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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Im Vorfeld war der Kontakt mit der Gastuniversität sehr unkompliziert und gut koordiniert. Bei Rückfragen an das International Office erhält man zeitnahe Antworten und Hilfe. Die Erasmuskoordinatorin für das Fach Psychologie hingegen war per Mail nur sehr schwer zu erreichen. Auf Anfragen wurde zum Teil Wochen später und zum Teil gar nicht geantwortet. Man bekommt rechtzeitig eine E-Mail mit einem Link zu einem Sprachtest, um sein Sprachniveau zu erfassen und kann sich über die Anmeldung auf einer Seite auch gleich für einen der Sprachkurse eintragen. Auch Informationen über die Kurse auf Englisch bekommt man relativ früh, jedoch waren sie bei mir noch unvollständig und für mich nicht gerade selbsterklärend. Die wichtigste Info die mir fehlte war, dass die Kurse auf Englisch an beiden angegebenen Terminen stattfinden, man einen Kurs also 2 x 2 Stunden die Woche hat und nicht zwischen den angegebenen Terminen wählen kann. Wer gerne auf Spanisch studieren möchte, der muss sich durch die Seite der Universität arbeiten, welche meiner Ansicht nach sehr unstrukturiert ist. Ich habe es mir deshalb angewöhnt, was auch immer ich auf dieser Seite finden wollte, mit dem Namen der Universität zusammen bei Google zu suchen. Das funktioniert ganz gut, man darf sich nur nicht von der Sicherheitswarnung irritieren lassen, die jedes Mal angezeigt wird, wenn man versucht die Uni-Seite zu öffnen. Für die Psychologie gilt zudem, dass auch hier jeder Kurs zwei Mal die Woche stattfindet. Es kann jedoch zwischen mehreren Gruppen und somit verschiedenen Zeiten gewählt werden (T1-T3), da die meisten Kurse mehrfach die Woche stattfinden.Für die Teilnahme an den regulären Kursen möchte die Uni keine weiteren Sprachnachweise sehen, es empfiehlt sich jedoch ein Niveau von B1/B2. Die Unterschriften für das Learning Agreement bekam ich zum Teil 15Minuten nach dem Versenden meiner E-Mail, was sehr unkompliziert war. Die ersten Pflichttermine bestehen aus Veranstaltungen der Einführungswoche, wo einem ein guter Überblick über das allgemeine Studieren an der Uni vermittelt wird. Man sollte sich unbedingt schon im Vorfeld Gedanken machen, welche Kurse man tatsächlich belegen will, denn man erhält ziemlich schnell einen Termin, an dem man sich final für die Kurse eintragen lassen muss. Ich hatte insgesamt 4 Tage Zeit, Kurse zu besuchen und Rücksprachen mit den Professoren zu führen, was letztendlich dazu führte, dass ich mich für einen Kurs anmelden musste, ohne ihn vorher besucht haben zu können.


