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Persönlicher Erasmus+ Erfahrungsbericht

Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Da dies nicht meine erste ERASMUS-Erfahrung war, wusste ich, dass der gegebene Leitfaden von Frau Kettmann der ideale Weg für einen guten Start ist.
An der Gastuniversität war mein Ansprechpartner klar, es war der Zweitbetreuer meiner Masterarbeit: Prof. Dr. Osman Candan. Ebenso sicher war ich mir bei der Koordination von Herrn apl. Prof. Dr. Altenberger an der Universität Potsdam. Nachdem die notwendigen Unterlagen (siehe www.uni-potsdam.de/international/outgoing/studium/erasmus/ schritte.html) zusammengetragen worden sind, wurden diese abgeschickt und von der Gastuniversität bearbeitet. Über die fehlenden Unterlagen oder anstehenden Schritte wurde ich dann von der Erasmus-Koordinatorin der Gastuniversität informiert. Nach Vollendung der Bürokratie fing dann mein Studium an der Dokuz Eylül Universität in Izmir an.


Studienfach: Geowissenschaften

Aufenthaltsdauer: 02/2017-06/2017

Gastuniversität: Dokuz Eylül Üniversitesi

Gastland: Türkei

Studium an der Gastuniversität

Da der Grund meines Erasmus-Aufenthalts die Zusammenarbeit mit meinem Zweitbetreuer für die Masterarbeit war, habe ich nicht viel vom Studienklima oder dem Studiensystem mitbekommen können. Ebenso weiß ich nicht, wie die Studierenden betreut oder die Mitarbeiter/Dozenten interagieren. Meine Betreuung von Prof. Dr. Osman Candan war jedenfalls sehr gut. Er stand mir bei jeder Frage zur Seite und hat mir bei der Lösung der Probleme stets die notwendige Hilfe gegeben. Die Bibliothek oder den Computerpool habe ich hierbei nicht benötigt, da ich voll ausgestattet gereist bin. Von den Kommilitonen habe ich jedoch mitbekommen, dass sie gerne Zeit in der Bibliothek verbringen und viele soziale Knotenpunkte/Cafes auf dem Campus besuchen.

Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden

Durch das „nicht belegen“ von Kursen hat mir der Kontakt zu Studierenden gefehlt. Die Zeit an der Universität habe ich entweder an meinem Arbeitsplatz oder im Labor (am Mikroskop) verbracht. Den Anschluss zu ausländischen Studierenden/Erasmusstudenten konnte ich ebenfalls nur beschränkt kriegen, da sie nahezu alle in einer anderen Fakultät, an einem anderen Campus saßen. Klingt ziemlich langweilig, war es tatsächlich nicht, da ich viel an meiner Arbeit sitzen musste. Ansonsten sollte niemand Sorgen um den Anschluss haben. Die Erasmus-Veranstaltungen ermöglichen den Kontakt zu ausländischen und einheimischen Studierenden.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Ich habe einen türkischen Hintergrund und somit türkisch als Muttersprache. Dies hat mir vieles erleichtert, vor allem bei der Organisation/Handhabung von bürokratischen Angelegenheiten. Türkisch Kenntnisse werden offiziell nicht vorausgesetzt, jedoch schadet es nicht, wenn man entweder einige Wörter kann oder aber jemanden kennt, der einem „notfalls“ helfen kann. Englisch-Kenntnisse sollten in der Türkei (ja, leider auch in Izmir an der Universität) nicht vorausgesetzt werden. Aber seid beruhigt, auch ohne Sprachkenntnisse und viel hin und her gibt es keine ungelöste Angelegenheit.

Wohn- und Lebenssituation

Mir war schon von Anfang an bewusst, dass ich eine eigene Wohnung haben möchte. Um dies zu erfüllen, habe ich im Internet recherchiert und Freunde in Izmir um Hilfe gebeten. Letztendlich haben „Buddys“ aus der Universität mir eine Wohnung empfohlen, die dann ein Freund von mir besichtigen war. Diese Wohnung in Sirinyer/Buca wurde es dann. Sehr zentral und mit Bussen – mit einer Fahrzeit von max. 30 Min - sehr gut an die Uni angeschlossen. Die Miete war leider relativ hoch, jedoch hatte ich relativ geringe Lebenshaltungskosten, da ich ziemlich viel Zeit außerhalb der Wohnung verbracht habe. Falls ich nicht in der Uni am Schreibtisch saß, war ich am Meer bei einem Spaziergang entspannen, mit Freunden im Kino oder aber auch in den zahlreichen Cafes und Bars in Izmir etwas trinken. Da die Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Mietfahrräder) in Izmir gut ausgelegt sind, war der Standortwechsel nie das große Problem. Ebenso leicht ist es an Bargeld zu kommen, da alle 20 m ein Bankautomat steht.

Studienfach: Geowissenschaften

Aufenthaltsdauer: 02/2017-06/2017

Gastuniversität: Dokuz Eylül Üniversitesi

Gastland: Türkei


Rückblick und sonstige Hinweise

Das Studierendensekretariat des Geo-Instituts hatte zuvor keine Erfahrung mit Erasmus-Studenten/innen und wussten daher nicht so wirklich Bescheid, welche Dokumente ich eigentlich brauche oder welche Schritte gemacht werden müssen. Letztendlich haben wir mit Teamarbeit und viel Geduld alle Probleme/Unklarheiten lösen können, sodass Studierende, die jetzt dort anfangen werden, mehr Glück haben, da nun die Mitarbeiter vor Ort sich über Prozesse im Klaren sind. Falls es doch nicht gleich auf Anhieb klappt, würde ich euch raten Geduld zu zeigen, aber dennoch allem hinter her zu gehen. Darauf zu hoffen, dass sich alles von alleine klärt und zu einem gelangt, ist hierbei keine gute Einstellung.              
Falls ihr gerade einen Erasmusaufenthalt plant, lasst euch sagen, dass ihr es nicht bereuen werdet. Beide Erasmus-Aufenthalte waren definitiv richtige Entscheidungen, um Erfahrung im Ausland und Erfahrungen an anderen Universitäten mit anderen Studierenden und Mitarbeitern zu machen. Ja, es war nicht immer einfach und ja, es ist bequemer hier in Deutschland zu Hause, bei seiner Familie, bei seinen Freunden und in gewohnter Umgebung zu bleiben, aber diese Erfahrung wird euch weiter bringen.

Bewahrt den Überblick und lasst euch nicht von der Bürokratie abschrecken, es wird sich lohnen!

 

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