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Erasmus+ Erfahrungsbericht - Universidad de Castilla-La Mancha


Studienfach: B.Ed. Spanisch

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 02/2017

Gastuniversität: Universidad de Castilla - La Mancha

Gastland: Spanien

Vorbereitung des Auslandsaufenthalts

Ich hatte mich nicht wirklich auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet. Da ich viel Gutes über das Studieren und Leben in Ciudad Real gehört hatte und außerdem hier das Hochspanisch gesprochen wird, fiel meine Entscheidung auch recht leicht.
Die Kontaktaufnahme zur Gasthochschule war etwas schwierig, denn nach der Immatrikulierung per Internet und Einreichung der notwendigen Unterlagen (Learning Agreement und Ausweiskopie) hatte man anfangs keine Rückmeldung bekommen, ob auch wirklich alles geklappt hatte. Daher nutzten wir gleich den Ansprechpartner für uns Erasmus+ Studenten Teodoro (der auch deutsch spricht). Er konnte bei allen Fragen und Problemen vor und im Studium helfen.

Studium an der Gastuniversität

Teodoro (= Teo) half auch bei der Auswahl der Lehrveranstaltungen (ich musste mein Learning Agreement fast komplett ändern, da viele ausgesuchte Kurse nicht in dem Semester angeboten wurden. Letztendlich belegte ich 6 Kurse, darunter drei Literatur-, 2 Sprachwissenschaft Kurse und einen zusätzlichen B2 Sprachkurs. Der Sprachkurs für 100 Euro begann im Oktober und endete Mitte Dezember mit abschließender Prüfung. Zuvor gab es einen Einstufungstest. Jede Veranstaltungen bringt 6 ETCS, der Sprachkurs 3 ETCS.
Die Lehrveranstaltungen finden jeweils drei Mal pro Woche statt. Jeder Kurs war am Mittwoch einstündig und sonst 80 Minuten (es existiert kein akademisches Viertel, nur 10 Minuten Pausen zwischen den Kursen). Anders als in Deutschland haben die Lehrveranstaltungen die Größe einer Schulklasse (Maximum 25 Student/innen). Auch das Klima generell erinnert mich stark an Schulzeiten, aktive Mitarbeit bzw. Redebeiträge wurden oft vorausgesetzt und flossen dann auch in die Endnote ein (so waren es z.B. 10% beim zusätzlich belegten  Sprachkurs). Die meisten Dozent/innen pflegten einen freundschaftlichen Umgang zu ihren Student/innen, das heißt man wurde geduzt und nach z.B. Wochenendplänen gefragt. Bei der Lehrveranstaltung „edición de textos“ wurden zwei Exkursionen durchgeführt, eine nach Toledo und eine nach Argamasilla de Alba. Beide waren kostenlos und informationsreich.
In Bezug auf die Betreuung durch dortige Studenten sollte man sich an die ORI (Oficína de Relaciones Internacionales) wenden. Ansonsten an den ESN UCLM Ciudad Real. Dazu später mehr.
Die Universitätsbibliothek in Ciudad Real ist klein und sehr überschaubar. Die Öffnungszeiten waren von 9 bis 21 Uhr (Montag bis Freitag). Die Ausleihdauer belief sich auf zwei Wochen. Diese konnte per Internet oder vor Ort verlängert werden.

Kontakte zu  einheimischen und ausländischen Studierenden

Ciudad Real ist eine kleine Stadt, das heißt allerdings nicht, dass man schnell Kontakt zu Spaniern aufbaut. Kontakt zu spanischen Kommilitonen hatte ich kaum. Dies lag vor allem an der nur 10 minütigen Pause zwischen den Vorlesungen. So saß man meist nur mit Erasmus Studierenden zusammen. Kontakt zu Spaniern baute man dann eher auf Partys oder anderen Events auf. So kam es auch dazu, dass ich ein Tandem mit einem Koordinator des ESN führen konnte.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Natürlich hat sich meine Sprachkompetenz in den 5 Monaten in Spanien verbessert, da man so gut wie täglich mit der Sprache konfrontiert wurde. Besonders in der Textproduktion, in der meine Probleme lagen, konnte ich Fortschritte verbuchen. Dies lag vor allem daran, dass man während des Semesters viele Hausarbeiten in Form von Kommentaren, Zeitungsartikel schreiben etc. aufbekam und am Ende alle Prüfungen in Form von Klausuren abgelegt wurden. Auch im Mündlichen konnte ich mich verbessern, durch Sprachkurs und Konversationen mit Spaniern und Erasmus Studierenden konnte ich mein Vokabular aufpeppen. Insgesamt hat sich mein Spanisch von einem B2 auf ein C1 Niveau verbessert.