Studienfach: Psychologie

Aufenthaltsdauer: 09/2018 - 02/2019

Gastuniversität: Universidad de Huelva

Gastland: Spanien

Studium an der Gastuniversität

Die Noten gehen von 4 (nicht bestanden) bis 10 (sehr gut). Anders als an den deutschen Unis besteht eine Vorlesung an dieser Uni meist aus mindestens einem praktischen Teil und zusätzlich einem Examen. Beides fließt mit unterschiedlicher Gewichtung in die Endnote ein. Die praktischen Arbeiten erfordern in der Regel sehr viel Aufwand. Bei meinem Kurs Psicología de la Intervención social y comunitaria mussten beispielsweise zwei Praktika ausgeführt werden, die aus je einer Ausarbeitung zu einem selbstgewählten Thema über ein soziales Problem in einer Gruppe bestanden und anschließender mündlicher Prüfung über diesen Themenbereich (Supervision). Pro Praktikum konnte man 1-2 Punkte erreichen, sodass das Examen mit 6 Punkten in die Bewertung einberechnet wurde. Der Professor war sehr hilfsbereit und unterstützend, spricht jedoch kaum Englisch.
In meinem anderen Kurs Psicología del Pensamiento bestand das Praktikum aus Hausaufgaben, die gemeinschaftlich verglichen wurden. Dieses Praktikum wurde jedoch nur mit 0,5 Punkten bewertet.
Die Sprachkurse für Spanisch sind die einzigen Kurse mit Anwesenheitspflicht. Sie folgen leider einer anderen Zeittaktung als die regulären Uni-Kurse, weshalb es zum Teil zu Überlappung kommen kann, die aber aufgrund der Anwesenheitspflicht unbedingt zu vermeiden sind.
Mein Kurs auf A2 Niveau war für mich gleichermaßen überfordernd und nutzlos. Ich hatte bereits an der Uni Potsdam den Unicert 1 Kurs absolviert und hatte damit ein Niveau von ca. A2.2. Meine Professorin sprach kaum Englisch und hatte einen stark andalusischen Akzent. Ihr Augenmerk lag darauf, uns Vokabeln vorzutragen, die nicht weiter geübt oder abgefragt wurden. Zudem wurde die Grammatik meist nur in einem kurzen Satz abgehandelt. Der Leistungsnachweis bestand aus einer mündlichen Note und 5 Prüfungen: eine mündliche, eine über Textverständnis, eine über Textproduktion, eine über Hörverständnis und eine über ein 40-seitiges Buch, welches wir nebenbei lesen mussten.
Die Anforderungen in den Prüfungen entsprachen nicht dem Lerninhalt der Vorlesung, weshalb man, wenn man eine gute Note wollte, sich viel eigenständig aneignen musste (z.B. Hörverstehen und Redefluss).
Die einzige Vorlesung, die ich auf Englisch besuchte, war Neuroanatomy and Neuroscience. Das Praktikum hier bestand aus einer Präsentation einer freigewählten Studie zum Thema der Vorlesung und war freiwillig. Auch ohne das Praktikum hätte man den Kurs mit maximal 9 Punkten bestehen können. Die Vorlesung war so ausgerichtet, dass man den Stoff wirklich versteht. Dies beinhaltete mehrere Wiederholungen und viel Zeit für Rückfragen. Tiefergehende Fragen sind jedoch zum Teil schwierig, da der Professor nicht besonders sicher im Englischen ist.

Ich kann empfehlen, sich für das Buddy-Programm zu bewerben. Leider gehörte ich nicht zu den wenigen Studenten, für die ein Buddy gefunden wurde, aber der Einstieg wird einem dadurch enorm erleichtert.

Kontakt zu einheimischen und internationalen Studierenden

Der Kontakt zu den einheimischen Studierenden gestaltete sich für mich schwierig. Viele sprechen kaum oder nur sehr ungern Englisch und waren schnell irritiert, wenn ich eine ihrer Aussagen nicht auf Anhieb verstanden habe. Auch die regelmäßige Teilnahme an Sportvereinen garantiert nicht, dass man auf Vereinsessen etc. eingeladen wird. Man muss die Kontaktaufnahme und vor allem das Kontakthalten schon aktiv einfordern, was mir zuweilen etwas schwer viel.
Der Kontakt zu anderen Erasmusstudierenden hingegen ist durch den Beitritt zum ESN (http://www.esnhuelva.org/) stark vereinfacht. Durch diesen werden wöchentliche Partys organisiert, sowie Städtetrips und andere Events, wie Kinoabende. Dieses Netzwerk wird auch in der Einführungswoche genauer vorgestellt.
Es lohnt sich auch schon vor Ankunft den Facebook-Gruppen für Erasmusstudierende in Huelva beizutreten (z.B. ERASMUS HUELVA). Über diese werden häufig günstig Wohnungen angeboten, Fahrräder verkauft und Events beworben. Außerdem ist es empfehlenswert, sich das Angebot von www.welovespain.org anzusehen, wenn man geführte Reisen nach Marokko buchen möchte und dabei gerne unter Studenten ist.
Für das Nachtleben und Veranstaltungen außerhalb der Erasmusblase empfiehlt sich die Internetseite territoriohuelva.com

Wohn- und Lebenssituation

In Huelva sind die meisten Sachen gut zu Fuß oder mit dem Bus zu erreichen. Wer jedoch plant eine Wohnung am Strand von Punta Umbría zu beziehen, der sollte wissen, dass der Weg zur Uni durch die zwei verschiedenen Verkehrsverbünde knappe 2 h beträgt, auch wenn der Weg laut Googlemaps mit dem Auto nur 23 Minuten dauern soll.

Studienfach: Psychologie

Aufenthaltsdauer: 09/2018 - 02/2019

Gastuniversität: Universidad de Huelva

Gastland: Spanien


Rückblick

Spanien

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