Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Meine Erasmuserfahrung begann mit dem Einreichen meiner Bewerbung beim Erasmuskoordinator des Institut für Anglistik und Amerikanistik. Bereits zwei Wochen später wurde mir ein Platz an der University of Hull, meinem Erstwunsch, angeboten. Daraufhin unterschrieb ich die Annahmeerklärung und bewarb mich online bei der Partneruniversität. Im April fanden dann die ersten Informationsveranstaltungen des IO statt, welche bei der Vorbereitung des Aufenthalts unterstützen sollten. Im Mai buchte ich bereits mein Wohnheimzimmer auf dem Campus, in einem sehr modernen Wohnheim, welches durch die Uni selbst betrieben wurde. Im Juni sendete mir das IO der Partneruni die Modulbeschreibungen möglicher Kurse und ich erstellte mein LA Before the Mobility. Ende Juli führte ich meinen ersten Erasmus-Sprachtest durch. Anfang August bekam ich die endgültige Zusage der Uni in Hull und konnte mich online einschreiben. Natürlich waren in diesem Prozess auch viele Nachfragen und Unsicherheiten meinerseits involviert, rückblickend muss man sich da allerdings kaum Sorgen machen, wenn man immer alle Informationen sorgfältig liest und sich rechtzeitig um die Beschaffung und das Einreichen der notwendigen Dokumente kümmert.


Studienfach: Englisch auf Lehramt

Aufenthaltsdauer: 09/20 - 12/20

Gastuniversität: University of Hull

Gastland: Großbritannien

Studium an der Gastuniversität

Im September begann dann endlich mein Auslandsaufenthalt. Ich reiste zum frühstmöglichen Zeitpunkt an und hatte mich bereits vorher bei sehr vielen Einführungsveranstaltungen angemeldet. Trotz der Corona-Situation hatte die Uni super viele Angebote organisiert, von Probetrainings in verschiedensten Sportarten, über Make a Mug, Make some Friends, bis zu Outdoor-Kino und Konzerten war alles dabei. In Kombination mit den Internationals-Gruppen in verschiedenen sozialen Netzwerken hatte ich keine Schwierigkeiten, eine kleine aber enge Gruppe von Freunden (Internationals und Einheimische) zu finden. Gleichzeitig liefen online die Einführungsveranstaltungen für die verschiedenen Studiengänge. Nach zwei Welcome Weeks  begannen die Vorlesungen. Für mich bedeutete das 8h online Seminare und 1h On-Campus Workshop. Im Gegensatz zu den Kursen and der Uni Potsdam waren meine Kurse in England komplett nach dem inverted-classroom Prinzip organisiert. Das bedeutete, dass trotz des relativ geringen zeitlichen Umfangs der Kurse immer einiges zu tun war. Positiv überrrascht war ich jedoch von der aktiven Teilnahme aller Studenten in den Kursen, welche hauptsächlich auf der Diskussion der vorher erarbeiteten Inhalte basierten. So hatte ich das Gefühl, trotz der Online-Lehre einen großen Lerneffekt zu haben. Leider war es durch die Online-Lehre und verschärften Corona-Maßnahmen schwierig, Komilitonen kennenzulernen. Jedoch gab es auch hier zumindest ein Netzwerk in den sozialen Medien. Besonders hervorheben möchte ich die Dozierenden, welche mit sehr viel Hingabe ihre Kurse vorbereiteten, mit der Wahl verschiedener Formate die Online-Lehre interessant machten und welche eine sehr positive und unterstützende Atmosphäre kreierten.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Zu meiner sprachlichen Entwicklung durch den Auslandsaufenthalt kann ich sagen, dass ich mich vor allem im mündlichen Bereich profitiert habe. Hier lohnt es sich, einfach viel unter Leute zu gehen und drauf loszusprechen. Niemand wird dich für kleine Fehler verurteilen, ganz im Gegenteil habe ich eher Zuspruch und Anerkennung bekommen. Da es in England nicht sehr üblich ist, eine Zweitsprache fließend zu beherrschen, haben die meisten Menschen dort großen Respekt vor Nicht-Muttersprachlern.

Wohn- und Lebenssituation

Gewohnt habe ich während meines Aufenthalts für sehr viel Geld, aber in einer sehr modernen, gut ausgestatteten Anlage direkt auf dem Campus. Für knapp 150 Pfund pro Woche hatte ich ein kleines Zimmer mit eigenem Bad, eine große Küche, die ich mir mit sieben Mitbewohnern teilte, welche aber mehrmals pro Woche von einer Reinigungskraft gereinigt wurde und rund um die Uhr einen Ansprechpartner an der Rezeption. Von meinem Wohnheim aus waren es 5 Minuten zur Bushaltestelle, 15 Minuten mit dem Bus ins Stattzentrum, 15 Minuten zu Fuß zu Lidl, 20 min zu Fuß zur nächsten Grünanlage und 10 Minuten zu einer kleineren Restaurant- und Ladenstraße. Zur Stadt Hull kann man sagen, dass es eine gemütliche und freundliche Stadt und Gemeinschaft ist. Auf dem Campus gibt es sehr viele Veranstaltungen für Studenten und die Uni hat eine beeindruckende Sportanlage. Die Stadt ist allerdings nicht besonders groß, was für manche ein Manko sein mag, von mir aber als genau richtig zum Erkunden in einem Semester betrachtet wurde. Das einzige Manko war, dass die internationalen Studenten in einem seperaten Wohnblock untergebracht waren. Dies enttäuschte mich etwas, da ich ja nach England gefahren war, um dort vor allem mit Muttersprachlern Kontakt zu haben.

Studienfach: Englisch auf Lehramt

Aufenthaltsdauer: 09/20 - 12/20

Gastuniversität: University of Hull

Gastland: Großbritannien


Rückblick

Mein ultimativer Tipp für zukünftige Erasmusstudenten ist: Bleibt ruhig und macht euch nicht zu vielen Gedanken. Egal ob es die Organisation oder das Knüpfen neuer Freundschaften ist, solange ihr freundlich und offen seid klappt das ohne Probleme. Versucht euch immer mit netten Leuten zu umgeben und macht das Beste aus dieser besonderen Zeit!

Großbritannien

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