Wohn-  und Lebenssituation

Die ersten Tage hatte ich im 1-Sterne Hotel Escudero, das ich mir mit einer Kommilitonin aus Potsdam teilte, verbracht. Am nächsten Tag gingen wir dann zum ESN (Büro im „Aulario“ Gebäude).  Man kann sich natürlich schon im Vorfeld auf Facebook der Gruppe ESN UCLM Ciudad Real anschließen, dort bereits erste Kontakte knüpfen und sich über freie Wohnungen informieren. Mit Hilfe des ESN hatten wir dann zwei Wohnungsbesichtigungen.  Die Miete in Ciudad Real liegt zwischen 130 und 200 Euro ohne Nebenkosten.
Noch am selbigen Tag fanden wir eine geeignete Wohnung, die wir uns letztendlich zusammen mit einer Französin teilten. Generell waren die meisten WGs mit Erasmus Studierenden. Leider lässt sich die Situation ausschließlich mit Erasmus Studenten zu wohnen nicht vermeiden.
Unsere Wohnung lag im Zentrum (3 Minuten vom Plaza Mayor entfernt) und zur Uni waren es gute 15-20 Minuten Fußweg. Supermärkte und Bankgeschäfte gab es  in unmittelbarer Entfernung zu Genüge.  Monatlich bezahlte ich mit allen Nebenkosten durchschnittlich 190 Euro.
Großartige Freizeitangebote gibt es in Ciudad Real kaum. Man kann am Plaza Mayor oder im Paseo de Picasso Tapas essen gehen. Ciudad Real besitzt auch ein Kino „Parque de Ocio las Vias“ (normaler Eintrittspreis 7 Euro) und ein Theater, welches ich aber nicht nutzte.
Das Netzwerk ESN organisierte im Semester verschiedene Reisen. So konnte man zu einem fairen Preis nach Toledo, Madrid, Granada und Cordoba und auch nach Lissabon fahren. Dabei handelte es sich um Wochenendtrips mit Stadtbesichtigungen. Allerdings stand auch die Party im Vordergrund. Insgesamt verliefen die Reisen (zumindest an denen ich teilgenommen hatte) recht unorganisiert. Um an den Reisen teilnehmen zu können, braucht man eine ESN Karte, die man sich im Büro für 5 Euro besorgen kann.
ESN organisierte auch am Anfang des Semesters eine Willkommenswoche bzw. 2 Willkommenswochen mit verschiedenen Aktivitäten. Das heißt, es wurden nicht nur International Dinner oder Flaggen Partys, sondern unter anderem auch ein Tageskurztrip zu den nahegelegenen Lagunen organisiert.
Die Uni bietet generell einige Sportkurse (von Zumba bis Bauch, Beine, Po..) an. Da sie aber keine Ballsportkurse wie Basketball anbietet, half mir ein Koordinator dabei einen Basketball Verein für Frauen zu finden und so wurde es mir ermöglicht beim Basketball Training mitmachen zu dürfen.
In unmittelbarer Entfernung liegen einige kleine Städte und Dörfer, die man mit Zug und Bus leicht erreichen kann. So ging es für mich nach Alcázar de San Juan oder Campo de Criptana um die Mühlen zu besichtigen. Im Sommer lohnt es sich auch mit dem Bus zum nahgelegten „Strand“ Playas de Vicario zu fahren. Hierbei handelt es sich nicht um einen Strand im wörtlichen Sinne, sondern um ein großes Freibad mit Wiese.

Studienfach: B.Ed. Spanisch

Aufenthaltsdauer: 09/2016 - 02/2017

Gastuniversität: Universidad de Castilla - La Mancha

Gastland: Spanien


Rückblick

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Auslandssemester in Ciudad Real eine neue Erfahrung war. Ich bin Land und Leuten näher gekommen und wurde ebenfalls durch die vielen Auslandsstudenten kulturell belehrt und bereichert. Bezüglich der Wohnungssuche sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und nicht die scheinbare beste Wohnung nehmen. Bei unserer Wohnung zeigten sich nach einiger Zeit gewisse Mängel, zu denen auch Schimmel gehörte. In der Dirección Provincial de Educación lohnt es sich einen kostenlosen Carne Joven ausstellen zu lassen. Mit diesem bekommt man Rabatte  auf Zugfahrten (meist 20%), Eintritte etc.

 

 

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