uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Erasmus+ Erfahrungsbericht - Universitat de València

Ich habe mich für ein Auslandssemester entschieden, da ich es für mein Studium und meinen späteren Beruf als wichtig erachtet habe, die Sprache zu verbessern. Die beste Möglichkeit sprachliche Fortschritte zu erlangen, ist ein Aufenthalt in dem entsprechenden Land. Jedem, der nur ansatzweise darüber nachdenkt ins Ausland zu gehen, kann ich es nur wärmstens empfehlen. Ihr werdet Erfahrungen machen, die euch in vielerlei Hinsicht weiterbringen und immer in Erinnerung bleiben. Ihr lernt eine neue Kultur kennen, so viele neue nette Menschen und wunderschöne Orte. Ich bin in meinem 5. Semester nach Valencia, nach Spanien gegangen und kann rückblickend sagen, dass es ein guter Zeitpunkt im Studium war. Ich war bereits auf einem guten sprachlichen Niveau und konnte dieses für mein weiteres Studium verbessern. Das Erasmusprogramm hat mir durch die finanzielle und informative Förderung die Möglichkeit eröffnet, den Wunsch ins Ausland in die Tat umzusetzen.


Studienfach: B.Ed. Spanisch und Sport

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 01/2018

Gastuniversität: Universitat de València

Gastland: Spanien

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Die Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt begann früh und war sehr informativ. Es gab verschiedene Veranstaltungen, die einem einen genaueren Überblick ermöglichten. Nachdem das Auswahlverfahren entschieden hatte und wir wussten wohin es gehen wird, stieg die Aufregung. Der Kontakt mit der Gasthochschule lief mehr oder weniger gut. Ich konnte mir einen groben Überblick über mögliche Kurse verschaffen und wusste an welchem Tag die Einführungsveranstaltung beginnt. Das Wichtigste war mir also bekannt. Bevor es dann endgültig losging, mussten noch einige Unterlagen eingereicht werden. Das Erasmusprogramm der Universität Potsdam hat hierfür aber übersichtliche Dokumente erstellt, so dass nichts vergessen werden kann.

Studium an der Gastuniversität

Zu meinem Studium an der Gastuniversität kann ich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat und ich viel mitgenommen habe. Neben meinen Kursen an der Universität habe ich einen Sprachkurs besucht, in dem ich nochmals das B2 Niveau aufgefrischt habe. Einerseits gab es hier nochmal Wiederholungen von Themen, die mir bereits bekannt waren, aber andererseits habe ich auch nochmal Neues gelernt. Außerdem kann ich nur empfehlen so viel wie möglich mitzunehmen, weil sich immer wieder neue Türen öffnen und du noch mehr nette Menschen kennenlernst. An meiner Universität habe ich die Vorlesungen sehr gut verfolgen können, ich habe immer alles verstanden und hatte keine Probleme, vor allem der Übersetzungskurs hat mir großen Spaß gemacht.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

In den Kursen habe ich neue spanische Bekanntschaften gemacht, mit denen ich mich dann auch nachmittags getroffen habe oder sogar Tandemtreffen vereinbart habe. Ich würde dir empfehlen sehr viele spanische Kontakte zu schließen und dich von der Erasmusgruppe eher abzukapseln. Ich kenne viel zu viele, die während ihres gesamten Aufenthalts auf englisch oder sogar ihrer Muttersprache kommuniziert haben. Der eigentliche Zweck wird dadurch keineswegs erfüllt, also auch wenn es dir anfangs schwer fällt, versuch dich so viel es geht mit Muttersprachlern zu treffen. Nachmittags beziehungsweise abends bin ich zum Beachvolleyballtraining an den Strand gefahren, im September und Oktober konnte man hier noch bei hohen Temperaturen super trainieren, danach wurde es etwas kälter. Hier habe ich wieder sehr viele Leute kennengelernt, mit denen wir dann sogar Ausflüge in naheliegende Städte für Turniere gemacht haben.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Sprachlich gesehen, bringt es einen auf jeden Fall weiter. Ich habe dort einheimische Freunde gefragt, wie sehr ich mich verbessert habe und sie meinen, dass man es auf jeden Fall sehr merkt. Ich muss nicht mehr darüber nachdenken, was ich sagen will, verstehe inzwischen verschiedene Akzente und auch Späße sind nun verständlicher.

