Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Ich habe mich bereits seit Beginn meines Studiums für einen Erasmus Aufenthalt in England interessiert, weshalb ich mich schon früh informiert habe, welche Unis von meinem Haupt- und Nebenfach zur Auswahl stehen. Die Queen Mary University of London (QMUL) gefiel mir von Anfang an, da die Website der Universität viele Informationen zum Studienalltag und zu verschiedenen Studiengängen und Kursangeboten liefert. In den Erasmus Infoveranstaltungen der Uni Potsdam habe ich mir dann alle nötigen Informationen besorgt, die zur Bewerbung notwendig waren und habe mich bei dem Erasmuskoordinator meines Hauptfachs schon sehr früh als Interessent für die Uni gemeldet. Das Bewerbungsverfahren mit der Uni lief sehr gut, da viel Hilfestellung sowohl von der Uni Potsdam als auch von der QMUL geleistet wurde. Auch den Kurskatalog bekam ich rechtzeitig zur Verfügung gestellt, um bereits vor meinem Auslandsaufenthalt mein Learning Agreement zusammenzustellen. Ich habe im Endeffekt auch fast alle Kurse aus dem ersten Learning Agreement belegen können.


Studienfach: Kulturwissenschaften & Anglistik

Aufenthaltsdauer: 09/19-03/20

Gastuniversität: Queen Mary University of London

Gastland: Großbritannien

Studium an der Gastuniversität

In das Studiensystem der Gastuniversität konnte ich mich sehr schnell eingliedern. Prinzipiell belegt man dort pro Semester weniger Kurse (dort Modul genannt) als hier (ca. vier pro Semester), woran ich mich erstmal gewöhnen musste. Anders als an der Uni Potsdam wird an der QMUL das mid term in allen Kursen wahrgenommen, weshalb man bereits spätestens zur Mitte des Semesters Essays schreiben und abgeben muss oder an Klausuren teilnimmt. Dies war neu für mich, war allerdings aber auch positiv, da auf diese Weise der Arbeitsaufwand über das Semester verteilt wurde und nicht alles am Ende des Semesters hängen blieb. Genau wie an der Uni Potsdam gibt es eine Online Plattform (QMplus), über die man auf sämtliche Lerninhalte zugreifen kann.  Die Atmosphäre in den Kursen mochte ich sehr gern. Keiner der Dozenten und Dozentinnen behandelte die Erasmusstudenten anders als die Studenten, welche ihren gesamten Bachelor an der QMUL machten. Generell besteht ein großer Teil der Studierenden an der QMUL aus internationalen Studenten, wodurch man sich niemals als Außenseiter fühlt. Die Uni gibt jedem ein großes Zugehörigkeitsgefühl, ob man nur für drei Monate dort ist, oder für drei Jahre ist egal – jeder ist Teil der Community!

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Kontakte knüpft man schnell! Zugegebenermaßen machte ich mir vor dem Auslandsaufenthalt ein wenig Sorgen, niemanden kennenzulernen, doch bereits in der ersten Woche war es leicht während der Orientierungsveranstaltungen mit anderen Studierenden zu interagieren. Weil so viele Studenten und Studentinnen von allen Orten der Welt zur QMUL für einen Auslandsaufenthalt kommen, gibt es jedes Semester viele Leute, die genau wie man selber neue Leute kennen lernen wollen und auf andere zugehen. Aus diesem Grund freundete ich mich schnell mit ausländischen Studenten und Studentinnen an. Zu Beginn des Semesters findet eine ‚Welcome Fair’ statt, in welcher sich die verschiedenen ‚Societies’ vorstellen. Das sind Clubs, denen man beitreten kann. Es gibt Clubs für alle Themen und Aktivitäten: Sport, Freizeit, Politik, Kultur – es gab sogar eine Harry Potter Society, da ist für jeden etwas dabei! In diesen Societies lernt man dann auch englische Studierende kennen. Außerdem sind natürlich auch einheimische Studenten und Studentinnen in den Kursen, die man belegt.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Vor dem Auslandsaufenthalt war ich zwar schon sehr sicher in meinen Englischkenntnissen, doch war es natürlich trotzdem hilfreich sehr viel mehr Übung in dem Gebrauch mit der Sprache zu erlernen. Vor allem was die Aussprache angeht, fühle ich mich jetzt noch sicherer.

Wohn- und Lebenssituation

Die Wohnungssuche war definitiv die größte Challenge, die ich im Zusammenhang mit dem Auslandsaufenthalt bewältigen musste. Zwar gibt es Student Accomodation auf dem Gelände der QMUL, doch bietet diese keine Zimmer für Erasmus Studenten an. Ich habe also nach einem Zimmer in der Nähe über das Internet gesucht, wozu ich bereits ein paar Wochen vor Semesterbeginn für ein verlängertes Wochenende nach London gefahren bin und dort Wohnungen besichtigt habe. Online schlagen Makler einem oft vor, ein Zimmer einfach ohne Besichtigung zu mieten, doch würde ich davon abraten: es ist gut, den Zustand der Wohnung und die Gegend zu sehen, bevor man den Mietvertrag unterschreibt. Oft können Zimmer, die am gleichen Tag noch online gestellt wurden, sofort besichtigt werden. Auf diese Weise fand ich ein sehr gut gelegenes kleines Zimmer, was noch verhältnismäßig bezahlbar war. Allerdings gilt generell: Miete und Lebensunterhalt in London ist teuer. Der Erasmusbeitrag hilft zwar sehr viel, doch kommen trotzdem noch viele Unkosten dazu – darauf muss man vorbereitet sein. Während meines Aufenthaltes hatte ich glücklicherweise keinen Anlass für einen Arztbesuch, doch lässt sich dies durchaus unproblematisch machen. Am besten meldet man sich zu Beginn des Aufenthaltes bei einem GP (General Practician), zu dem man dann im Krankheitsfall gehen kann. Von der Uni wurden einige Freizeitaktivitäten angeboten und natürlich gibt es auch außerhalb davon unzählige Aktivitäten, die man in London machen kann: sei es Theaterveranstaltungen zu besuchen, die verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu erkunden, in Museen zu gehen, die Möglichkeiten sind endlos!

Leider ist im Studentenausweis der QMUL kein Semesterticket enthalten und es gibt auch kaum Ermäßigungen für Studenten in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Deshalb muss man dafür monatlich recht viel bezahlen.

Studienfach: Kulturwissenschaften & Anglistik

Aufenthaltsdauer: 09/19-03/20

Gastuniversität: Queen Mary University of London

Gastland: Großbritannien


Rückblick

Generell kann ich den Aufenthalt an der QMUL mit vollster Überzeugung empfehlen. Mir persönlich hat der Aufenthalt in London sehr gut gefallen und die Uni hat dazu sehr beigetragen. Die Mitarbeiter und Dozenten der Uni geben alles, um ein angenehmes Klima zu schaffen und legen sehr viel Wert auf das Wohlbefinden der Studenten. Ich konnte mit jedem Problem zu meinen Professoren oder in das International Office gehen, wo zu allem eine Lösung gefunden wurde. Nach einem halben Jahr habe ich mich dort wirklich wie zuhause gefühlt und hätte mir auch gut vorstellen können, noch länger zu bleiben. Diese Erfahrung zu machen kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen!

Großbritannien

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