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Berücksichtigung von Expertenwissen. Internationale Verwaltungsstäbe als Politikexperten 

Leitung: Andrea Liese; Per-Olof Busch
Mitarbeit: Jana Herold; Hauke Feil
Zeitrahmen: 2016-2018

 

Das Projekt geht von der Beobachtung in Studien der Internationalen Beziehungen aus, dass Internationale Regierungsorganisationen zunehmend versuchen, durch Expertenwissen zur Bewältigung und Steuerung nationaler und internationaler politischer Herausforderungen in den unterschiedlichsten Politikfeldern beizutragen. In diesen Bemühen werden Internationale Regierungsorganisationen von ihren jeweiligen Verwaltungsstäben unterstützt, die als eine unterscheidbare organisatorische Einheit in Internationale Regierungsorganisationen eingebettet sind und gerade in der Generierung, Verarbeitung und Verbreitung von Expertenwissen wichtige Funktionen erfüllen und Aufgaben übernehmen. So stellen internationale Verwaltungsstäbe ihr Expertenwissen ihren Mitgliedstaaten zur Verfügung. Sie leiten aber auch Handlungsempfehlungen für nationale oder internationale Politiken daraus ab und verbreiten sie. Sie erarbeiten Leitfäden und Richtlinien für die Reform bestehender oder die Einführung neuer Politiken. Diese können sich an die Staatenwelt im Allgemeinen oder einzelne Staaten richten und Reformen einzelner Maßnahmen oder Maßnahmenpakete beinhalten. Zudem sind internationale Verwaltungsstäbe in direkte Beratungen einzelner Staaten involviert oder bereiten politikfeldspezifische Treffen mit staatlichen Delegierten vor. Diese Beobachtungen werfen die Frage auf, inwieweit und wie das Expertenwissen und die daraus resultierenden Politikempfehlungen internationaler Verwaltungsstäbe in Staaten als primäre Zielgruppe wahr- und aufgenommen werden. Schließlich geht es dabei auch um die Frage, inwieweit internationale Verwaltungsstäbe damit Präferenzen, Strategien und Politiken von Akteuren in der internationalen Politik formen können. Vor diesem Hintergrund widmen wir uns in unserer Forschung aus der Perspektive der Internationalen Beziehungen der Frage inwiefern und warum das Expertenwissen und die Politikempfehlungen, die internationale Verwaltungsstäbe verbreiten, in Staaten berücksichtigt und als Ausgangspunkt weiterer Entscheidungen und Handlungen im politischen Prozess betrachtet? Das Projekt ist Teil der Forschergruppe "International Public Administration". Mehr Informationen hier


Publikationen

Per-Olof Busch und Andrea Liese (2017), The Authority of International Public Administrations, in: Michael W. Bauer, Christoph Knill and Steffen Eckhard (Hrsg.), International Bureaucracy. Challenges and Lessons for Public Administration Research, Basingstoke: Palgrave Macmillan, 97-122. 

 

Work in Progress

Busch, Per-Olof, Hauke Feil, Jana Herold und Andrea Liese (2017): Explaining the expert authority of international bureaucracies. 11th Pan-European Conference on International Relations, Barcelona, 13. - 16. September 2017 & 2017 ECPR General Conference, Oslo, 6. - 9. September 2017

Busch, Per-Olof, Hauke Feil, Jana Herold und Andrea Liese (2017): Consideration of Policy Advice. 2017 conference of the European Political Science Association, Milan, 22. - 24. Juni 2017

Busch, Per-Olof, Hauke Feil, Jana Herold und Andrea Liese (2017): Assessing the expert authority of international bureaucracies. 7th Annual Conference of the European Political Science Association, Milan, 22. - 24. Juni 2017.

Busch, Per-Olof, Hauke Feil, Jana Herold und Andrea Liese (2017): Who counts as an expert and why? Expert status of international bureaucracies. 4th European Workshop in International Studies 2017, Cardiff, 7. - 9. Juni 2017

 

 


Förderung

Gefördert im Rahmen der Forschungsgruppe "International Public Administration" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft