Forst, Prof. Dr. Ursula Gärtner, Peggy Wit-tich, Tobias Zacharias und Matthias Zein abgehalten.

6. Fazit

Auf eine Kurzformel gebracht lautet die Rückmeldung auch für die Neuauflage: Großer Aufwand, großer Gewinn, großer Dank an die Robert Bosch Stiftung!


Eindrücke

Die folgenden Kurzdarstellungen der Schulprojekte ermöglichen einen groben Einblick in die verschiedenen Arbeitsweisen. Genaueres ist dem offiziellen Band zum Brandenburger Antike-Denkwerk 2 Willen zu entnehmen.

Bitte bachten Sie auch, dass Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums Potsdam, des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder und des Paulus Prätorius Gymnasiums Bernau ihre Eindrücke eigens verschriftlicht und uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt haben. Diese Beiträge finden Sie bei den jeweiligen Projektabschnitten.

Forum Voluntatum (Evangelisches Gymnasium Hermannswerder)

Die Schülerinnen und Schüler des Evangelisches Gymnasiums Hermannswerder entschieden sich, das Thema Willen nicht nur von verschiedenen antiken Blickwinkeln, sonder nauch durch moderne Ansichten zu belichten. So teilten sie sich in mehrere Gruppen auf, die jeweils eine Strömung vertraten und zum Schülerkongress das Publikum von jeweisl ihrer Sicht zu überzeugen. Ein forum voluntatum war entstanden.

Reader der Schülerinnen und Schüler des Evangelisches Gymnasiums Herrmannswerder

Willen, Wollen, Wortschatz (Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz)

Bild: www.BrAnD2.
Erarbeitete Vokabeln nach ermittelter Wichtigkeit

Unter diesem Projekttitel haben Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums sich daran gewagt, ein Wörterbuch zum Sachfeld Willen zu erarbeiten. Generell ging es somit darum, den Aufbau gängiger und wissenschaftlicher Lexika nachzuvollziehen und die passenden Informationen für die eigene Sammlung zu finden.

Zusätzlich nahm man sich vor, nicht nur Beispielwortgruppen oder -sätze zu ergänzen, soondern Originaltextstellen heranzuziehen und möglichst zu kontextualisieren. Auch konnten die Schülerinnen und Schüler somit ihr literarisches Wissen ergänzen - z.B. indem sie neue Autoren kennenlernten.

Bild: www.BrAnD2.
Erarbeitete Vokabeln nach ermittelter Wichtigkeit

Philosophische Textausgabe (Humboldt-Gymnasium Potsdam)

Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums Potsdam setzten sich nicht nur mit thematischen Texten - und dabei nicht nur mit griechischen oder römischen - auseinander, sie erstellten sogar ein eigenes Lektüreheft, von dem künftige Schülergenerationen profitieren können.

Reader der Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnsiums Potsdam

Voluntas Today (Paulus-Prätorius-Gymnasium Bernau)

Am Paulus Prätorius Gymnasium Bernau teilten sich die Schülerinnen und Schüler ebenfalls in verschiedene Gruppen auf und setzten sich anhand gewählter antiker Persönlichkeiten - nämlich Cato, Seneca und Medea - mit dem Thema auseinander. Die Ergebnisse bündelten Sie anhand einer Online-Zeitschrift, für die sie jeweils kurze Artikel schrieben. Einen weiteren Aufwand leistete sich hierbei die Seneca-gruppe, die ein Hörspiel entwickelte.

Voluntas Today - online oder als Download (pdf)

Philosophische Inszenierungen (Wolkenberg-Gymnasium Michendorf)

Die Schülerinnen und Schüler aus Michendorf entschieden sich nach einem Besuch des Theaterstückes Ismene, Schwester von Lot Vekemans am Deutschen Theater, sich mit dem Antigonemythos unter dem Schwerpunkt Willen auseinanderzusetzen. Hierbei entstand letztlich ein Kartenspiel, das beim Schülerkongress vorgestellt wurde.