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Exkursion an den Niederrhein 13.09. bis 16.09.2017

Foto: A. Forst

Tag 1

Gut vorbereitet und informiert durch die Referate im Rahmen des Seminars machten wir uns am Mittwoch, den 13.09.2017, voller Vorfreude und Neugier individuell auf den Weg nach Köln. Am Nachmittag trafen wir uns vor dem Hauptportal des Kölner Doms ganz in der Nähe des römischen Nordtores und warteten auf Herrn Rainer Schmidt. Dieser leitete unsere zweieinhalbstündige Stadt- und Domführung. Durch sein umfangreiches Wissen konnte der studierte Kunsthistoriker mit allerlei unterhaltsamen Anekdoten aufwarten, so zum Beispiel, dass die Franzosen den Kölner Dom eine Zeitlang als Materiallager und Pferdestall nutzten, und machte damit die Führung für uns zu einem echten Erlebnis. Das gemeinsame Abendessen in der „Brauerei zum Pfaffen“, bei dem das ein oder andere einheimische Getränk genossen wurde und man in lockerer Runde beisammen saß, bildete den Abschluss des ersten Tages

Tag 2

Am Morgen des zweiten Tages trafen wir uns vor dem Römisch-Germanischen Museum in Köln und kamen in den Genuss einer zweistündigen Führung zum Thema Inschriften. Während des Rundgangs brachte uns Herr Wiegand anhand vieler unterschiedlicher Objekte die drei wichtigsten Arten von Inschriften, nämlich Grab-, Bau- und Weiheinschriften, näher und auch unsere Lateinkenntnisse waren gefordert, galt es doch, gemeinsam die antiken Botschaften zu entschlüsseln. Wir erfuhren allerhand Spannendes, Interessantes und Lustiges – so zum Beispiel, dass die Bauinschrift zu Neros Ehren nach dessen Tod, anstatt zerstört zu werden, als Boden einer cloaca genutzt wurde. Unsere Befürchtungen, dass wir kaum oder gar kein Prunkglas zu sehen bekämen, bestätigten sich nicht und so konnten wir die Pracht der Kölner Gläser vor Ort bewundern. Bevor es mit der Bahn nach Xanten ging, hatten wir noch Zeit, das Museum auf eigene Faust zu erkunden.

Tag 3

Während die Ankunft in Xanten von Starkregen begleitet war, ließ uns der Blick in den Himmel am Freitagmorgen, vorsichtig optimistisch sein, den Archäologischen Park Xanten (APX) trockenen Fußes erkunden zu können.
Am Eingang des Parks wurden wir von Frau Kunst begrüßt, welche uns den Tag über begleiten sollte. Einer allgemeinen Führung durch den APX schloss sich ein geführter Rundgang in zwei Gruppen durch das LVR-RömerMuseum und die Großen Thermen an. Dabei boten Frau Kunst und Frau Kroesen spannende Einblicke in das Leben der Römer in der Colonia Ulpia Traiana und ließen sich auch nicht von unseren zahlreichen Nachfragen aus der Ruhe bringen.
Die Mittagspause wurde dann dazu genutzt, in der Xantener Innenstadt einen Kaffee zu trinken, den Park weiter zu erkunden, aber in erster Linie um den Museumsshop unsicher zu machen. Voller Enthusiasmus und bei strahlendem Sonnenschein erklärte uns Frau Kunst die Arbeit der Archäologen in den aktuellen Grabungen.
Einen ereignisreichen Tag ließen wir dann beim gemeinsamen Abendessen in der „Römischen Herberge“ ausklingen.

Tag 4

Am letzten Tag begrüßte uns Xanten mit Sonnenschein. Vor der Tourismusinformation startete unser zweistündiger Rundgang durch die Stadt und den Dom mit Frau Weigand, auf dem wir zum Beispiel erfuhren, dass das Gebiet um Xanten einst – aufgrund eines Erbfolgestreits – an Brandenburg-Preußen gefallen war und die Brandenburger auch für die Eindeichung Xantens verantwortlich waren. In der Krypta des Doms, den sie liebevoll den kleinen Bruder des Kölner Doms nannte, erzählte sie uns die Legende von Sankt Viktor.
Mit einigen Souvenirs im Gepäck und um viele Erlebnisse reicher verabschiedeten wir uns am Nachmittag vom Niederrhein und traten die Heimreise an.