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Digitale Datenbank zum Gleichnis in der antiken epischen Dichtung (GAED)

Digital Database of similes in ancient epic poetry

Bild: Dr. K. Blaschka
GAED

Projektleitung

Dr. Karen Blaschka (karen.blaschkauni-potsdamde)

 

Projektbeschreibung

Gleichnis und Vergleich gehören seit Homer und Hesiod bis in die Spätantike zum fes­ten Repertoire der epischen Dichtung. Bei einer diachronen Betrachtung lässt sich ein Wandel erkennen, der durch Auseinandersetzung mit Vorbildern, Streben nach imi­tatio und aemulatio und Umdeutungen auf Grund kultureller Zusammenhänge ge­prägt ist. Die systematische Erfassung des gesamten paganen wie christlichen Ma­te­rials der Antike ist ein Desiderat der modernen Klassischen Philologie.

Ziel des Projektes „Digitale Datenbank zum Gleichnis in der epischen Dich­tung der An­tike“ ist es, die relevanten Textstellen zunächst digital zu erfas­sen. In einem nächs­ten Schritt sollen die Daten in einem System, das sie nicht nur prä­sen­tiert, sondern zu­gleich auf die aktive Benutzung ausgerichtet ist, verfügbar gemacht werden. Die Stellen werden mit einem umfangreichen Metadatensatz versehen (z. B. Autor, Gattung, Ver­gleichs­­gegen­stand, tertium comparationis, spezielle Begriffe) und verlinkt, sodass eine Re­­­­cher­che unter zahlreichen Gesichtspunkten möglich wird. Für die Forschung in der Klassischen Philologie wird eine umfassende und mit den bisherigen Mitteln nicht durchführbare komplexe Suche möglich. So lassen sich beispielsweise Verbin­dungs­linien und Umdeutungen von Gleich­nissen aufzeigen, die durch konven­tio­nel­le Methoden zuvor nicht entdeckt wur­den. Kontinuitäten und Wan­­del in der Ver­­­wen­dung der Gleichnisse können auf diese Art nachvollzogen werden. Das Kon­zept ist ent­spre­chend auch in kul­tur­wissenschaft­li­cher Hinsicht bedeutend, allein wenn man z. B. die Bild­spra­che der heidni­schen Antike als Fundus für Übernahme und Um­­deu­tung in der christlichen und spä­teren europäischen Literatur betrachtet. Hier bietet das Projekt nicht nur Nach­nut­zungs-, sondern zugleich An­schluss­mög­lich­kei­ten für unterschied­lich­ste For­schungs­fragen der Klassischen Philologie, aber auch für die modernen Philologien, die sich in der Beschäftigung mit ihren Texten häufig mit den anti­ken Vor­bil­dern tiefgründig ausein­an­der­­setzen müssen.

 

Veranstaltungen

Workshop Classical Philologie goes digital. Working on textual Phenomena of ancient texts (16./17.02.2017)

Kooperationen

Klassische Philologie der Karl-Franzens-Universität Graz (Prof. Dr. U. Gärtner)

SynoikisisDC (Dr. Monica Berti)

AvH Chair of DH Leipzig  / Open Greek and Latin Project  (Prof. Dr. Gregory Crane  / Dr. Thomas Köntges )