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Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt

Die Vorbereitung des Auslandsaufenthalts war ein recht langer Prozess. Neben der Bewerbung an der Gasthochschule, die recht unkompliziert war, musste ich mich auch um ein Konto im Ausland, eine Auslandskrankenversicherung, etc. kümmern. Außerdem musste ich der Uni recht frühzeitig Bescheid geben, welche Kurse ich belegen möchte. Generell rät einem die University of Southampton Kurse aus dem ersten und zweiten Jahr zu belegen, da die Kurse aus dem dritten Jahr zu schwierig sein könnten und diese oft auch auf Kursen aus dem ersten und zweiten Jahr aufbauen; zumindest istdas im Fach Englisch der Fall.


Studienfach: Lehramt Englisch & Biologie

Aufenthaltsdauer: 02/2018 - 06/2018

Gastuniversität: University of Southampton

Gastland: Großbritannien

Studium an der Gastuniversität

Viele Lehrveranstaltungen an der University of Southampton bestehen aus einer 45-minütigen Vorlesung und einem 45-minütigen Seminar, welche getrennt zu verschiedenen Zeiten in der Woche stattfinden. Dabei beginnen alle Lehrveranstaltungen zur vollen Stunde, da es dort nicht das akademische Viertel gibt. Ich hatte das Gefühl, dass die Dozenten sich Mühe gaben ins Gespräch mit den Studierenden zu kommen und auch viele Sprechstunden außerhalb der Lehrveranstaltungen anboten. Man konnte bei Problemen immer zu ihnen gehen. Demensprechend war das Studienklima sehr angenehm und die Art und Weise des Unterrichtens war sehr erfrischend. Auch beim Student Office hat man immer Leute angetroffen, die stets bemüht waren einem zu helfen. Die Hartley Bibliothek ist sehr groß und bietet viel Platz zum Arbeiten, dennoch wird es zur Prüfungszeit schwierig einen Platz zu finden. Sie ist gut ausgestattet mit Gruppenarbeitsräumen, Computern und Steckdosen an jedem Tisch. Es ist sehr angenehm dort zu arbeiten. Das Beste ist, dass sie 24 Stunden geöffnet hat. Sollte man als Student Probleme jeglicher Art haben, ist das Student Life Team für einen da. Zum Beispiel hatte ich in meiner ersten Nacht im Studentenwohnheim kein Bettzeug. Das Student Life Team kam vorbei und brachte mir welches, das ich dann später online bezahlen konnte.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Tatsächlich ist es nicht so einfach einheimische Studierende in den Kursen kennenzulernen. Sie sind sehr nett, aber selten hat man etwas mit ihnen nach der Uni zu tun. Wenn man einheimische Studenten kennenlernen möchte, sollte man einer der viel Societies beitreten. Von Tanzkursen über Klettern, Segeln und Fechten bis Kunstkursen ist alles dabei. Diese AGs sind studenten-geleitet und es ist sehr einfach dort Freunde zu finden. Der Kontakt zu ausländischen Studierenden ist generell einfacher, da die ESN Society regelmäßig (fast wöchentlich) Treffen für ausländische Studierende veranstaltet, zum Beispiel ein Erasmus Dinner, Spaziergänge durch den Park oder Parties. Durch den regelmäßigen Kontakt bilden sich schnell Freundschaften. Man sollte besonders am Anfang versuchen an den Einführungsveranstaltungen für Erasmus-Studierende teilzunehmen, weil man dort die ersten Kontakte knüpfen kann.

Sprachkenntnisse vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich hatte mich für eine Unterkunft im Studentenwohnheim beworben und das günstigste Zimmer erhalten, was ungefähr 400 Pfund im Monat kostet. Für deutsche Verhältnisse ist das schon sehr teuer. Alle anderen Zimmer waren noch teurer und sind das Geld, ehrlich gesagt, nicht wert. Ich habe in Glen Eyre gelebt (Brunei House). Es ist schön grün dort und die Uni ist auch nur 10 Minuten zu Fuß entfernt. Zusammen mit fünf weiteren Mädchen haben wir eine gemeinsame Küche und drei voll ausgestattete Bäder geteilt. Außerdem wurden Küche und Bäder drei Mal in der Woche von Putzkräften gereinigt und das Toilettenpapier wurde gestellt. Hinzu kommt, dass  man ein Busticket für das ganze Semester bekommt, wenn man in einer universitären Unterkunft wohnt, welches sonst monatlich um die 30 bis 40 Pfund kostet. Viele Studenten leben auch in einer Wohngemeinschaft in Häusern. Diese haben oft keine hohen Standards, können jedoch eine günstigere Alternative zu den Studentenwohnheimen sein. Generell würde ich jedoch sagen, dass englische Wohnstandards unter den deutschen liegen. Leider gibt es keine richtige Mensa mit studentenfreundlichen Preisen. Auf dem Campus gibt es jedoch zahlreiche Cafes und einen Student Shop, in dem man wenigstens Sandwiches und Wraps für unterwegs ab 2,50 Pfund bekommt. Das ist die günstigste Alternative zu dem recht ungesunden und teuren Essen in den Cafes. Es ist jedoch sehr toll, dass es auf dem Campus einen Pub und ein Kino gibt, in dem man Filme für drei Pfund sehen kann- eine echte Alternative zu den teuren Kinos in der Stadt. Generell gibt es sehr viel Freizeitangebote. Zum Beispiel finden öfters Feste und BBQs auf dem Campus statt. Und die Societies bieten ein sehr breit gefächertes Freizeitangebot. Wenn man auch einmal feiern gehen möchte, gibt es genug Clubs zur Auswahl.

Studienfach: Lehramt Englisch & Biologie

Aufenthaltsdauer: 02/2018 - 06/2018

Gastuniversität: University of Southampton

Gastland: Großbritannien


Rückblick

Im Rückblick kann ich sagen, dass sich der Aufenthalt im Ausland sehr gelohnt hat. Neben der Verbesserung der Sprache habe ich Kontakte mit Leuten aus aller Welt geknüpft und viele Sachen unternommen, die mich aus meiner Komfort-Zone gelockt haben. Introvertierte Leute wird das Kontakteknüpfen sehr viel Energie kosten, aber es lohnt sich. Das Semester hat in mir die Wanderlust geweckt und hat mich generell offener gegenüber dem Unbekannten gemacht. Eine meiner spannendsten Erfahrungen war der Flug über die Isle of Wight mit einem kleinen Hubschrauber. Ich hatte zuvor Angst, aber wusste auch, dass sich diese Gelegenheit nicht so schnell wieder bieten würde. Ein Roadtrip durch Cornwall und entlang der südwestlichen Küste lohnt sich auch, da die Natur atemberaubend schön ist. Außerdem habe ich gelernt mein Geld nicht für Unnötiges auszugeben und minimalistischer zu leben. Erst dort habe ich realisiert, wie viel Kram ich besitze, den ich nicht brauche. Southampton an sich war keine schöne Stadt, jedoch eine lebhafte Stadt und man konnte immer etwas unternehmen oder einfach nur im Park entspannen.

Großbritannien

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