Wohn- und Lebenssituation

Ich schätze ungefähr 2-3 Monate im Voraus habe ich mir eine Wohnung gesucht. Das ist auch vor Ort möglich, jedoch kann ich die Internetseiten nur empfehlen. Ich habe meine Wohnung über „amigoflats“ gefunden und es gibt viele Bilder von der Wohnung und sogar ein Video, man kann sich also ganz genau vorstellen, wie es aussehen wird. Ein weiterer Vorteil der website war, dass man sehen konnte, aus welchen Ländern deine WG Mitbewohner kommen, wenn sich schon welche für die anderen Zimmer eingetragen haben. Ich war super zufrieden mit meiner Wohnung. Sie hatte die perfekte Lage, besonders wichtig war mir hierbei der Weg zur Uni, war super ausgestattet und ich hatte eine schöne Zeit mit meinen Mitbewohnerinnen. In Spanien wird es im Winter zwar nicht so kalt wie in Deutschland, aber die Wohnungen haben keine Heizungen, weshalb es drinnen sehr kalt ist. Ich habe mir bei einem „Corte Inglés“ einen Ölradiator für 38€ geholt und der hat mein Zimmer immer schön warm gehalten. Außerdem habe ich mir ein gebrauchtes Fahrrad für 50€ gekauft, was ich auch nur empfehlen kann. Hierbei muss jedoch darauf geachtet werden, wo es (vor allem nachts) angeschlossen wird, viele Räder wurden geklaut. Des Weiteren hatte ich mir eine valenbisi-Karte geholt, mit der man an den Fahrradstationen Fahrräder für 30 Minuten ausleihen konnte. Diese hat mich 29€ für das Jahr gekostet und ist teilweise empfehlenswert. Ich musste manchmal Strecken fahren, die länger als 30 min dauerten, dann muss man nachbezahlen und das wird teuer. Außerdem gab es immer mehr frequentierte Stationen als andere, wenn man ein Fahrrad brauchte, war keins da und brauchte man einen Parkplatz war alles voll. Das hat mich genervt, weshalb ich eher ein eigenes Fahrrad empfehlen würde, aber das muss jeder für sich entscheiden. Außerdem war die Fahrradkarte gut für Besuch. Bezüglich des Reisens kann ich ebenfalls nur empfehlen sich nach Organisationen wie „Happy Erasmus“ umzuschauen. Diese bieten tolle Angebote für Reisen oder Tagesausflüge an. Durch die Organisation kam ich dazu nach Marokko zu reisen, neue Freunde kennenzulernen, eine interessante Kultur und Architektur zu sehen, in der Wüste zu schlafen und einfach eine unvergessliche Zeit zu erleben. Es sind wirklich einmalige Erfahrungen, die man während des gesamten Erasmusaufenthalts sammeln darf, man wird selbstständiger und lernt auch mit schwierigen Situationen umzugehen. Neben all diesen guten Erfahrungen, gibt es natürlich auch Tage, an denen du deine Heimat, deine Familie und Freunde sehr vermissen wirst. Leider gab es für mich sogar gar nicht wenige von diesen. Ich bin sehr heimat- und familiengebunden. Ich habe es vermisst, mein Umfeld um mich zu haben und mit meinen Freunden etwas unternehmen zu können. Vor allem war das Schwierigste eine Fernbeziehung führen zu müssen. Das hat mich insgesamt gesehen schon sehr belastet, weil man trotz der Nachrichten, Anrufe und Briefe gefühlt einfach so wenig am Leben des anderen teilhat. Ich will damit eigentlich nur sagen, falls ihr euch in einer ähnlichen Situation befinden solltet, sammelt diese Erfahrung trotzdem. Und auch wenn es durch die Ferne viele traurige Momente geben sollte, diese Möglichkeit ist einmalig und ihr werdet euch später ärgern, wenn ihr es aus diesem Grund nicht gemacht habt. Euern/ eure Partner(in) habt ihr schließlich noch ganz lang.

Studienfach: B.Ed. Spanisch und Sport

Aufenthaltsdauer: 09/2017 - 01/2018

Gastuniversität: Universitat de València

Gastland: Spanien


Rückblick

Zögert nicht lange, bewerbt euch und wenn es dann soweit ist, nehmt alles mit, was nur geht! Versucht so viel in der dort ansässigen Sprache zu sprechen und ganz viele Kontakte zu knüpfen. Versucht den Aufenthalt einfach zu genießen, macht viele Fotos und schreibt euch Erinnerungen auf. Ich wünsche euch ganz viel Spaß.

 

Spanien

Zurück zur Länderseite

Studium im Ausland

Hier finden Sie alle Informationen zum Studium im Ausland

Finanzierung & Stipendien

Wie Sie Ihr Auslandsstudium finanzieren können und welche Stipendien Sie erhalten können, erfahren Sie hier