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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Bewerbung an der Universität in Zaragoza war unkompliziert, ich habe eine E-Mail von dem Erasmusbeauftragten bekommen, in der alles genau erklärt war und so ging alles ganz schnell. Generell gibt es vor dem Aufenthalt kaum etwas zu tun, da das meiste dann dort geregelt wird. Meinen Stundenplan konnte ich mir komplett selbst zusammenstellen und die Kurse dann ganz einfach im International Office wählen und eintragen lassen. Jede Fakultät hat ihr eigenes kleines International Office und so hatte man immer den gleichen Ansprechpartner, der übrigens auch super Englisch spricht, falls man zu Beginn noch Schwierigkeiten mit dem Spanischen hat. Im Sommer 2018 machte ich mich dann auf den Weg nach Madrid und von dort aus nach Zaragoza, es gibt zwar auch einen Flughafen in Zaragoza, aber Flüge nach Deutschland sind eher die Ausnahme. Mit dem Schnellzug fährt man eineinhalb Stunden von Madrid (oder Barcelona) nach Zaragoza oder man nutzt einen der günstigen Fernbusse von ALSA. Einer dieser Busse hält sogar direkt am Flughafen in Madrid, super praktisch.


Studienfach: Rechtswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 08/2018 - 06/2019

Gastuniversität: Universidad de Zaragoza

Gastland: Spanien

Studium an der Gastuniversität

Das Studiensystem in Spanien unterscheidet sich wesentlich von dem in Deutschland. Alles ist viel verschulter und da es verschiedene Gruppen innerhalb des Semesters gibt, finden die Vorlesungen in kleinerem Rahmen statt. In jeder Vorlesung gibt es einen theoretischen und einen praktischen Teil, also im Prinzip wie Vorlesung und AG in Deutschland. Wenn man sich die Klausur am Ende des Semesters etwas erleichtern will, hat man die Möglichkeit im praktischen Teil aktiv mitzuarbeiten. Dort gibt es über das Semester verteilt Gruppenarbeiten, Hausaufgaben und teilweise sollte man sich aktiv durch Wortmeldungen am Unterricht beteiligen. So erlangt man bereits eine Teilnote, die dann mit der Note der Semesterabschlussklausur verrechnet wird. Die Dozenten waren zwar immer freundlich, wenn man Fragen hatte, aber besonders rücksichtsvoll gegenüber den Erasmusstudierenden waren sie nicht und bevorzugt wurden ebenfalls niemand. Ich hatte vor dem Aufenthalt von mehreren Freunden, die bereits an anderen Universitäten im Ausland waren, gehört, dass die Professoren oft mit Ersatzleistungen einverstanden waren oder dass es möglich war, die Klausur auf Englisch zu schreiben, das war bei mir leider nicht der Fall und ich hatte in den Klausuren oft Probleme, weil mein Sprachniveau einfach nicht ausgereicht hat.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Der Kontakt zu andern Erasmusstudierenden wurde schnell hergestellt, der Sprachkurs zu Beginn des Semesters war eine sehr gute Chance, um erste Kontakte zu knüpfen und auch organisierte Veranstaltungen von Aegee oder EZU waren eine tolle Möglichkeit neue Leute zu treffen. In der Uni war es nicht ganz so einfach, neue Leute kennenzulernen, da nicht in jedem Kurs Erasmusstudierende waren. Die einheimischen Studierenden waren immer sehr offen, aber wirklich enge Kontakte oder Freundschaften sind leider nicht entstanden, da die
Spanier oft schon ihren gefestigten Freundeskreis hatten.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Da ich viel Kontakt zu internationalen Studierenden hatte und wir untereinander meistens Englisch gesprochen haben, habe ich nur in der Uni und mit meinen Mitbewohnern Spanisch gesprochen. Ich hatte in der Schule zwar drei Jahre lang Spanischunterricht, aber dort eher selten die Möglichkeit wirklich zu sprechen. Ich habe mich anfangs in Spanien sehr unsicher gefühlt und kaum etwas verstanden, vor allem weil die Spanier unglaublich schnell sprechen. Nach den ersten zwei Wochen Sprachkurs hat alles schon deutlich besser geklappt und ich habe mich langsam an die Sprache gewöhnt und mich wirklich getraut zu sprechen. In der Universität war es aber leider auch zum Ende hin noch schwer den Vorlesungen zu folgen. Jetzt, nach 10 Monaten in Spanien, fühle ich mich im Alltag sehr sicher und kann mich problemlos verständigen.

Wohn- und Lebenssituation

Ich bin schon Ende August in Zaragoza angekommen, da ich noch eine WG suchen musste und da ich mich für den zweiwöchigen Intensivsprachkurs zu Beginn des Semesters angemeldet hatte. Also bin ich zuerst einmal im Hostel untergekommen und habe dort schon ein paar andere Erasmusstudierende kennengelernt, die ebenfalls auf der Suche nach einer WG waren. Es gibt mehrere Portale für die Wohnungssuche, der Kontakt zu den Vermietern ist einfach per E-Mail oder WhatsApp herzustellen und man findet schnell etwas Passendes. Zwei Tage nach meiner Ankunft hatte ich auch schon meine erste Besichtigung und habe auch direkt das erste Zimmer genommen. Die Wohnungssuche hat sich also sehr unkompliziert gestaltet und es ist generell deutlich günstiger ein Zimmer zu mieten als in Potsdam/Berlin. Zaragoza ist zwar keine besonders kleine Stadt aber, man kann trotzdem alles gut zu Fuß erreichen. Wenn der Weg dann aber doch mal etwas weiter ist, kann man sehr günstig mit der Tranvía (Straßenbahn) fahren oder einen der Busse nehmen. Man ist also immer gut
angebunden und kommt schnell von einem Stadteil zum nächsten. Auch um andere Landesteile Spaniens zu besuchen, ist Zaragoza perfekt gelegen und super ans Verkehrsnetz angebunden. Ich habe die Chance oft genutzt, um Wochenendtrips mit Freunden zu unternehmen und weitere Städte Spaniens oder z. B . die Pyrenäen zu erkunden. Zaragoza hat viele schöne Ecken und es gibt immer etwas zu tun. Ein weiterer Vorteil ist,
dass die Stadt wenig von internationalen Touristen besucht wird und dadurch kaum jemand Englisch spricht. Man ist man geradezu gezwungen Spanisch zu sprechen und lernt dadurch sehr schnell dazu.

Studienfach: Rechtswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 08/2018 - 06/2019

Gastuniversität: Universidad de Zaragoza

Gastland: Spanien


Rückblick

Abschließend kann ich wirklich jedem nur empfehlen ein (oder zwei) Auslandssemester zu machen und sich die Erfahrung nicht entgehen zu lassen. Traut euch! Es wird nicht immer alles einfach und schön sein, aber man wächst an den Herausforderungen und am Ende überwiegen die schönen Erlebnisse, die Freundschaften, die man geschlossenhat und die vielen tollen Erinnerungen. Ich werde mich immer wieder gerne an meine Zeit inZaragoza erinnern und bin sehr dankbar für die tolle Zeit.

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